Bauprojekt am Berg beginnt bald

Am 26. Februar 2014 wurde der alte Kirchturm von St. Mathias an der Stahlstraße in Meiderich-Berg gesprengt. Die Arbeiten am dort geplanten Wohnpark St. Matthias sollen noch im Jahr 2015 anlaufen.  Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Am 26. Februar 2014 wurde der alte Kirchturm von St. Mathias an der Stahlstraße in Meiderich-Berg gesprengt. Die Arbeiten am dort geplanten Wohnpark St. Matthias sollen noch im Jahr 2015 anlaufen. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Arbeiten für den Wohnpark St.Matthias in Untermeiderich an der Bergstraße sollen 2015 starten. Langes Genehmigungsverfahren

Meiderich..  Die Hängepartie um die Folgenutzung des Brachgeländes der abgerissenen St.Matthias-Kirche in Meiderich-Berg scheint beendet.

Auf der vierten öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung sagte ein Geschäftsführer der Interrex GmbH, noch in diesem Jahr würde dort mit dem Bau eines Wohnparks mit seniorengerechten Wohnungen begonnen.

Ende Februar 2015 wurde der Kirchturm der entweihten katholischen Kirche St. Matthias an der Untermeidericher Bergstraße unter großer Anteilnahme der Bevölkerung gesprengt.

Zuvor hatte das Unternehmen Interrex GmbH, ein Unternehmen im Besitz von Brauerei-Erbin Doris König, angekündigt, auf dem ehemaligen Kirchengrund zwischen Berg- und Stahlstraße ein hochmodernes Senioren-Wohnkonzept verwirklichen zu wollen.

Danach tat sich öffentlich lange Zeit nichts. Viele Anwohner klagten zwischenzeitlich über die Brache in ihrer Nachbarschaft, es kursierten Gerüchte, die Interrex habe sich von dem Großprojekt verabschiedet.

Georg de Witt, Geschäftsführer der Interrex GmbH, war nun bereits zum zweiten Mal Gast in der Bezirksvertretung Meiderich.

Am Donnerstagnachmittag erklärte er der lokalen Kommunalpolitik, dass der Bau des Wohnparks nun unmittelbar bevor stünde: „Der vorläufige Genehmigungsbescheid ist in dieser Woche bei uns eingegangen“, sagte de Witt, „wir glauben, dass die Arbeiten in der Jahresmitte oder spätestens im letzten Quartal des Jahres starten.“

Wie sehr die Baumaßnahme den Bürgern in Meiderich-Berg am Herzen liegt, machte auch Meiderichs SPD-Chef Bruno Sagurna klar. Der stellte mit seiner Nachfrage außerdem unter Beweis, dass er über unglaublich sensible Ohren verfügen muss: „Geht’s denn jetzt wirklich los, Herr de Witt?“ fragte Sagurna: „Sie nicken! Das wollte ich nur hören.“

Grund für die Verzögerung, die sein Unternehmen ausdrücklich bedauere, sei ein langwieriges Genehmigungsverfahren gewesen, mit dem so im Vorfeld niemand in der Interrex habe rechnen können.

Bezirksamtschef Ralph Cervik, drahtig und agil wie eh und je, wollte sich den Schwarzen Peter aber nicht ans modische Revers heften: „Es lag während des Genehmigungsverfahrens plötzlich ein neues Grundsatzurteil vor, dass sich theoretisch auf die hier beantragte Baumaßnahme auswirken konnte“, sagte Cervik, „dies hatten wir gewissenhaft zu prüfen.“ Mit so etwas habe vorher niemand rechnen können, sagte Cervik.

Georg de Witt betonte in der Folge, das Projekt werde in Meiderich-Berg genauso entstehen, wie vor anderthalb Jahren angekündigt: „Die Wohnungen werden barrierefrei, aber nicht uneingeschränkt Rollstuhlgeeignet.“ Die Vermietung der Wohnungen werde von der Interrex selbst übernommen. Als reinen Seniorenwohnpark sieht de Witt die Anlage nicht (mehr): „Die Wohnungen stehen auch Jüngeren offen.“