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Schulabbrecher

Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg

26.03.2013 | 00:21 Uhr
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg

Duisburg.  7,5 Prozent der Schüler in Duisburg verlassen die Schule ohne einen Abschluss. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen. Duisburg liegt in der Statistik weiter an der Spitze in NRW. Mit knapp 13 Prozent würden ausländische Schüler mehr als doppelt so häufig die Schule ohne Abschluss verlassen wie ihre deutschen Mitschüler.

Jugendliche ohne Schulabschluss bleiben in Duisburg ein zentrales Thema. Mit einer Quote von 7,5 Prozent liegt Duisburg nach wie vor an der Spitze unter den NRW -Städten. Das zeigt eine gestern veröffentlichte Auswertung des Statistischen Landesamtes.

Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen: Jeder elfte Abgänger bleibt nach seiner Schullaufbahn an einer allgemeinbildenden Schule ohne Hauptschulabschluss. Das waren am Ende des vergangenen Schuljahres 251 Schüler und erstmals wieder mehr als im Vorjahresvergleich. Bei den Mädchen geht jede siebzehnte Schülerin (159) ohne Abschluss ab, die Zahl hat etwas abgenommen.

Das Thema ist keineswegs neu. Zuletzt hatte sich Sören Link das Thema im OB-Wahlkampf dick auf die Fahnen geschrieben: Kein Schüler ohne Abschluss, lautete eine seiner Zielvorgaben. Der Weg dahin blieb schwammig formuliert. Und die Statistik zeigt, wie weit und steinig er wohl ist.

Ein Patentrezept gebe es jedenfalls nicht, sagt Reinhard Wolf, stellvertretender Leiter des neu formierten „Amtes für schulische Bildung“: „Hinter jedem Schüler, der keinen Abschluss macht, steht ein Einzelschicksal. Die Gründe sind sehr unterschiedlich und lassen sich nicht zusammenfassen. Kurz und hart gesagt: Das Scheitern ist individuell.“

In der Regel zeichne sich frühzeitig ab, wenn ein Schüler womöglich seinen Abschluss nicht schafft. Die Schule könne reagieren, es gebe zahlreiche Projekte und Fördermöglichkeiten, gerade an Hauptschulen: „Letztendlich hängt der Erfolg aber von der Frage ab, wie stark es gelingt, dem Schüler die Hilfe so nahe zu bringen, dass er sie nutzt“, sagt Wolf.

Ausländische Schüler doppelt so häufig ohne Abschluss

Auch der aktuelle Sozialbericht der Stadt greift das Thema auf: Mit knapp 13 Prozent würden ausländische Schüler mehr als doppelt so häufig die Schule ohne Abschluss verlassen wie ihre deutschen Mitschüler, heißt es. Die Bildungschancen seien „eng mit der sozialen Herkunft verknüpft“, es gelte daher der „sozialen Vererbung von Bildung“ entgegenzuwirken.

Der Sozialbericht gibt Handlungsempfehlungen, wie das gelingen kann: mehr Förderung, überdurchschnittliche Sachmittel- und Raumausstattung, mehrsprachiges Begleitpersonal im Ganztag, mehr sozialpädagogische Fachkräfte und geringe Klassengrößen. Der Stadtrat hat zwar vor einer Woche einstimmig beschlossen, diese Empfehlungen umzusetzen. Allerdings kostet das jede Menge Geld, wie es auch der Bericht selbst mit Blick auf das Land formuliert: Eine weitergehende Förderung erfordere „auch entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen für die Finanzierung“.

Ingo Blazejewski



Kommentare
26.03.2013
20:42
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Name von Moderation entfernt | #31

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26.03.2013
20:21
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg
von Shy_Eye | #30

Schlechte Integrationspolitik! Die meisten Migranten kommen nur noch weil es hier in erster Linie Sozialleistungen gibt. Ich verstehe diese Grüne-Politik nicht. Dauernd reden sie alles klein. WIR HABEN HIER EIN PROBLEM verdammt nochmal. Wieso WILL DAS EINFACH in den Kopf der Grünen-Politik? Probleme werden von Grund auf heruntergespielt. Anstatt man versucht einen nachhaltiges Konzept zu erarbeiten, welches die Integration dieser Leute fördert... nein... die Grüne-Politik zieht es vor alles herunterzuspielen! SO kommen wir nicht weiter!

1 Antwort
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg
von res.severa.verum.gaudium | #30-1

Sie haben völlig Recht. Aber ich denke schon das die Probleme irgendwann nicht mehr kleingeredet werden können und das passiert, sobald das Geld für diese Sozialromantik ausgeht. Und in diese Phase sind wir vor kurzem eingetreten.
Da klagt plötzlich ein Sören Link über die finanzielle Belastung der Zuwanderung und ein Guntram Schneider fordert keine Tabus bei der Erörterung der Problematik. Das ich das noch erleben darf.
Wenn die Städte wirklich pleite sind, werden wir ja sehen wie gut Teile unserer ausländischen Mitbürger integriert sind. Bedauerlich ist nur, dass auch die Leute dann leiden werden, die das ganze System bisher finanziert haben und Gesellschaft gestalten wollten.

