Ausgezeichnete Bürger
29.05.2011 | 16:15 Uhr 2011-05-29T16:15:00+0200
Duisburg-Marxloh. Am Sonnabend stieg die Spannung in der Kreuzeskirche in Marxloh: Morgens stellten dort 15 Gruppen ihre kreativen Ideen beim Wettbewerb „Marxloh macht’s“ vor, den die Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU) ausgelobt hatte.
Am Sonnabend stieg die Spannung in der Kreuzeskirche in Marxloh: Morgens stellten dort 15 Gruppen ihre kreativen Ideen beim Wettbewerb „Marxloh macht’s“ vor, den die Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU) ausgelobt hatte. Abends wurden die besten Projekte ausgezeichnet und prämiert.
In diesem Sinne waren alle Stadteilakteure, aber auch Einzelpersonen ab 18 Jahren aufgerufen, sich mit einer originellen Projektidee oder einem Projekt zu beteiligen – zu den Themen „Bildung und Jugend“, „Lokale Ökonomie“ oder „Interkulturelles Zusammenleben“. Die Wettbewerber sollten dabei auch zeigen, wie ihr Projekt die Marxloher Bevölkerung zu einem bürgerschaftlichen Engagement aktivieren kann. Dotiert waren die Preise mit einer Fördersumme von jeweils 20 000 Euro. Und diese Projekte machten am Wochenende beim Wettbewerb „Marxloh macht`s“ das Rennen:
Mit ihrer geplanten Ausstellung „Das Grüne Band vom Orient zum Okzident“ will die Dersim-Gemeinde Rhein-Ruhr e.V. auf das anstehende 50jährige Jubiläum des Anwerberabkommens zwischen Deutschland und der Türkei in diesem Jahr aufmerksam machen. Dafür sollen Marxloher Bürger extra dafür eingerichtete Schaukästen gestalten.
Die Jury: „Das Projekt wurde ausgezeichnet, weil die pädagogische Wirksamkeit für das gemeinschaftliche Projekt gut herausgestellt wurde. Der Wandel zwischen Orient und Okzident wird heraus gestellt: Die geplante Aktion stärkt das Selbstwertgefühl der Menschen mit türkischer Zuwanderungsgeschichte.“
Das ebenfalls prämierte Projekt „Miteinander in Rosenpavillion“, konzipiert vom Verein „Rosen für Marxloh e.V.“, will das Miteinander der Menschen in Marxloh durch unterschiedliche Bausteine fördern, die kulturelle Vielfalt in Marxloh abbilden und einen Treffpunkt im öffentlichen Raum schaffen. So sollen in dem beliebten Rosenpavillon, 2010 von Marxloher Bürgern errichtet, Sitzgelegenheiten geschaffen und Tee ausgeschenkt werden. Die Jury: „Der ästhetisch und kreativ gestaltete öffentliche Lebensraum ermöglicht interkulturelle Begegnung und Austausch.“
Das 50jährige Jubiläum des deutsch-türkischen Anwerberabkommens ist auch Anlass zu der Aktion „Goldene Hochzeit – 50 Jahre Deutschtürken“, die sich der Medien-Bunker Marxloh ausgedacht hat. Die Initiatoren wollen bei ihrer Werbekampagne einen Slogan und ein Logo zu Marxloh schaffen, das nach außen ein Image, nach innen Identität stiftet.
Die Jury: „Als Aktion auf dem diesjährigen Stadtteilfest erreicht das Projekt viele Ortsansässige und Besucher des Stadtteils.“
Ausgezeichnet wurde der Medien-Bunker Marxloh auch für seine öffentlichkeitswirksame Idee der Marke „Made in Marxloh“ Ziel dieses Projektes ist es, eine Internetseite namens „Marxloh.biz“ zu entwickeln, die Informationen über Angebote, Veranstaltungen des Stadtteils bündelt.
Die Jury: „Der seit Jahren gewünschte ganzheitliche Internetauftritt für den Stadtteil wird durch die Kreativität und die künstlerische Akzente der Antragsteller entwickelt. Das Potenzial der bisherigen Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Stadtteil soll durch die Internetseite der Nachfrage Raum geben.“
12:33
Wir Deutschen müssen auch bereit sein, die Gepflogenheiten anderer Kulturen zu akzeptieren und anzunehmen.
Wir Deutsche sollten mal zum Zeichen der Integration ein Kopftuch tragen oder einen Tag des Kopftuches ausrufen.
„Goldene Hochzeit – 50 Jahre Deutschtürken
Vielleicht erleben wir dann die erste Goldene Hochzeit eines(r) Türken(in) mit einer(m) Deutschen in Duisburg. Das wird eine Feier werden. Aber nur mit gegenseitiger Abschottung klappt das natürlich nicht.
10:58
Grundsätzlich ist der gedanke von kakofonie richtig.Wir müssen aber weiter gehen und eine neue gesellschaftliche Grundlage aus dem Besten aller Kulturen, die in Marxloh leben finden.Inetgration heißt auch, dass etwas neues aus dem Verschmelzen verschiedener Kulturen entsteht
15:18
Der Wandel zwischen Orient und Okzident wird herausgestellt. Das Selbstwertgefühl der türkischen Mitbürger wird gestärkt. Dieser Wandel sollte noch viel deutlicher herausgestellt werden. Weitere Kulturvereine, Teestuben und Brautmodeläden können nur ein Anfang sein. Das Selbstwertgefühl kann sicherlich nicht nur bei groß angelegten Konferenzen an der Pollmannecke gepflegt werden. Die Rennstrecke an der B8 wird ja seit einiger Zeit für das Selbstwertgefühl unbrauchbar gemacht. Wir brauchen halt neue Ideen, die sich schnell umsetzen lassen.