Neues Gerichtsverfahren gegen Schlagersänger Michael Wendler

Schlagersänger Michael Wendler, hier während eines Auftritts im Essener Autokino, steht wieder einmal vor Gericht. Diesmal geht es um nicht vollständig bezahlte Rechnungen für einen Handwerker.
Schlagersänger Michael Wendler, hier während eines Auftritts im Essener Autokino, steht wieder einmal vor Gericht. Diesmal geht es um nicht vollständig bezahlte Rechnungen für einen Handwerker.
Foto: Sebastian Konopka
Was wir bereits wissen
Laut Michael Wendler waren die Arbeiten einer Firma für Trockenbauarbeiten auf seiner "Wendler-Ranch" 2010 mangelhaft. Daher zahlte der Schlagersänger nur 40.000 statt der vereinbarten 65.000 Euro. Nun klagt das Unternehmen die restlichen 25.000 Euro ein - und der Wendler steht mal wieder vor Gericht.

Duisburg.. Allmählich verliert die Justiz bei Michael Wendler den Überblick. Das wievielte Zivilverfahren läuft da gerade gegen den Dinslakener Schlagersänger? Seit Freitag verhandelt das Landgericht Duisburg jedenfalls schon wieder.

Diesmal geht es um 25.000 Euro, die eine Firma für Trockenbauarbeiten auf der „Wendler-Ranch“ verlangt. Für die Arbeiten, die von Juni bis Oktober 2010 geleistet wurden, schrieb das Unternehmen eine Rechnung über 65.000 Euro. Wendler zahlte nur 40.000, weil die Arbeiten mangelhaft ausgeführt worden seien: Da war angeblich eine Dachverkleidung schief, hier eine Schwimmbadfuge nicht richtig ausgeführt. Die Firma klagte.

Einigung auf einen Ortstermin

Dumm nur, dass es nie eine förmliche Abnahme gab. So liegt die Beweislast nun ausschließlich bei dem klagenden Handwerker. Der beteuerte gestern, er habe mehrfach Terminangebote unterbreitet, um mögliche Mängel in Augenschein zu nehmen und zu beseitigen. Wendler habe darauf allerdings nie reagiert.

Vorschläge der Vorsitzenden Richterin, sich gütlich zu einigen, drangen nicht durch. Wendlers Anwalt bot 5000 Euro. „Da können wir es gleich lassen“, hieß es von der Gegenseite. Immerhin: Am Ende einigten sich die Parteien darauf, sich innerhalb der nächsten zwei Wochen bei einem Ortstermin in der Wendler-Villa die umstrittenen Stellen erst einmal anzuschauen.