Bischof Overbeck macht sich für Flüchtlinge stark

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck besuchte die Flüchtlingsunterkunft im sozialpastoralen Zentrum Petershof in Duisburg-Marxloh.
Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck besuchte die Flüchtlingsunterkunft im sozialpastoralen Zentrum Petershof in Duisburg-Marxloh.
Foto: Stephan Glagla / Funke Foto Serv
Was wir bereits wissen
Beim Besuch im Marxloher sozial-pastoralen Zentrum Petershof sagte Bischof Franz-Josef Overbeck, dass das Bistum die Flüchtlingsarbeit fördert.

Marxloh..  Das Bistum Essen möchte die Flüchtlingshilfe der katholischen Kirche im Ruhrgebiet intensivieren. Das teilte Bischof Franz-Josef Overbeck bei seinem Besuch im sozial-pastoralen Zentrum Petershof in Marxloh mit. Er kündigte lokale Flüchtlingsbeauftragte und einen Hilfsfonds an. Außerdem kam er mit Flüchtlingen sowie ehren- und hauptamtlichen Helfern vor Ort ins Gespräch.

Flüchtlingsarbeit koordinieren

Es sei wichtig, die kirchliche Flüchtlingsarbeit zu koordinieren. Gerade in einem Stadtteil wie Marxloh und im gesamten Duisburger Norden. Flüchtlingsbeauftragte sollen die Gesamtsituation verbessern: „Wir wollen mit ihnen zentrale Ansprechpartner für die Kommunen und andere Partner schaffen“, so der Bischof.

Vernetzt sollen sie mit einer neuen Arbeitsgruppe werden, die sich unter der Leitung von Generalvikar Klaus Pfeffer auf Bistumsebene des Themas annimmt.

Auch finanzielle Unterstützung wird es geben: „Das Bistum Essen wird einen Fonds auflegen“, erklärt Bischof Franz-Josef Overbeck. Zunächst werde dieser mit 250 000 Euro ausgestattet. Das Geld soll auf die einzelnen Städte verteilt werden. Um das große ehrenamtliche Engagement zu fördern, wird der Caritasverband außerdem für das Bistum Essen ein Qualifizierungsprogramm erarbeiten.

Der Bischoff hofft, dass so die Ersthilfe für Flüchtlinge weiter verbessert werden kann. „Wichtig ist aber, dass es auch danach weitergeht. Da kommen Menschen zu uns, die uns wahrscheinlich nicht mehr verlassen werden. Deshalb ist es wichtig, sie zu integrieren.“ Unter anderem müssten Wege erarbeitet werden, um den Menschen Wohnungen zu ermöglichen und sie umfassend zu versichern. Eine „Gettoisierung“ wolle man auf jeden Fall vermeiden.