Neuer Anlauf für die Wanheimer Straße
25.11.2010 | 18:53 Uhr 2010-11-25T18:53:00+0100
Hochfeld.Der Umbau der Wanheimer Straße ist schon seit vielen Jahren geplant. Jetzt wird ein neuer Anlauf genommen. Unter der Voraussetzung, dass der Kanalbau bis 2012 abgeschlossen ist, will die DVG 2013 die Gleisanlagen erneuern.
Abhängig davon ist der Straßenbau und der Neubau der Seitenanlagen (Parkstreifen, Grüngestaltung). Fast 18 Millionen Euro wird das Gesamtprojekt kosten. 3,8 Mio. Euro verschlingt der Straßenbau, knapp 8 Millionen Euro sind für den Bahnbau veranschlagt (Kostenträger ist die DVG) und etwa 6 Mio. Euro investieren die Wirtschaftsbetriebe für den Kanalbau. An den Kosten werden am Ende auch die Anlieger beteiligt: etwa eine halbe Millionen Euro werden auf sie umgelegt, da es sich um eine Haupterschließungsstraße handelt.
Die Lücken in der Radwegverbindung zwischen Theater am Marientor und Wörthstraße soll durch markierte Wege auf der Fahrbahn geschlossen werden. Die Erneuerung der Gleistrasse erfordert umfangreiche Änderungen der bisherigen Lage, so die Verwaltung. Die Anpassung der Ausbauhöhen der Gleise mache zudem zwingend eine bauliche Anpassung der Fahrbahn erforderlich. Die Haltestellen Brückenplatz, Siechenhausstraße und Pauluskirche sollen neu hergestellt und teilweise versetzt werden.
In der gemeinsamen Sitzung der Bezirksvertretung Mitte und dem Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr wurde heute über das Vorhaben beraten.
Bei dem Gleisbau handelt es sich um einen letzten noch nicht ausgebauten Abschnitt zur „Beschleunigung der Straßenbahnlinie 903“ der DVG. Für dieses Programm sind seit 1986 von der Düsseldorfer Bezirksregierung Zuwendungsbescheide erteilt worden. Schließt die DVG die letzte Lücke der Linie 903 „Süd“ nicht schnellstmöglich, läuft sie Gefahr, alle Fördergelder zurückzahlen zu müssen, da das Ziel, die 903 schneller zu machen, nicht erreicht wäre.
Die Bezirksvertretung Mitte und der Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr stimmten dem Vorschlag der Verwaltung einstimmig zu, nachdem noch einige Detailfragen geklärt waren.
Irritiert waren einige Politiker darüber, dass die Kosten erst für 2013 erst haushaltsrelevant werden. Stadtplaner Martin Linne: „Die Baumaßnahmen werden recht bald starten. Die Kosten für die Kommune werden erst entstehen, wenn die Gleise gebaut werden.“
Problematisch könnte es für Radfahrer werden, wenn Autofahrer den markierten Radweg zum Parken in der zweiten Reihe nutzen. Da helfe aber unter Umständen nur Kontrolle, so Martin Linne. „Auch wenn man der Stadt immer unterstellt, sie würde die Autofahrer nur abzocken wollen.“
Die Wanheimer Straße ist dicht bebaut und stellt ein lebendiges Geschäfts- und Einkaufszentrum dar. Die Straße wird nach Erhebungen der Stadtverwaltung mit einem Ziel- und Quellverkehr von täglich 10 000 Fahrzeugen belastet. Sowohl die direkten Anwohner als auch der tägliche Kundenverkehr erfordern eine Vielzahl von Parkplätzen. Die Linie 903 fährt wochentags im 7- bis 8- Minuten-Takt.
Die Kanalsanierung hat bereits im September begonnen. Die Bauabschnitte zwischen Wörth- und Karl-Jarres-Straße sowie zwischen Karl-Jarres- und Liebfrauenstraße wurden im September begonnen. Bauabschnitt 3 ist abhängig von der gesicherten Finanzierung des Straßenbaus.

08:43
Was da geplant wird ist eine schlechte Lösung und zwar für die Straßenbahn, für die Autos und für die Radfahrer und zwar aus folgenden Gründen:
1. Straßenbahn: Die hat kein eigenes Gleis und die Autos stehen ihr in Zukunft im Weg herum.
2. Autos: Weniger Verkehrsraum, den sich sich dann mit der Straßenbahn teilen müssen.
3. Radfahrer: Mangelnder Sicherheitsabstand zu parkenden Autos, erschwertes Linksabbiegen, Gefahr durch Rechtsabbieger, die von der Fahrspur über den Radweg nach rechts Abbiegen und dabei von hinten kommende Radfahrer übersehen. Zwangswechsel vom Radweg auf die Fahrbahn bei häufigem Parken in zweiter Reihe.
Die Lösung: Eigene Trasse für die Bahn und gemeinsame Spur für Autos und Rad bei Tempo 30 mit Überwachung und grüner Welle.
22:24
#8 ... wie wäre es denn einfach einmal damit, Regeln zu akzeptieren... erst Bockmist bauen und nachher auf die Ordnungshüer schimpfen.... schön simpel!!!!
#9 Wohl falsch gelesen: Hier wird gerade nicht separiert, deswegen kommen viele Dummköpfe ja erst auf die Idee mit dem parken .....
#10
... das kann man nur machen, weil die Duisburger fürher offensichtlich völlig autovernarrt und größenwahnsinnig waren und zudem mittlerweile 120.000 Menschen weniger in der Stadt wohnen...... und 4 Fahr-spuren gab es in den letzten Jahren hier in Hochfeld eh´nicht!!
18:16
Das ist ja schon sehr dreist. Aus der vierspurigen Straße wird eine zweispurige. Kapazitätsreduktion um 50% nennt man in Duisburg also Beschleunigung. Aber wenn man sich die Straßenbaumaßnahmen der letzten Jahre anschaut, so ist Duisburg ja mit großem Abstand Weltmeister im Zerstören von Infrastruktur, viele vierspurige Straßen wurden der ENTschleunigung ja bereits geopfert...
16:17
Da legt man den radfahrern wieder mal ein schönes Ei ins Nest. In anderen Städten hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, das Radfahren auf der Straße sicherer ist, nur in Duisburg wird fleißig weiter separiert.
Mit entsprechender überflüssiger Gefährdung!
14:19
Problematisch könnte es für Radfahrer werden, wenn Autofahrer den markierten Radweg zum Parken in der zweiten Reihe nutzen. Da helfe aber unter Umständen nur Kontrolle, so Martin Linne. „Auch wenn man der Stadt immer unterstellt, sie würde die Autofahrer nur abzocken wollen.“
Wenn man das doch weiß, warum baut man dann so einen Blödsinn?
Ohne baulche Trennung wird der Radweg als Parkplatz missbraucht, genausio wie in Rheinhausen, wo der abgesenkte Bürgersteig am markt als Einladung zum falsch parken gesehen wird.
12:29
In anderen Städten werden Straßen ausgebaut, in Duisburg baut man zurück... Bal gibt es keine 4-spurigen Straßen mehr in der Stadt und dann wundert man sich, warum das Verkehrschaos immer größer wird.
10:28
Hochfeld rocks
09:43
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08:03
3
..... weil die Stadt mit ihrem Teilstück wohl erst ab 2013 an die Reihe kommt ......
00:22
#2 von Kanalbauer
Ja, ne, ich hab das schon gelesen:
Die Frage ist: Warum die Kosten erst 2013 haushaltsrelevant werden. Das ist eine vollkommen andere Frage.