Neues Leben für alte Möbel- Café und Trödel

Nadine Verena Oberdries upcycelt alte Schätzchen. In ihrem Café soll es nur Tee geben.
Nadine Verena Oberdries upcycelt alte Schätzchen. In ihrem Café soll es nur Tee geben.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nadine Verena Oberdries veranstaltet ersten Indoor-Trödel. Im Frühjahr will sie ein Café eröffnen. Farbenfrohes Interieur kann man auch kaufen.

Duisburg/Hochfeld.. Bunte Schränkchen stehen in einer Ecke, dazu alte Sessel, die momentan wieder angesagt sind, Tische und Geschirr. Alles, was in dem Ladenlokal an der Sedanstraße/Ecke Antonienstraße ausgestellt ist, kann man kaufen. Zehn Jahre lang stand der Laden leer, der früher einmal einen Metzger beheimatete.

Dann entdeckte Nadine Verena Oberdries das leer stehende Geschäft. Zunächst nutzt die Hochfelderin, die beispielsweise alte Möbel aufarbeitet und ihnen ein neues, buntes Leben einhaucht, die Fläche als Lager. Nun organisierte sie spontan einen Indoor-Trödelmarkt – und im Frühjahr möchte sie an gleicher Stelle ein vegan-vegetarisches Café eröffnen. „Allerdings wird es bei uns nur Tee geben. Kaffee mag ich nämlich nicht“, erzählt sie lächelnd.

Alte Möbel neu gestaltet

Für alte Möbel hat sich die kreative 34-Jährige schon immer interessiert. Die Schätzchen findet sie auf dem Sperrmüll, bei Haushaltsauflösungen oder bekommt sie von Freunden und Bekannten geschenkt. Im Laufe der Zeit wurde die Sache immer größer und sie brauchte ein Lager. „Alte Möbel haben alle eine Geschichte, eine Seele.“ Die streicht sie nun in knalligen Farben heraus. Das gefällt ihr besser als die typischen Regale aus klassischen Möbelhäusern.

Die Duisburgerin hat viele Jahre in einem Bekleidungsgeschäft gejobbt und war in der Skaterszene unterwegs, bevor sie den Entschluss fasste aus dem Hobby einen Beruf zu machen. Zwischendurch war sie immer wieder auf Reisen und überlegte mit ihrem Mann, der als Sprayer und Erfinder ebenfalls in der Kreativszene unterwegs ist, nach Berlin zu gehen. Das Paar war auch schon fast auf dem Absprung, hatte sich bereits nach Wohnungen in der Hauptstadt umgeschaut – und dann doch entschieden, sich erst einmal in Hochfeld anzusiedeln. „Hochfeld ist ein bisschen wie Klein-Berlin. Ich hab das Gefühl, dass gerad ein bisschen etwas von der Szene überschwappt.“ In Hochfeld könne man sich gut verwirklichen – und auch die Hausbesitzerin war ganz begeistert von den Ideen.

Plattform für Künstler

Anderen Künstlern will Nadine Verena Oberdries eine Plattform bieten. Ebenso Trödlern, die auf Kommission ihre Ware bei ihr zeigen können. Konkurrenz zu anderen veganen Cafés in Hochfeld will sie nicht sein. „Bei uns wird es andere Gerichte geben“, erklärt sie. Voraussichtlich im April oder Mai soll alles umgebaut und die Küche eingerichtet sein. Einen Namen für das Projekt hat sie sich auch schon überlegt. „Highfield 81“. Die Nummer bezieht sich auf die Hausnummer. Und „Highfield“ spricht für sich.