Begleiter für die letzten Stunden

Hamborn..  „Oft habe ich das Gefühl, so wenig machen zu können und erlebe dann, dass die Freude über meinen Besuch so groß ist, dass ich mit viel Dankbarkeit beschenkt werde.“

Dies ist die Aussage einer der Ehrenamtlichen der Hospizbewegung Duisburg-Hamborn e.V., als sie zu ihrer Mitarbeit im ambulanten Hospiz befragt wurde. Ambulante Hospize sind Einrichtungen bei denen die Mitarbeiter schwerstkranke und sterbende Menschen zu Hause begleiten und für sie da sind, Zeit schenken für Gespräche, zum Zuhören, Vorlesen, Schweigen, Musikhören, Beten. Oder mit den Menschen gemeinsam tun, was immer das individuelle Bedürfnis der zu Begleitenden und ihrer Angehörigen ist.

Die Nachfrage nach solcher Begleitung zu Hause und teilweise auch im Altenheim wächst stetig, bedingt dadurch, das es in Deutschland immer mehr alte Menschen gibt. Gleichzeitig suchen viele Menschen eine erfüllende Aufgabe, bei der sie sich sinnvoll ehrenamtlich engagieren können. Diese Nachfrage nach Unterstützung und Suche nach Engagement ergänzen sich laut Andrea Braun-Falco, Geschäftsführerin und Kursleitung der Hospizbewegung Duisburg-Hamborn e.V. sehr gut, denn die Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen auf ihrem letzten Lebensweg ist solch eine erfüllende Aufgabe.

Vorbereitungskurs und Gespräche

Interessierte durchlaufen einen Vorbereitungskurs, werden mit rechtlichen, spirituellen, ethischen und medizinischen Fragestellungen konfrontiert. Und: auch nach dem Kurs werden die Begleiter weiter unterstützt durch Gespräche mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, durch regelmäßige Supervision und monatliche Fortbildungsangebote. Informationen zum nächsten Vorbereitungskurs, der voraussichtlich im Sommer beginnt, gibt es beim Informationsabend am 27. Mai, um 19 Uhr in der Taubenstraße 12 bzw. unter 0203 - 55 60 74.