Beecker Bürger feierten ihren Oberhof

Stockbrot am Lagerfeuer: Mit einem Fest feierten Beecker Bürger das 350jährige Bestehen des Oberhofs. Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Stockbrot am Lagerfeuer: Mit einem Fest feierten Beecker Bürger das 350jährige Bestehen des Oberhofs. Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
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Was wir bereits wissen
350-Jahr-Feier mit ganz viel Herz und Liebe zum Detail. Rund um das historische Wahrzeichen Beecks waren fröhliche Kinder und lachende Menschen unterwegs

Beeck..  Der Oberhof in Beeck feierte sein 350 Jähriges Jubiläum. Mehrere Angebote begeistern Groß und Klein. Während die Kinder sich draußen Tattoos auf die Hände malen lassen konnten oder auf einer großen aufgeblasenen Schlange des Spielmobils spielen konnten, hatten die Erwachsenen die Möglichkeit bei Kaffee und Kuchen Musikern der Duisburger Philharmoniker zuzuhören.

In und um den Oberhof konnte man außerdem Selbstgestrickes kaufen, oder sich bei dem windigen Wetter mit einer selbstgemachten Kartoffelsuppe aufwärmen. Die Feierlichkeiten werden durch den Chor der GGS Lange Kamp eröffnet.

„Morgens kann man im Oberhof sehr schön frühstücken gehen“ erzählt die Besucherin Inge Heck. „Ich bin hier aufgewachsen und kenne den Hof noch von früher. Schon in den 60er Jahren fanden hier schöne Weihnachtsmärkte statt. Es war halt immer ein Treffpunkt für die Leute aus Beeck.“

Zurzeit beherbergt das Haus nicht nur ein Frühstückscafé, sondern auch eine Vertretung der Allianz-Versicherung und ein Privatbüro. Außerdem trifft sich in den Räumlichkeiten eine Strickgruppe und sie werden als Tagungsräume oder für Bibelstunden genutzt.

„Beliebt ist auch, das Café für Feiern zu mieten. Das ist auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich“ so Hohmann. „Der Fokus liegt eher auf der älteren Generation, die sich hier morgens gerne treffen. Wir wollen aber allen eine gemütliche Atmosphäre bieten und haben auch immer wieder Ausstellungen im Haus, die in den Öffnungszeiten des Cafés kostenlos besichtigt werden können“ erklärt die Vorsitzende weiter.

Seit 1665 besteht der Oberhof so, wie man ihn heute kennt. Sechs Jahre vorher war er ausgebrannt und musste neu errichtet werden. Eigentlich ist das historische Wahrzeichen des Stadtteils Beeck viel älter als 350 Jahre. Erstmals erwähnt wurde der ehemalige Fürstensitz bereits um das Jahr 900.

Der Verein Netzwerk Oberhof unter der Leitung von Wilma Hohmann leitet seit November 2011 den Hof, dessen Aufbau von der Entwicklungsgesellschaft Duisburg unterstützt wurde. „Am Anfang war es ein langer Weg. Die ersten Gespräche für das Projekt fanden bereits 2005 statt. Immer wieder musste unser Konzept überarbeitet werden, aber wir sind stolz auf das, was hier in den Jahren entstanden ist“ erklärt Hohmann. „Wir sind nur ein kleiner Verein mit 30 Mitgliedern, aber wir sind alle mit ganz viel Herzblut dabei. Die Ehrenamtler, die uns immer wieder tatkräftig unterstützen leiten ganze Arbeit.“