Neue Schmuck-Kreationen im Ars Vivendi zu bestaunen

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Ketten mit Papieranhängern, Schmuck aus Lochblechen oder alte Krawatten und Armbänder aus dreieckigem Leder mit Druckknöpfen: Neue, ungewöhnliche und kreative Schmuckideen präsentierte das Ars Vivendi gestern auf seiner Vernissage.

Zwölf Designstudentinnen der Fachhochschule (FH) Düsseldorf stellten dort ihre Semesterarbeiten vor. In Kooperation mit der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung und unter dem Motto „Miteinander mehr erreichen“ sind so außergewöhnliche Schmuckstücke entstanden. Die kreativste Idee wurde von einer Fachjury ausgewählt und ausgezeichnet.

„Die Studentinnen kamen mit ihren Ideen zu uns. Beim ersten Treffen suchte sich jede einen Paten aus, der den gewünschten Designentwurf in unserer Werkstatt dann in die Realität umsetzen sollte“, erklärt Jutta Lütke Vestert, Projektleiterin der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung. „Es ist schon wichtig und vor allem schön, dass die Mädchen in ihrem Studium nicht nur theoretisch arbeiten, sondern auch miterleben können, wie ihre Ideen umgesetzt und ausgestellt werden. Das ist für alle etwas ganz besonderes“, weiß Jutta Lütke Vestert.

Auch Laura Christmann präsentierte ihre Schmuckidee. Sie studiert Produkt und Schmuckdesign an der FH und entwarf eine Kette aus Alu, die mit jeweils einem Handgriff so zu verändern ist, dass daraus eine ganz neue Kette entsteht. „Ich wollte etwas gestallten, was man auch bewegen kann. Dabei war mir die Architektur von Dächern eine Inspiration“, erzählt Laura Christmann und erklärt die Falttechniken von Stadiendächern oder Kuppeln, die ihrer Kette ähneln.

Zwei bis drei Monate hatte sie für ihre Idee gebraucht. Die Umsetzung erfolgte dann recht schnell, wie Michael Rützenhoff, ihr Pate aus der Werksatt für Menschen mit Behinderung, berichtet: „Für mich war die Umsetzung der Idee von Laura sehr einfach, da ich schon vorher Silberschmuck gefertigt hatte. Für die Ketten habe ich weniger als neun Stunden gebraucht“. Laura Christmann war dann auch die Glückliche, für die sich die Fachjury entschieden hat. Ihre Kette wird nun in Serie produziert und ist im Ars Vivendi zu erhalten.

Noch bis zum 7. Februar können alle Interessierten und Kunden die Schmuckstücke vor Ort, im Ars Vivendi auf der Tonhallenstraße 11 in der Innenstadt bestaunen.