An der Walsumer Josef-Kirche entsteht ein Gemeindezentrum

So sieht das künftige Gemeindezentrum aus.
So sieht das künftige Gemeindezentrum aus.
Foto: Eberl & Lohmeyer Architekten
Was wir bereits wissen
Die katholische Gemeinde St. Josef in Aldenrade feiert den 100. Geburtstag. Bischof Felix Genn hat ein besonderes Geschenk: Ein neues Haus.

Aldenrade..  Das Bistum Münster macht der katholischen Gemeinde St. Josef in Aldenrade ein schönes Geburtstagsgeschenk. Zum 100-Jährigen spendiert der Bischof ein neues Gemeindezentrum neben der Kirche. Am kommenden Sonntag, dem letzten Tag der Jubiläumsfeierlichkeiten (wir berichteten) wird Bischof Felix Genn den ersten Spatenstich an der Kolpingstraße vornehmen.

„Wir haben lange nach einer Möglichkeit gesucht, wie man in dieser Gegend einen ansprechenden, kirchlichen Versammlungsraum schaffen kann“, so Pfarrer Herbert Werth von der Großpfarrei St. Dionysius, zu der auch St. Josef gehört. „Gott sei Dank ist es uns gelungen, das Bistum von dieser Lösung zu überzeugen“, sagt er.

Der Neubau wird nicht nur den Mitgliedern von St. Josef, sondern auch denen von St. Ludgerus/Aldenrade und St. Juliana/Wehofen zur Verfügung stehen. Sie alle haben schon lange keine geeigneten Räumlichkeiten mehr für Tagungen, Feiern und so weiter.

Der Neubau entsteht links neben der Kirche, dort, wo sich derzeit noch das Schwesternwohnheim und Garagen befinden. Die Altbauten werden abgerissen, anschließend baut die Gemeinde einen „Bungalow“ mit knapp 500 Quadratmetern Grundfläche.

189 Quadratmeter großer Saal

Neben einem Gruppenraum (27 Quadratmeter), dem Pfarrsekretariat und anderen Verwaltungsräumen ist auch ein 189 Quadratmeter großer Saal eingeplant, der in zwei Räume getrennt werden kann. Die Baukosten belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro. Das gesamte Bauwerk wird barrierefrei ausgestattet. Geheizt wird das Gemeindehaus per Wärmepumpe. Das sei eine energiesparende Lösung.

Das neue Haus soll sowohl den Älteren als auch der Jugend zur Verfügung stehen. Der Abriss des Schwesternheims beginnt in diesem Monat, direkt anschließend startet die Baumaßnahme. Im Sommer 2016 soll das Haus in Betrieb gehen. Auch danach gehen die Bauarbeiten bei St. Josef weiter. „Wenn das neue Pfarrbüro steht, reißen wir das alte Pfarrhaus rechts neben der Kirche ab“, sagt Herbert Werth. Auf der freiwerdenden Fläche soll anschließend ein Neubau entstehen, in dem betreutes Wohnen möglich ist. Derzeit, so Werth, liefen bereits die Verhandlungen mit der Heimstatt St. Barbara.

Die neue Wohnanlage und das Gemeindezentrum sollen mit der Kirche eine Einheit bilden. „Es wird keine Zäune geben, sondern nur gemeinsam zu nutzende Flächen“, wünscht sich der Pfarrer.