Neues Geld: die D-Mark

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Den entscheidenden Impuls lieferte dann die Währungsreform am 20. Juni 1948. Aufgeregt und erwartungsvoll begaben sich die Duisburger zu den Geldumtauschstellen, wo jeder Bürger gegen Vorlage des Personalausweises für 40 Reichsmark 40 DM erhielt.

Die Überraschung war bereits am Montag darauf perfekt: Die Käufer fanden plötzlich in den Geschäften volle Regale vor. Mit dem Tag der Reform hatte das Päckchen „Camel“ oder „Lucky Strike“ als Währung ausgedient, der schwarze Markt brach zusammen. Arbeiten lohnte sich wieder.

Zwar stiegen die Arbeitslosmeldungen beim Arbeitsamt Duisburg wieder an, nicht zuletzt weil das Arbeitslosengeld in wertvoller DM ausgezahlt wurde. Die Arbeitslosenzahl lag bei 8316 Menschen.

Was aber oft vergessen wird: Die Arbeitslosigkeit war schon 1948 im Ruhrgebiet deutlich niedriger als in Bayern, Schleswig-Holstein oder Niedersachsen. So betrug die Erwerbspersonenzahl Ende 1949 in Duisburg bereits 151 790 Menschen. Kohle und Stahl wurden die Motoren des Wiederaufbaus.

Dennoch konnte in den Nachkriegsjahren noch nicht von einem Wirtschaftswunder die Rede sein. Erst ab 1952 gingen die Arbeitslosenzahlen deutlich zurück. Es ging endlich aufwärts in Duisburg.