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Duisburg

Niemand soll erfrieren

06.01.2009 | 17:33 Uhr
Niemand soll erfrieren

Ein beheiztes Zelt, warme Suppe, heißer Kaffee und ein paar Feldbetten – vor dem Hauptbahnhof errichtete der Duisburger Verein „Bürger für Bürger” schon am Montag Abend ein Notlager für Obdachlose.

„Es ist einfach so bitter kalt geworden, da mussten wir handeln”, erklärt Rolf Karling, Vorsitzender des Vereins. „Wir werden den Winter ohne Kältetote überstehen.”

Das ganze Unternehmen ist eine Gemeinschaftsaktion mehrerer Organisationen. Das Zelt stellte der Homberger „Verein für Sanitätsdienste” zur Verfügung, 15 Feldbetten stiftete das Deutsche Rote Kreuz. Mitarbeiter der Bahnhofsmission bereiteten warme Getränke und eine stärkende Suppe vor, die im Notzelt ausgegeben werden. Und auch der „Verein gegen Kälte Duisburg” engagierte sich mit Kaffee und belegten Broten. „Tolle Sache”, sagt Rolf Karling, „dass hier alle so an einem Strang ziehen.” Auch Stadt und Deutsche Bahn hätten sich kooperativ und verantwortungsvoll verhalten. Keine bürokratischen Hürden verhinderten den Aufbau des beheizten Zeltes.

In dem Zelt sind zur Zeit zehn Betten aufgestellt. Weil es dort immer noch ein wenig zu kühl ist, soll nun auch noch eine weitere Heizung aufgebaut werden. Schon in der ersten Nacht war das Zelt auch gut besucht, sieben Leute fanden dort Unterschlupf vor der Kälte. „Die meisten von denen kennen wir ziemlich gut”, beschreibt Ralf Maurer, der jeden Tag mit der Straßenambulanz unterwegs ist. Doch auch mit durchreisenden Obdachlosen sei gerade am Bahnhof immer wieder zu rechnen.

Wie lange das Zelt nun stehen bleiben soll, will Rolf Karling auch vom Wetter in den nächsten Tagen abhängig machen. „So lange es so klirrend bleibt, wollen wir einfach kein Risiko eingehen.”

Auch wer nicht zum Bahnhof findet, wird weiter betreut. Friedhelm Fritschen vom Verein „Gemeinsam gegen Kälte” bestätigt: „Wir und die Kollegen anderer Organisationen kennen unsere Sorgenkinder. Darum schauen wir täglich mehrmals bei ihnen vorbei und helfen wo wir können.”

Christian Schmücker

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Kommentare
11.02.2010
00:05
Niemand soll erfrieren
von Thomas.K.. | #10

Das mit den 1€ Jobern ist völliger Blödsinn !!!!!!!!!!

Im Verein engagieren sich lediglich ganz normale Hartz4 er , und bekommen keinen Cent dafür.
Und Sie machen das sogar gerne um anderen zu helfen

11.08.2009
02:42
Blockierter Kommentar.
von James.Brunt | #9

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.01.2009
20:25
Niemand soll erfrieren
von intro | #8

Sehr richtig und vielleicht sollte an dieser Stelle auch erwähnt werden, das Hr. Karling den Verein nicht selber aufgebaut hat. Denn wenn er nicht seine 15-20 1€ Jobber über die Arge hätte, würde sich dort nichts bewegen. Der Verein lebt von 1 € Jobber und publiziert nach aussen hin: Weg mit den 1 € Jobs...
Herr Karling ist wie Janus, zwei Gesichter

21.01.2009
21:29
Niemand soll erfrieren
von Guido Volkmann | #7

Zu Rolf Karling ist nur eines zu sagen: Er schadet dem eigenen Verein immens!!!
Nachdem ein hochrangiger Angestellter einer Duisburger Bank von der Autopanne eines Lieferwagens des Bürger für Bürger-Duisburg e.V. erfuhr, hatte dieser persönliche Kontakte genutzt und ein Sponsoring organisiert. Es ging um einen Gesamtbetrag im 5-stelligen Bereich: Ersatz und einen neuen zusätzlichen Lieferwagen! Mit der Bitte um Terminvereinbarung und Antragstellung bei dem Geldinstitut kam folgende Rückantwort von Rolf Karling:

