Alte Handys können Leben retten
01.06.2008 | 16:45 Uhr 2008-06-01T16:45:00+0200Auch ohne Karte lässt sich damit ein Notruf absetzen. Meidericher Schüler verteilten mehr als 100 Geräte an Senioren im Stadtteil
Am Samstag erreichte die Aktion "Ich schenke dir ein Handy - und du rufst mich an!" des Arbeitskreises Schule und Stadtteil (AKSUS) ihren vorläufigen Höhepunkt. Auf der Von-der-Mark-Straße in Meiderich verteilten insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klasse der Gesamtschule Meiderich kostenlos Handys an Senioren.
"Seit Herbst vergangenen Jahres haben wir die Menschen immer wieder dazu aufgerufen, ihre alten Handys in Sammelstellen in ganz Meiderich abzugeben. Im Laufe der Monate sind weit über 100 zusammen gekommen", erklärt Dieter Lesemann, Lehrer an der Gesamtschule Meiderich, die mit Handys gefüllten zahlreichen Kisten.
Mit der Verteilung kostenloser Handys sollen auch ältere Menschen die Möglichkeit bekommen, in einer Gefahrensituation über das Handy den Polizeinotruf zu erreichen, um so in einer Notsituation richtig helfen zu können.
Neben der Handyverteilung hatten die Senioren an diesem Samstag auch die Möglichkeit mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, sich von den Schülerinnen und Schülern den richtigen Umgang mit dem Mobiltelefon erklären zu lassen und sogar das ein oder andere Vorurteil gegenüber der jüngeren Generation abzubauen.
Die Aktion wurde von der Polizei und vom Ordnungsamt unterstützt. Für polizeiliche Beratung sorgte der Polizeibeamte Erich Weis. Er erteilte umfassende Informationen, erklärte wie man sich in einer Notsituation richtig zu verhalten habe und in welcher Situation es nötig sei, die Notrufnummer 110 zu wählen. Grund für die Handyaktion war der sinnlose Tod einer 16-jährigen Schülerin im März des vergangenen Jahres. "Mit dem Projekt sollen die Menschen für das Thema Gewalt sensibilisiert werden und ihre Hilfsbereitschaft soll geweckt werden. Wir planen das Projekt in naher Zukunft auszubauen.", so Lesemann.
09:14
Es muss heißen Du rufst für mich an, (da war die Enertaste wieder schneller gedrückt ) ;-)
09:13
Also, das Motto lautete nicht Du rufst mich an Sndern Duufst für mich an ... wenn ich in Gefahr bin.