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Zinkhüttenplatz

Angst vor schmutzigen Tricks

07.11.2012 | 17:30 Uhr
Angst vor schmutzigen Tricks
Heinz Mattick (84) ist seit 30 Jahren Anwohner. Foto: Hayrettin Özcan / WAZ FotoPool

Duisburg-Marxloh.   Pressekonferenz der Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz: Frust über scheinbar aufgelöste Verträge, unsichtbare Politiker und – anonyme Drohbriefe

„Ich habe im vergangenen Jahr viel über Demokratie gelernt“, sagt Heinz Mattick bitter. 84 Jahre alt ist der Mann, der auch nach über 30 Jahren Leben am Zinkhüttenplatz seinen kernigen berlinerisch-brandenburgischen Akzent nicht verbergen kann.

Er habe als junger Mann immer gelernt, Demokratie sei etwas, das von unten nach oben funktioniere: „Hier bei uns funktioniert das anders herum, da wird von oben nach unten Druck ausgeübt.“

Nach einem Jahr der Ängste und des Kampfes um den Erhalt der Nachbarschaft am Zinkhüttenplatz, sagt der energische Mann, sehe sein privates Fazit bitter aus: „Viele Nachbarn, die mittlerweile weggezogen sind, sind dort, wo sie jetzt leben, tief unglücklich.“ Die Menschen, oft alte Witwen, hätten ihren Lebensmittelpunkt, hätten Freunde und direkte Bezugspersonen verloren: „Das macht die Leute krank.“

Kein Politiker, gleich welcher Partei er angehöre, lasse sich am Zinkhüttenplatz blicken um mit den Menschen zu reden.

„Ich bin in Kontakt mit verschiedenen Politikern“, sagt Michael Lefknecht, in Marxloh niedergelassener Arzt, der über seine Arbeit bei der Bürgerinitiative gegen Umweltgifte zur Initiative Zinkhüttenplatz kam, „und die schämen sich dafür, was hier geschieht.“ Offen sage dies aber niemand.

Nach einer Nacht zum drüberschlafen wich die Jubelpose der führenden Vertreter der Bürgerinitiative Zinkhüttenplatz wieder einer gespannten Entschlossenheit. Viele, die an diesem Mittwoch in den Ratskeller gekommen sind, glauben mittlerweile, dass der Rücktritt der Immeo vom Grundstücks-Kaufvertrag (wir berichteten) nur ein Bluff sei. Außerdem, sagt Initiativen-Sprecher Helmut Mattern, habe ohnehin noch niemand vom Zinkhüttenplatz den Vertrag zwischen Immeo und dem Investor Sevenheck gesehen. Da liege wieder der Verdacht nahe, dass sich das Geschäft in einer rechtlichen Grauzone abspiele: „Da werden wir wieder den Anwalt des Mieterschutzbundes einschalten.“

Keine Anwälte, wohl aber die Polizei, haben Mitglieder der Mieterinitiative Zinkhüttenplatz nach eigenem Bekunden vor geraumer Zeit eingeschaltet. Laut einer Initiativen-Sprecherin gehe es um Droh-Emails, Drohanrufe, Drohbriefe – zuletzt sogar um Morddrohungen, wie die Sprecherin sagt. Als Beleg dafür verteilt sie die Kopie eines Drohbriefes, der so bei einem Zinkhüttenplatz-Mieter eingeworfen worden sei.

Auf frischer Tat habe man bislang noch niemanden ertappt, sagte Initiativen-Sprecher Horst Niewrzol dieser Tage in der Redaktion: „Viele Mieter trauen sich nach Sonnenuntergang nicht mehr aus dem Haus.“

Christian Balke

Kommentare
08.11.2012
11:00
Angst vor schmutzigen Tricks braucht man nicht mehr haben....
von happyde | #10

Da der Investor Zahlungsunfähig ist, erfolgte auch keine Grundbucheintragung. Daher ist der Dail also geplatzt, und IMEO weiterhin der Eigentümer.....
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1 Antwort
Angst vor schmutzigen Tricks
von 47169marxloh | #10-1

Nur ein Tip: Vorsichtig sein mit solchen Anmerkungen, wie die 1. 5 Worte,- auch im Internet,- es sei denn, man hat den Beweis. Das könnte böse enden, wenn das nicht stimmt und der Investor plötzlich mit einer ziemlichen Geldforderung über einen Anwalt bei einem vor der Tür steht.- Sie damals Breuer von der Deutschen Bank, dem das auch über Leo Krich raus gerutscht ist.- Hat die Bank damals Millionen gekostet.

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2012-11-07 17:30
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