Werter Herr XXX, wer auch immer Sie sind, Ihre Mail ist der absolute Knaller. Ich habe den Verein ...ohne jegliche Einmischung irgendwelcher ... engagierter möchtegern Aktivisten aufgebaut, die gerade jetzt, wo wir in aller Munde sind, plötzlich hinter dem Ofen vorkriechen. Zum ersten: Was war bisher oder ist Ihr konkretes Engagement für die Zielgruppe, für die ich tätig bin? Zum zweiten: Niemand zitiert mich zu irgendeinem Gesprächstermin. Ich alleine bestimme über meine Person, meine Gesprächspartner, das Thema und den Zeitpunkt! Zum dritten: Ich lasse mich nicht massregeln, von niemanden! ... das kläre ich mit Hans und nicht mit Hänschen! Nach meiner Einschätzung besteht absolut kein Gesprächsbedarf mit Ihnen im Interesse der bedürftigen Bürgerinnen und Bürger Duisburgs, denn bisher kann ich im Zusammenhang mit Ihrem Namen absolut keine aktive Hilfe für die Bürger unserer Stadt finden. Ich hab mein Ding bisher alleine gemacht und ich mache mein Ding auch weiter alleine! ...
Mit freundlichen Grüßen aus Rheinhausen
Rolf Karling

Einen weiteren Kommentar kann man sich wohl schenken...

Guido Volkmann

07.01.2009
14:16
Niemand soll erfrieren
von berechtigterZweifel | #6

@ #5
Die in Duisburg lebenden Obdachlosen bekommen schon seit mehreren Jahren regelmäßige Betreuung und auch Angebote von der Stadtverwaltung für eigene Wohnungen. Sehr erfolgreich wurde die Obdachlosigkeit bekämpft, so dass sogar Obdachlosenheime geschlossen werden konnten.
Wer jetzt auf der Straße lebt, der will das so und hat die Hilfsangebote - aus welchen Gründen auch immer - abgelehnt.
Ich bin der festen Überzeugung, dass niemand auf der Straße übernachten muss, wenn er nur ein wenig Verantwortung für sich selbst übernimmt und die angebotene Hilfe annimmt. Leider sind dazu anscheinend nicht alle Leute fähig, aber viel mehr wollen es nicht.
Deshalb hält sich mein Mitleid in Grenzen. Man kann die Leute ja nicht zwangsweise in Heime, Wohnungen oder betreute Wohngruppen stecken.

07.01.2009
13:25
Niemand soll erfrieren
von ScooterDoc24NRW | #5

Eigendlich ist es vom prinzieb her das beste was man machen kann um hifsbedürftige büger vor erfrieren zu retten..nur schade das es erst so weit kommt das geholfen wird wenns kalt ist..und man ja helfen muss (obwohl müssen iss auch nicht das richtige wort) wieso greift der staat nicht da ein wo schon die wurzel des problems liegt? denn das ist ne vorbeugung die nen grossen rahmen umfasst für die person die es betrifft...

den ich denke wenn man dich richtig und intensiv um die leute kümmert und dehnen das gibt was sie verloren haben..dann denke ich mal kommt das für alle seiten besser

07.01.2009
02:57
Niemand soll erfrieren
von bürgerfürbürger | #4

zu schattenquelle:
dieses angebot muss dort plaziert werden, wo die hilfesuchenden menschen sich befinden; und das ist der bahnhof. das ist weltweit immer der bahnhof, da macht duisburg keine ausnahme. sieh es doch einmal anders, die besucher unserer stadt erleben das wir duisburger uns kümmern, um diejenigen die ganz unten sind, welche stadt hat diesen mut??? gestern haben drei menschen dieses angebot genutzt, zur zeit finden neun menschen eine einigermassen ruhige nachtruhe, bei minus 16 grad. das sollte doch irgendwie nachvollziehbar sein?!

07.01.2009
01:49
Niemand soll erfrieren
von bürgerfürbürger | #3

zu bürger3445:
wir kümmern uns um den jungen. die duisburger straßenambulanz und auch der bus des vereins gegen kälte sucht täglich mehrfach diesen standort auf. und jetzt muss ich weg, da uns das gas im zelt ausgegangen ist.

07.01.2009
00:29
Niemand soll erfrieren
von schattenquelle | #2

Diese Diskussion ist wirklich wichtig und unentbehrlich, aber warum muss man diese Räumlichkeiten direkt vor den Bahnhof aufstellen. Duisburgs Schmuddelimage wird dadurch nicht unbedingt gemindert, denn hier geben sich die auswärtigen Besucher die Klinke in die Hand und bekommen das geboten wofür Duisburg überall bekannt ist!!!
Ich kann das wirklich nicht nachvollziehen

06.01.2009
22:49
Niemand soll erfrieren
von Bürger3445 | #1

Ach wirklich? Wer kümmert sich denn um den Obdachlosen im Gördeler Park?

Jahrelang hat der unter der Neudorfer Brücke am Bahnhof übernachtet. Dann hatten die Sherriffs vom Ordnungsamt eine atemberaubende Idee und verfrachteten ihn zum Gördeler Park wo er unter einem Pavillon übernachtet.

Bitte kümmert euch um den, wenn der nicht schon erfroren ist. Wie die Stadt sich um diesen Menschen kümmert, haben wir ja gesehen. Die schickt statt Helfer ihre möchtegern Sherrifs raus, die das Problem und den Täter vor der Menschheit in einem Park verstecken!

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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