Neue Prüfordnung: Geldinstitute müssen zählen

Anlass für die Einführung der Gebühren bei der Sparkasse ist die seit 1. Januar geltende Bargeldprüfverordnung der Bundesbank. Sie verpflichtet die Kreditinstitute, auch Münzen auf Echtheit zu überprüfen.

Die Kosten für die Hartgeld-Annahme werden dadurch von 367 000 Euro in 2014 auf 672 000 Euro in diesem Jahr steigen, kalkuliert die Sparkasse. Die Zählung und Prüfung sowie die Versorgung des Zweigestellennetzes in Duisburg und den Nachbarstädten übernimmt ein eigener Dienstleister der Sparkassen.

Von der Münzgebühr verschont bleiben auch dort Kinder bis 12 Jahre, die Mitglieder im „Knax-Club“ sind, sowie Spendensammler religiöser und karitativer Organisationen.

Dienstleister der Sparkasse ist die S-Bargeldlogistik GmbH, ein Unternehmen der Sparkasse Mülheim. Sie zählt, prüft auf Echtheit und übernimmt die Versorgung des Filialnetzes auch in Oberhausen.

Gebühren nehmen in unterschiedlicher Form auch die benachbarten Sparkassen: Die Mülheimer geben Safebags aus für drei Euro pro Beutel (maximal 1700 Münzen), in Essen werden auch für Kleingeld in Rollen 30 Cent pro Rolle fällig. Gerolltes Geld wird in Bochum kostenlos angenommen.