Das aktuelle Wetter Duisburg 17°C
Stadtbahn

Neues Zugsicherungssystem kostet DVG 36 Millionen Euro

22.01.2013 | 12:08 Uhr
Noch gibt es keinen Finanzierungsplan, um die neue Sicherungstechnik einzubauen. Bis Mitte des Jahres will die Verwaltung alle Finanzierungsmöglichkeiten geprüft haben, um einen entsprechenden Beschluss des Rates zu ermöglichen.Foto: Philipp Wahl

Duisburg.  Um den U-Bahn-Betrieb aufrecht zu erhalten, strebt die Stadt Duisburg eine gemeinsame Ausschreibung mit Düsseldorf an, um Kosten zu sparen. Das Zugsicherungssystem, das gesetzlich für Fahrten in Tunnellage vorgeschrieben ist, muss als Ganzes erneuert werden.

Die Investition in das Zugsicherungssystem für die Stadtbahn beläuft sich für Tunneltechnik und Bahnen der DVG auf 36 Millionen Euro. Das gesamte System muss bis 2024 erneuert werden und betrifft nicht nur die U 79 nach Düsseldorf. Wie Planungsdezernent Carsten Tum im Rat erklärte, wird angestrebt, das Projekt mit Düsseldorf auszuschreiben, um dadurch Kosten zu sparen. Duisburg komme an einer neuen Technik nicht vorbei.

Bislang verweigert der Verkehrsbund Rhein-Ruhr (VRR) eine Förderung der Ersatzinvestitionen, die in den nächsten Jahren fällig werden, weil Teile der bestehenden Technik nicht mehr hergestellt werden.

Video
Die Kosten für die Sanierung der U- und Stadtbahnen überfordern die Kommunen.

Gemeinsam mit Düsseldorf will man auf den Landesverkehrsminister einwirken, damit die immensen Kosten für das neue Zugsicherungssystem vom VRR bezuschusst werden. „Bislang sind entsprechende Anträge abgelehnt worden“, sagte Tum bei der Beantwortung von Fragen, die CDU und DWG im Rat gestellt hatten.

Noch kein Finanzierungsplan vorhanden

Das Zugsicherungssystem, das gesetzlich für Fahrten in Tunnellage vorgeschrieben ist, muss als Ganzes erneuert werden. Geplant sei, zunächst die neue Technik im Tunnel zusätzlich zur bestehenden einzubauen und danach die Fahrzeuge entsprechend umzurüsten. Bis dahin sollen die Einrichtungen parallel betrieben werde.

Die Kosten von 36 Millionen Euro für die Strecke auf Duisburger Stadtgebiet verteilen sich auf 32 Millionen Euro für die Tunneltechnik und vier Millionen auf die Fahrzeugtechnik. Noch gibt es keinen Finanzierungsplan. Bis Mitte des Jahres will die Verwaltung alle Finanzierungsmöglichkeiten geprüft haben, um einen entsprechenden Beschluss des Rates zu ermöglichen.

Alle 49 Stationen der U79

Sollte es bis 2024 kein neues Zugsicherungssystem geben, dürften die Bahnen die Tunnel nicht mehr nutzen. Nach derzeitigen Schätzungen werden bis 2030 weitere 100 Millionen Euro für die Stadtbahn nötig werden. Hierfür gibt es z. B. für neue Fahrtreppen Fördermöglichkeiten von 85 Prozent.

Alfons Winterseel



Kommentare
23.01.2013
18:38
Neues Zugsicherungssystem kostet DVG 36 Millionen Euro
von Duesseldorfer_Steuerzahler | #3

Und wenn mann keins Kaufen würde, die Tunnels stillegt und Private Busunternehmer zum Zuge kommen läst, die Eigenwirtschaftlich und VRR frei den Verkehr anbieten würde man solche Probleme für die Zukunft vermeiden.

Allein die ganzen Hartz IV Empfänger währen Sauer, weil Sie dann mangels Anerkennung von Sozialtickets von der Geldausgabe zur Alkaugabestelle laufen müsten. Damit Denke ich, kann man leben.

mfg

Ein Steuerzahler

2 Antworten
Neues Zugsicherungssystem kostet DVG 36 Millionen Euro
von Thonald | #3-1

Auch ich bin Steuerzahler seit Ende meiner Schulzeit.
Allerdings habe ich in der Schule und vor allen von meinen Eltern gelernt, auch wenn es mir GUT geht mein Soziales etwas welches mir die Natur mitgegeben hat und ich beigebracht bekommen habe NIEMALS zu verlieren oder zu vergessen.
Deshalb finde ich Ihre Anspielung auf unsere Arbeitslosen und Hilfebedürftigen Mitbürger absolut UNSOZIAL und TOTAL daneben.
Man kann wegen ein paar schwarzen Schafen nicht alle unter einen Hut kehren.
Alles andere ist von unseren Staat, der als Saubermann da stehen will, erfunden und gelogen.
Anstatt die Augen zu verschließen und immer nur das negative aus den Medien zu Saugen sollten sie sich vieleicht einmal unerkannt unter Leute die auf Staatshilfe angewiesen sind begeben und genau hinhören. Vor allen auch auf die Dinge die sie lieber nicht hören wollen.

