Baumaßnahmen in Duisburg-Walsum verschlingen 612.000 Euro

Die Fassade der Schuls
Die Fassade der Schuls
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Gesamtschule in Walsum muss brandschutzsaniert werden, die Grundschule Sternstraße benötigt eine neue Außenfassade für die Turnhalle.

Aldenrade..  Die Waschbetonfassade der Schulsporthalle an der Sternstraße ist so marode, dass sie alsbald saniert werden muss. Dasselbe gilt für die Außenwände des Hausmeisterwohngebäudes. Das zuständige Immobilienmanagement Duisburg (IMD) rechnet damit, dass die gesamten Baukosten bei 400 000 Euro liegen. Die Bezirksvertretung Walsum soll die Maßnahme am kommenden Donnerstag absegnen.

Die Betonplatten sind nicht mehr dicht, Feuchtigkeit dringt in die Wände ein. Da die Fassaden zur Hauptwetterseite hin liegen, werden sie durch Regen ständig durchfeuchtet. Der Waschbeton ist laut IMD inzwischen porös und bröckelt ab. „Der gesamte Zustand der Fassade stellt zum einen eine Unfallgefahr dar, zum anderen ist dieser nicht förderlich für den Gebäudeerhalt“, teilt das IMD mit. Auf Dauer sei mit erheblichen Folgeschäden zu rechnen. Die Maßnahme soll mit einer Fassadenisolierung verbunden werden, wodurch „langfristig gesehen auch Einsparungen von Energiekosten“ verbunden seien, so die IMD-Fachleute. Auch eine neue Blitzschutzanlage soll bei der Gelegenheit installiert werden.

Auch Straßen-Neubenennung

Die Sanierungskosten setzen sich so zusammen: 349 000 Euro für den Hochbau, 10 000 Euro für Elektroarbeiten, gut 1000 Euro für die Außenanlagen, knapp 39 000 Euro für Baunebenkosten.

Ferner plant das Immobilienmanagement in diesem Jahr drei Brandschutzmaßnahmen im Bezirk Walsum. Sie werden insgesamt 212 000 Euro verschlingen. Notwendig sind sie im Jugendzentrum Beckersloh und in der Gesamtschule. In der städtischen Freizeiteinrichtung müssen die brennbaren Wandverkleidungen entfernt werden (Kosten: 25 000 Euro).

Feuersichere Türen und Trennwände

In der Gesamtschule sind wesentlich umfangreichere Arbeiten zu erledigen. So muss die „Elektroakustische Anlage“, wie Fachleute eine Lautsprecheranlage nennen, saniert werden, zudem sind feuersichere Türen im naturwissenschaftlichen Trakt nötig. Brandschotts müssen eingebaut, Dehnungsfugen verschlossen, ein zweiter Rettungsweg (als Außentreppenturm) errichtet, feuersichere Trennwände eingezogen und Fenster zu Notausgängen umgebaut werden. Summa Summarum fallen dafür 187 000 Euro an Kosten an. Auch diese Maßnahmen sollen die Bezirkspolitiker absegnen.

Zudem befassen sie sich erneut mit einem bislang namenlosen Weg: Es handelt sich um eine Straße in Wehofen, die nach SPD-Wunsch Hans-Georg-Gusko-Weg heißen soll (wir berichteten).