Bekenntnis zum Röttgersbach

Rund 70 geladene Gäste kamen in die frisch umgebaute Filiale an der Pollerbruchstraße. Vorstandssprecher Thomas Diederichs begrüßte die Gäste. Foto: Udo Milbret
Rund 70 geladene Gäste kamen in die frisch umgebaute Filiale an der Pollerbruchstraße. Vorstandssprecher Thomas Diederichs begrüßte die Gäste. Foto: Udo Milbret
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Was wir bereits wissen
Die Volksbank weihte ihre umfangreich renovierte Geschäftsstelle an der Pollerbruchstraße ein. Vorstand Diederichs optimistisch und nachdenklich

Röttgersbach..  An dem Thema Toleranz und Miteinander, das derzeit Menschen und Medien im ganzen Land umtreibt, kam auch Thomas Diederichs, Vorstandssprecher der Volksbank Rhein-Ruhr, nicht vorbei. Wollte er auch gar nicht.

„Wenn wir über den Aufstieg von Duisburg durch Kohle- und Stahlindustrie nach dem zweiten Weltkrieg sprechen“, sagte Diederichs in seiner Rede zur Eröffnung der generalüberholten Bankfiliale an der Pollerbruchstraße, „dann dürfen wir nicht vergessen, dass unser Wirtschaftwunder nicht ohne die Menschen möglich gewesen wäre, die wir damals zur Arbeit in die Region geholt haben, die wir Gastarbeiter nannten.“

Gerade auch aus diesem Grund, sagte der gebürtige Duisburger, der seit 2013 als Vorstandssprecher des Geldhauses fungiert, „muss uns hier im Ruhrgebiet niemand etwas über Toleranz und Integration beibringen.“

Das Bekenntnis seiner Bank zum Duisburger Norden, das mit Investitionen im sechsstelligen Bereich im Röttgersbach buchstäblich zementiert wurde, basiere auf den Prinzipien wie das Zusammenleben in Duisburg allgemein, so Diederichs: „Fairness und Toleranz“, sagte Diederichs, würden heute und in Zukunft deutschen und nicht deutschen Kunden in der Beratung entgegengebracht.

Beratung war in Bezug auf die hell und freundlich neu gestaltete Filiale dann auch der wesentliche Begriff: Auf 320 Quadratmetern ist Platz für sieben Beratungszimmer.

Seit 12 Jahren betreibt die Volksbank die Filiale auf der Pollerbruchstraße. Der von außen schön anzusehende Altbau hielt während der Umbauarbeiten, die im November 2014 beendet wurden, wohl jede Menge unangenehmer Überraschungen für die Planer bereit. Umso größer ist auch bei Filialleiter Stephan Breitenbruch die Freude, dass jetzt alles passt.

Vielleicht sogar mehr als andere Banken – vergleichbar eigentlich nur noch mit den Sparkassen – engagierte und engagiert sich die Volksbank Rhein-Ruhr neben ihrem Kerngeschäft als gesellschaftslicher Akteur im gesamten Ruhrgebiet und im Duisburger Norden.

In den vergangenen Jahren musste das Bankhaus allerdings einige Filialen schließen, etwa in Neumühl, Vierlinden oder Laar. In den Stadtquartieren entstanden daraufhin SB-Center der Volksbank mit Geldautomaten und Auszugsdruckern.