26.03.2013
19:41
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg
von GregoryHouse | #29

Sitzenbleiben abschaffen und jeder bekommt mindestens ein Jodel-Diplom. Problem gelöst! ALG2 gibts für alle, warum also was lernen?

26.03.2013
18:57
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg
von derdanisahne | #28

Ich bin selbst Lehrer an einer Hauptschule. Ich bekomme hautnah mit, wieviele Migranten auch nach 10,20,30 Jahren einen Wortschatz von 5-10 Wörtern haben. An Elternsprechtagen wird dann von Lehrern erwartet, dass sie Englisch, Französisch (Afrikaner) etc. sprechen.....

Ich behaupte, mindestens 60% WOLLEN SICH NICHT INTEGRIEREN lassen. Ich könnte mir nicht vorstellen z.B. in Italien zu leben und nach 10,20,30 Jahren die Sprache immer noch nicht zu beherrschen. Das geht nur, wenn man dort genügend deutsche hat, die auch keinen Bock auf Italienier haben, und gemeinsam eine PARALLELGESELLSCHAFT bilden.

2 Antworten
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg
von GregoryHouse | #28-1

Wie halten Sie das aus? Respekt!

Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg
von Shy_Eye | #28-2

Wen wundert es? Die Meisten Migranten kommen NICHT um sich hier weiterbilden zu lassen. Der erste Anreiz sind die Sozialleistungen!

26.03.2013
18:47
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg
von leuwerick | #27

So erfolgreich is also der Strukturwandel is Duisburg. Das erklärt auch die aktuellen Probleme der Stadt. Was heisst "aktuell"? Eigentlich hat sich die letzten 40 Jahre nichts geändert.

26.03.2013
18:37
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg
von mondgestein | #26

Kein Gesetz sagt, dass für ein Hartz4 Lebensmodell ein Schulabschluss nötig ist!!

26.03.2013
18:25
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg
von res.severa.verum.gaudium | #25

"Auch der aktuelle Sozialbericht der Stadt greift das Thema auf: Mit knapp 13 Prozent würden ausländische Schüler mehr als doppelt so häufig die Schule ohne Abschluss verlassen wie ihre deutschen Mitschüler, heißt es. Die Bildungschancen seien „eng mit der sozialen Herkunft verknüpft“, es gelte daher der „sozialen Vererbung von Bildung“ entgegenzuwirken."

Was ist denn das nun wieder für ein ausgemachter Blödsinn? So weit ich weiss wird kein Schüler mit Migrationshintergrund davon abgehalten, die Schule zu besuchen, für die er sich geeingnet hält. Die Bildungschancen sind also GLEICH.
Das Problem liegt einfach darin, das offensichtlich viele Eltern ihren Kindern den Wert von Bildung nicht vermittlen. Von der Stütze lebt sichs schließlich auch und nebenher geht auch oft was. Ob das jetzt koscher ist oder nicht lasse ich mal dahingestellt.

Aber ich frage mich wo denn die Schreihälse sind,die meinten, die bezahlten mal unsere Rente? Sieht für mich nämlich mehr nach nem Minusgeschäft aus.

26.03.2013
18:02
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg
von chelsea | #24

Ich habe den Eindruck, dass Menschen aus dem islamischen Kulturkreis im Allgemeinen nicht so viel Wert auf die Bildung ihrer Kinder legen.
…..So besitzen rund 75 Prozent der Türken höchstens einen Hauptschulabschluss. Eine große Zahl besuchte maximal fünf Jahre lang die Schule, schreibt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Gut die Hälfte der türkischen Jugendlichen geht ohne Anschluss von der Schule, über 40 Prozent erlernen keinen Beruf…..
http://www.welt.de/politik/deutschland/article9608795/Wie-die-Tuerken-das-Deutsche-wieder-verlernten.html

1 Antwort
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg
von a_ha | #24-1

Die Religion ist ein Bildungshemmnis.

26.03.2013
18:00
Ein anderer Weg
von Neutraler-100 | #23

Die Schweiz geht einen anderen Weg. Wer sich nicht integrieren will, geht.
Am 24.03.2013 schrieb der Tages Anzeiger unter:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wer-den-Sprachkurs-verweigert-wird-ausgeschafft-/story/21705927

Wer den Sprachkurs verweigert, wird ausgeschafft

26.03.2013
17:55
Nirgendwo in NRW so viele Schulabbrecher wie in Duisburg,wo Link versprach,"kein Schüler ohne Abschluß"
von albertus28 | #22

"Kein Schüler ohne Abschluß" paßt ja genau zum SPD Hannelore-Sprech"Wir lassen kein Kind zurück"
Und das rote Ruhrgebiets-Wahlvolk hört es,glaubt es ,ist entzückt,wählt die Geschichtenerzähler und diese gehen wie gewohnt zur Tagesordnung über....bis zum nächsten Wahlkampf und dann.... siehe oben.

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