Aksus kümmert sich um Asylbewerber in Duisburg-Meiderich

Karg und ohne Privatsphäre: die Asyl-Notunterkunft an der Dislichstraße Ende Dezember 2014.
Karg und ohne Privatsphäre: die Asyl-Notunterkunft an der Dislichstraße Ende Dezember 2014.
Foto: Lars Heidrich/Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Willkommenskultur: In der Bezirksvertretung Meiderich stellte Dieter Lesemann die Betreuungsarbeit für Asylbewerber in der Dislichstraße vor.

Duisburg.. Dieter Lesemann, Vorsitzender des Arbeitskreises Stadtteil und Schule in Meiderich (Aksus e.V.), kümmert sich seit Monaten gemeinsam mit Vereinskameraden um die Asylbewerber in der Sporthalle Dislichstraße.

Zu Beginn der Sitzung der Bezirksvertretung am Donnerstagnachmittag gab Lesemann der Kommunalpolitik einen Überblick über die Maßnahmen, die der Aksus mit den Bewohnern der Turnhalle bislang in Sachen Willkommenskultur durchgeführt hat.

Asylbewerber in der ehemaligen Grundschule Dislichstraße untergebracht

In Meiderich sind seit Ende November 2014 Asylbewerber in der Sporthalle der ehemaligen Grundschule Dislichstraße untergebracht. „Nachdem wir erfahren hatten, dass dort Menschen hin kommen“, sagte Lesemann, „haben wir die Betreuung und Begleitung der Flüchtlinge sofort ganz oben auf unsere Tagesordnung gesetzt.“

Den Vorsatz, Hilfs- und Freizeitangebote für die Asylbewerber zu ermöglichen, legte der Aksus dann auch recht zügig in einer Vereinbarung mit der Bezirksverwaltung fest. Mittlerweile gibt es ein eingespieltes Team, das sich um Unterstützung der Menschen in den verschiedensten Lebensbereichen bemüht.

Viele Organisationen packen mit an

Christa Scholten-Herbst von der Gemeinde St. Michael kümmerte und kümmerst sich um Kleidung, Alexandra Merten von der Caritas besorgt Hilfe, wenn es um Materialien für das Lernen oder Spielen geht. Uwe Neukirch vom ESV Grün-Weiß Meiderich ist Freizeitbeauftragter, Lokaljournalistin und Verlegerin Heike Wiehe kümmert sich um das Thema „Nachbarschaft“. Lesemann selbst, schließlich, kümmert sich um die Bereiche Bildung und Teilhabe und vertritt das Team nach außen.

„Unterstützt wurden und werden wir freilich noch von vielen anderen Akteuren im Stadtteil“, sagte Lesemann, „wofür ich mich auch bedanken möchte.“

Erstes Nachbarschaftsfest bereits vor Weihnachten

Bereits vor Weihnachten organisierten Lesemann und Co. ein erstes Nachbarschaftsfest, es gab ein gemeinsames Kaffeetrinken in der Gemeinde Herz-Jesu. Spendenaufrufe wurden getätigt, die Eingänge kontrolliert und an die Flüchtlinge weiter geleitet. Das Helferteam machte und macht der Flüchtlingen und ihren Kindern sportliche Angebote und betreute die Familien bei der Suche von Schul- und Kitaplätzen, die von der Verwaltung unterstützt wurde.

Ellenlang war die Liste der Aktionen, die Lesemann den Lokalpolitikern vortrug. Ein Ende ist nicht in Sicht: „So lange die Halle Dislichstraße als Asylbewerberheim genutzt wird, so lange machen wir weiter“, sagte Lesemann. Großes Lob war der Lohn.