Was das Thema betrifft und Ihre Idee anstatt U Bahnen Busse einzusetzen.
Wie viele Busse sollen denn für eine Bahn eingesetzt werden um deren Kapaz

Neues Zugsicherungssystem kostet DVG 36 Millionen Euro
von Thonald | #3-2

!!Fortsetzung!!
Was das Thema betrifft und Ihre Idee anstatt U Bahnen Busse einzusetzen.
Wie viele Busse sollen denn für eine Bahn eingesetzt werden um deren Kapazität zu ersetzen?
Dies wäre am Ende Teurer und Umwelt unfreundlicher.
Und haben sie sich mal informiert was Busfahrer von Freien Unternehmen für einen Sklavenlohn bekommen???

Zum Schluss bleibt ihnen nur Gesundheit und alles Gute für den Rest ihres Lebens zu wünschen damit sie NIE UNGEWOLLT in eine Lebenssituation geraten in der es notwendig wird das sie auf Finanzielle Hilfe des Staats angewiesen sind.

Einer der auch Steuern zahlt.

22.01.2013
18:20
Neues Zugsicherungssystem kostet DVG 36 Millionen Euro
von Karlot | #2

@AlpenEuro
Problem der reichen Säcke ist es ja, dass sie kaum noch Investitionsmöglichkeiten für ihr Geld finden können.
Der Staat will ja sparen.

Man merke sich: wo keine Schulden sind, da sind auch keine Geldvermögen.

Es ist eine Schande, dass diese einfachsten Zusammenhänge nicht verstanden werden.
Selvst unsere Politiker verstehe sie nicht.

22.01.2013
17:03
Neues Zugsicherungssystem kostet DVG 36 Millionen Euro
von AlpenEuro | #1

Alles kein Problem. Wenn wir 2021 erstmal schuldenfrei sind, dann können wir uns direkt wieder neu verschulden...:-)

Aus dem Ressort
Der gute Alltag, kaum bemerkt
Stadtgespräch
Duisburg steht wieder in den Schlagzeilen, den schlechten. Wegen des Zeltdorfes für Asylbewerber. Ja, die Stadt hat Probleme und macht auch eigene Fehler, aber dennoch: Da ist auch der Drang, sich vor diese gebeuteltet Stadt zu stellen.
Familie dankt Ersthelfern nach Herzinfarkt bei Jazz-Konzert
Notfall
Am 7. August, Carmen Welky lauschte gerade mit einer Freundin der Musikgruppe „Trionova“, änderte sich das Leben für die Familie Welky schlagartig. Ihr Lebensgefährte wollte sie gegen 21 Uhr abholen, kam auch zum König-Heinrich-Platz und brach dann zusammen. Ersthelfer retteten ihm das Leben.
Diskussion um Duisburger Flüchtlings-Unterkunft im Hospital
Flüchtlinge
Duisburg sucht mit Hochdruck nach Unterkünften für Asylbewerber, während die Kritik an dem Zeltdorf in Walsum nicht abreißt. Wieder in der Diskussion ist das leer stehende St. Barbara-Hospital in Neumühl. Dagegen hatte es schon Proteste gegeben. Als schnelle Lösung scheint es nicht geeignet.
Die Front der Outlet-Kritiker im Duisburger Rat wächst
Outlet-Center
Die Zahl der Gegner des Factory Outlet Centers in Duisburg-Hamborn wächst. Selbst in der Politik, die das Projekt nahezu einstimmig beschlossen hatte, werden die Stimmen lauter, die Chance zum Ausstieg zu nutzen. Angefacht werden könnte die Debatte durch ein neues Buch des Architekten Walter Brune.
Asyl in Duisburg: Suche nach der Alternative zur Zeltstadt
Notunterkunft
Während für die umstrittene Zeltstadt Fußböden und Heizkörper nachgeordert werden, rückt das leerstehende St.-Barbara-Krankenhaus Neumühl immer mehr in den Blickpunkt der Debatte.