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Jahresrückblick II

Aufreger und Feierstunden in Duisburg-Walsum

31.12.2012 | 10:00 Uhr
Aufreger und Feierstunden in Duisburg-Walsum
Der „weiße Riese“, Kraftwerkblock 10 in Walsum, ist immer noch nicht in Betrieb.Foto: Lars Fröhlich

Duisburg-Walsum. Was gab es im zu Ende gehenden Jahr an besonderen Ereignissen in Walsum? Die Höhepunkte lassen wir noch einmal Revue passieren.

Kraftwerk

Wie schon in den Vorjahren, war der neue Kraftwerkblock mehr als einmal Gesprächsthema. Was die Spatzen von den Dächern pfiffen, musste die Werksleitung letztlich einräumen: In der Neuanlage war ungeeigneter Stahl verbaut worden, der nun in einem mühevollen, teuren Kraftakt wieder ausgebaut und ersetzt werden musste. Im Frühjahr 2013 soll der Block nun langsam hochgefahren werden.

Hubbrücke

Für Aufregung sorgte die Sperrung der denkmalgeschützten Hubbrücke in der Nähe des Fähranlegers im Oktober. Weil die Konstruktion inzwischen sehr marode ist, durften kurzfristig nicht einmal mehr Fußgänger und Radler drüberfahren. Für sie ist das Bauwerk aber wieder nutzbar. Was letztlich aus der Hubbrücke wird, steht noch in den Sternen.

Rheinfähre

Um seine Existenz fürchtet der Betreiber der Rheinfähre immer noch. Nicht nur, weil er verpflichtet werden soll, die Straße auf Orsoyer Seite in Ordnung zu bringen. Sondern auch, weil viele Kunden über die Hubbrücke fahren wollen, um keine unnötigen Umwege machen zu müssen. Denn: Wenn sie eh schon Umwege fahren müssen, um weiter zu kommen, können sie auch gleich den großen über die nächste Brücke nehmen. Bis zum Jahresende fehlten im Vergleich zum Vorjahr mehr als 500 Kunden.

Allwetterbad

Ein Schreck fuhr den Bürgern in die Glieder, als sie im Juni erfuhren, dass Duisburg-Sport das beliebte Allwetterbad zu einem reinen Hallenbad machen wollte, um Kosten zu sparen. Nach dem Motto: Dann fallen weniger Strom- und Reparaturkosten für die beweglichen Glaswände an. Aber: Duisburg-Sport hatte die Rechnung ohne die Politik gemacht. Die rechnete vor, dass die angepeilten 50 000 Euro gar nicht einzusparen sind. Danach wurde die Idee begraben.

Gedenkstätte

Nach rund zweijährigem Hickhack wurde im Mai endlich die Gedenkstätte für Naziopfer auf dem Rathausvorplatz in Aldenrade eingeweiht. Es gab eine große, sehr harmonische Feier – allerdings ohne offizielle Vertreter der CDU. Denn die war dagegen, das Mahnmal – eine Stahlskulptur von Gisbert Zimmermann – aufzustellen.

Sekundarschule

Langanhaltenden Protest löste der Plan von Rot-Rot-Grün aus, die Fahrner Realschule 2015 zur Sekundarschule zu machen. Das letzte Wort hat der Rat der Stadt Duisburg, der voraussichtlich im März 2013 die Weichen stellen soll.

Vierlindenhof

Schockiert waren vor allem ältere Walsumer, als sie im Mai erfuhren, dass der denkmalgeschützte Vierlindenhof an der Friedrich-Ebert-Straße in Vierlinden abgebrannt war. Der Hof stammt von 1400, das bis auf die Grundmauern zerstörte Gebäude war das Wohnhaus, das 1819 hochgezogen wurde. Was aus dem Gebäude und dem Grundstück wird, ist offen. Der Hof ist in Privatbesitz.

Förderturm

Womit sich der Bergbau schwer tat, am Ende aber doch zustimmte: Dass zumindest eines der beiden Fördergerüste des geschlossenen Pütts zwischen Aldenrade und Alt-Walsum komplett als Denkmal erhalten bleibt. Das andere wurde im Laufe des Jahres gekappt, um Pumpen aufnehmen zu können, die für die künftige Wasserführung nötig sind.

Kometenplatz

Der Kometenplatz wurde gleich zu Jahresbeginn nach massiver Kritik von Anwohnern über ruhestörende Autofahrer in den Abendstunden abgepollert. Seitdem herrscht weitestgehend Ruhe.

Bahnhof

Gleich drei große Jubiläen gab es: Seit 100 Jahren besteht der alte Bahnhof, der seit einigen Jahren im Besitz des Ehepaars Piva ist, das ihn liebevoll umbaut. Silberjubiläum feierte die Gesamtschule im März. Und sage und schreibe 175 Jahre besteht der Bürgerschützenverein Aldenrade-Fahrn, der das Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen das ganze Jahr über feierte.

Gregor Herberhold



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