101 Jahre lang ein großes Herz für Mitmenschen

Walsum..  Geboren wurde Elise Tepaß in einem der bewegtesten und schicksalhaftesten Jahre des vergangenen Jahrhunderts, im Jahre 1914. Jenes Jahr, als die Großmacht-Politik der europäischen Mächte im ersten Weltenbrand, im Desaster des Ersten Weltkriegs münden sollte, wurde die Frau geboren, die nun ihren 101 Geburtstag feierte.

Ein bewegtes Leben ist es, das Elise Tepaß im vergangenen Jahrhundert geführt hat. Die Blumenliebhaberin wuchs in Orsoy auf, zog dann, nach ihrer Hochzeit nach Walsum. Dort arbeitete sie lange, lange Jahre im Metzgereibetrieb ihres Ehemannes am Franz-Lenze-Platz. Deswegen kennen viele Walsumerinnen und Walsumer die Jubilarin, die auch für die Kunden immer ein nettes Wort fand. Im Elisabeth Groß Haus wohnt die kontaktfreudige Dame seit dem 21. März 2013. Hier besucht die praktizierende Katholikin regelmäßig die Messe. Die Jubilarin ist, wie sie von sich selbst sagt, ein sehr religiöser Mensch. Wenn sie nicht selbst in der Messe ist, schaut sie sich leidenschaftlich gern die Übertragungen des Gottesdienstes im Fernsehen. Glaube und Geselligkeit sind für Elise Tepaß keine Widersprüche: Sie war schon immer ein geselliger Mensch, der sich inmitten von Bekannten am besten aufgehoben fühlte.

Darüber, dass sie nach dem zweiten Weltkrieg mit ihrer Schwester und ihrer Mutter aus Pommern, der Heimat ihres Stiefvaters, flüchten musste, redet der lebensfrohe Familienmensch nicht gerne. Dafür aber umso lieber über den Zusammenhalt, der nach dem Krieg herrschte.

Ihre Tochter bezeichnet sie als starke Frau, die nicht nur 100, sondern stets 600 Prozent gibt.

Sie sagt weiterhin, dass ihre Mutter damals großes Gespür auch für ihre Mitmenschen bewiesen hat und unaufhörlich half, wo es ging. Elise Tepaß ist eine Frau, die nicht aufgibt und selbst beim „Ziegelsteine kloppen“ tüchtig war. Ihr Wunsch für die Zukunft: Geistig gesund bleiben.