Auf den Spuren des Hamborner Musikdirektor Karl Koethke

Im Jahre 1912 hatte Generalmusikdirektor Karl Koethke (Mitte) das Hamborner Konservatorium für Musik gegründet.
Im Jahre 1912 hatte Generalmusikdirektor Karl Koethke (Mitte) das Hamborner Konservatorium für Musik gegründet.
Foto: Hamborner Verlag/Bettina Wölfel
Was wir bereits wissen
Der Hamborner Heimatverein lädt zu einem Rundgang ein. Die Tour startet am 30. Juni an der Friedenskirche in Hamborn, Duisburger Straße 174.

Hamborn..  Auf den Spuren des Hamborner Generalmusikdirektors Karl Koethke wandelt der Heimatverein Hamborn am Dienstag, 30. Juni. Um 15 Uhr startet einen Stadtrundgang in Hamborn. Treffpunkt ist die Evangelische Friedenskirche an der Duisburger Straße 174. Die Führung unter Leitung von Jörg Weißmann, Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn, dauert anderthalb Stunden, die Teilnahme ist kostenlos.

Karl Koethke wurde in der Hansestadt Lübeck in großbürgerlichen Verhältnissen 1883 geboren. Nach Abschluss seines Musikstudiums trat er seine erste Stelle 1908 in der damals selbstständigen Stadt Hamborn am Rhein an. Mit der Stadtwerdung Hamborns am 1. April 1911 erhielt Koethke den Titel „Städtischer Musikdirektor“. Im Jahr 1928 durfte er den Titel „Generalmusikdirektor“ führen. Chöre, Musikunterricht und Konzerte in Hamborn am Rhein bestimmten sein Leben. Dies bestätigt der Hamborner Heimatforscher und Verleger Hans-Joachim Meyer beim Redaktionsbesuch: „Neben den zahlreichen Theatervorführungen stand auch ein intensives Musikangebot für die Bürger der Industriestadt Hamborn auf dem Spielplan“, sagt Meyer, „Karl Koethke hat das Musikleben in Hamborn nachhaltig beeinflusst.“

Am stadteigenen Theater Hamborns an der Ecke Tauben-, und Duisburger Straße wirkte er mit seinem Orchester. Bis zu seinem Tod blieb Koethke zeitlebens in Hamborn wohnen.

Wie Koethke persönlich die Jahre nach der Eingemeindung Hamborns zu Duisburg in 1929 beurteilte, bleibt offen. Klar sei aber, wie Hans-Joachim Meyer der Redaktion gegenüber sagt, dass „mit der Eingemeindung das aufstrebende Hamborner Kulturleben ein Opfer dieser umstrittenen Fusion wurde.“

Diese Zeiten macht der Heimatverein erlebbar: Vom ehemaligen Stadttheater geht der Rundgang in Richtung Gartenstraße. Von der Gartenstraße aus geht es zurück zur zum Eingang des Nordfriedhofes an der Taubenstraße. Am Grab von Karl Koethke endet der Rundgang. Die Teilnehmer bekommen viele Ansichten und Familienfotos von Karl Koethke zu sehen.