Bürger fordern eine Einbahnstraße in Duisburg-Neumühl

Karlheinz Hagenbuck, Heike Kaldenhoff, Andreas Ehmann und Manfred Abraham diskutierten vor Ort über eine Dauerlösung zur Verkehrsberuhigung. Sie wünschen sich eine Einbahnstraßenreglung Am Inzerfeld zwischen Sofienstraße und Konrad-Adenauer-Ring.
Karlheinz Hagenbuck, Heike Kaldenhoff, Andreas Ehmann und Manfred Abraham diskutierten vor Ort über eine Dauerlösung zur Verkehrsberuhigung. Sie wünschen sich eine Einbahnstraßenreglung Am Inzerfeld zwischen Sofienstraße und Konrad-Adenauer-Ring.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Am Inzerfeld laufen Bauarbeiten. Deshalb fließt der Verkehr dort seit Wochen nur in eine Richtung. So soll es nach Bürgerwünschen dauerhaft bleiben.

Neumühl..  Vor drei Jahren machten Anlieger der Sofienstraße und Am Inzerfeld Front gegen die Lärm-Belästigung durch den starken Auto- und Lastwagenverkehr. Mit Erfolg: Die Stadt stellte Tempo-30-Schilder auf, teils mit dem Hinweis: Lärmschutz. Jetzt wollen sie mit Hilfe von Karlheinz Hagenbuck (Wählerbündnis Sozial, Gerecht Unabhängig – SGU) einen weiteren Vorstoß unternehmen, um den Bereich noch stärker zu beruhigen.

Schon damals hatten Anwohner angeregt, den Verkehr anders zu führen. Ihr Anliegen wurde aber abgeblockt. Zum einem fürchteten Bürger, die an anderen Straßen leben, dass ihre Bereiche stärker belastet werden. Zum anderen hatten Lehrer und Eltern Sorgen, dass insbesondere die Schulwege durch mehr Verkehr im Umfeld unsicherer würden. Die Idee landete deshalb in der Schublade.

50 Prozent weniger Lkw-Verkehr

Nun gibt es seit geraumer Zeit eine Baustelle in genau dem Bereich, den die Anwohner gerne weiter beruhigt wissen wollen. Deshalb sprachen einige Bürger den SGU-Mann an mit der Bitte: Er möge doch noch einmal einen Vorstoß in Sachen neuer Verkehrsführung unternehmen. So, wie der Verkehr jetzt Am Inzerfeld laufe, sagen etwa Manfred Abraham und Heike Kaldenhoff, solle man ihn auch nach Abschluss der Bauarbeiten weiterführen. Am Inzerfeld ist zwischen Sofienstraße und der Einmündung Lüneburger Straße derzeit eine Einbahnstraße in Richtung Nordosten (zum Adenauer-Ring hin). „Das hat den Lkw-Verkehr um fünfzig Prozent reduziert“, sagt Heike Kaldenhoff. Noch weniger wäre ihr natürlich lieber, aber mit dem jetzigen Zustand kann die Fotografin leben. Ihr, anderen Anliegern und Hagenbuck ist klar, dass man die Brummis nicht ganz verbannen kann. Schließlich müssen sie noch problemlos ins direkt angrenzende Gewerbegebiet gelangen können.

Lüneburger Straße in beide Richtungen freigeben

Die derzeit auch nur in eine Fahrtrichtung freigegebene Lüneburger Straße (zum Inzerfeld) sollte nach Ansicht von Hagenbuck und seinen Mitstreitern nach Ende der Baumaßnahme wieder für beide Fahrtrichtungen freigegeben werden. Ansonsten würde es für die Anlieger zu umständlich, nach Hause zu kommen.

Vor drei Jahren hatten Teile der Hamborner Bezirkspolitik die weitere Einschränkung des Verkehrs abgelehnt mit der Begründung: Ansonsten hätten die Lastwagen-Chauffeure zu große Umwege zu fahren, die Betriebe seien nicht mehr gut erreichbar. Diese Begründung lassen Hagenbuck und Co. nicht (mehr) gelten: „Durch die monatelange Baustelle haben sich die Lastwagenfahrer neue Wege suchen müssen. Und es klappt.“ „Warum also sollte man den jetzigen Zustand nicht nach Abschluss der Arbeiten beibehalten?“, sagen sie.