Abfall-Streife muss sich bei Duisburger "Teddy-Retterin" entschuldigen

Renate Gerstmann vom Bürgerforum (li.) am Geschäft von „Blumen-Marie“ (re.). Dass sie dieses Kuscheltier aufhob und gut sichtbar auf einen Verteilerkasten setzte, kostete sie 20 Euro Strafe.
Renate Gerstmann vom Bürgerforum (li.) am Geschäft von „Blumen-Marie“ (re.). Dass sie dieses Kuscheltier aufhob und gut sichtbar auf einen Verteilerkasten setzte, kostete sie 20 Euro Strafe.
Foto: Christian Balke
Das Duisburger Ordnungsamt entschuldigt sich bei der „Blumen-Marie“ aus Marxloh, die wegen der Rettung eines Teddybären 20 Euro Strafe zahlen sollte. Noch am Donnerstag sollten die drei Mitarbeiter sich bei der Frau entschuldigen. Die Stadt will die Leute der Abfallaufsicht auch weiter schulen.

Duisburg,. Das Duisburger Ordnungsamt entschuldigt sich für die Bestrafung der „Bärenrettung von Marxloh“. Die drei betroffenen Mitarbeiter sollten noch am Donnerstag die „Blumen-Marie“ in Marxloh aufsuchen und sich für „falsches und überzogenes Vorgehen“ entschuldigen, erklärte ein Stadtsprecher. Die 20 Euro würden vor Ort erstattet.

Stadt Duisburg will Mitarbeiter sensibilisieren

Der eigentliche Vorfall liegt indes schon einige Tage zurück. Am 8. Januar hatte eine Dreier-Streife des Duisburger Ordnungsamtes der Frau eine Strafe von 20 Euro aufgebrummt, weil sie einen Teddybären aufgehoben und auf einen Verteilerkasten gesetzt hatte, damit er leichter gefunden wird. Dadurch habe die Frau die Straße verschmutzt.

Die Stadtverwaltung nimmt den aktuellen Fall auch zum Anlass, mit allen Mitarbeitern der Abfallaufsicht die Themen „Angemessenheit und Ermessensspielraum“ bei der Ahndung von Ordnungswidrigkeiten zu besprechen.

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