Neue Projekte für die Mitte - Reinhard Meyer im Gespräch

Bezirksbürgermeister Reinhard Meyer (SPD).
Bezirksbürgermeister Reinhard Meyer (SPD).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bezirksbürgermeister Reinhard Meyer zieht positive Bilanz für 2014. 2015 gelte es, Projekte wie die Aufwertung der Altstadt in Angriff zu nehmen.

Duisburg-Mitte.. Ein bewegtes Jahr liegt hinter dem Bezirk Mitte, 2015 sollen einige Projekte verwirklicht werden. Ein Gespräch mit Bezirksbürgermeister Reinhard Meyer über die vergangene Kommunalwahl, wichtige Themen 2014 und Aussichten für 2015.

War 2014 ein gutes Jahr für den Bezirk Mitte?

Reinhard Meyer: Das Jahr war für den Bezirk Mitte gut. Sicherlich steht die Stadt vor vielen Herausforderungen, nicht nur im Bezirk Mitte. Jedoch konnten bereits viele Projekte umgesetzt und angestoßen werden.

Ein Thema, was bei den Duissernern und Neudorf aber dauerhaft für Unmut sorgte, war das Thema Parken.

Meyer: Grundsätzlich musste die Parksituation aufgrund der verschiedenen Interessenlagen in Neudorf und Duissern für die Anwohner und die Geschäfte angepasst werden. In der Bezirksvertretung Mitte bekommen wir im Frühjahr 2015, wie beschlossen, einen Erfahrungsbericht vorgelegt. In diesem werden sicherlich auch Anregungen aus der Bürgerschaft einfließen.

Der Kant-Park bleibt ein neuralgischer Punkt in der Innenstadt. Wirkliche Ergebnisse hat der Runde Tisch noch nicht ergeben. Was muss aus Ihrer Sicht dort passieren?

Meyer: Aus meiner Sicht ist der Kant-Park ein besonderer Aufenthaltsort in exponierter Innenstadtlage, aber er bedarf einer Neustrukturierung. Auch im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt (IHI) ist die Wichtigkeit und die Notwendigkeit einer Umstrukturierung jedenfalls erkannt worden. Es wurden Fördergelder beantragt und eine Umstrukturierung ist für die nächsten Jahre geplant. Die Ergebnisse des Runden Tisches, bei dem ja auch Bürger mitreden, werden mit einfließen.

Einige äußern bereits die Angst, dass zuviel abgeholzt werden könnte.

Meyer: Ein Ziel der Planungen muss meiner Meinung sein, dass ein großer Teil des Baumbestandes erhalten bleibt.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Verkehrsprobleme rund um die A 40 in Neuenkamp. Hat sich die Lage aus Ihrer Sicht inzwischen entspannt?

Meyer: Die zusätzliche Abfahrt von der A 40 in das Gewerbegebiet Neuenkamp wird von allen Seiten positiv bewertet. Jedoch gibt es weiterhin Probleme mit dem Schwerlastverkehr, der über die Innenstadt in die weiteren Stadtteile geführt wird. Hier besteht für das nächste Jahr weiterer Handlungsbedarf. Denkbar wären beispielsweise eine Logistikdiagonale oder eine Umgehungsstraße.

Wohnprojekte wurden für die kommenden Jahre auf den Weg gebracht

Was werden die wichtigsten Projekte im Bezirk Mitte für 2015 sein?

Meyer: Natürlich wird uns auch im nächsten Jahr die geplante Umgestaltung des Portsmouthplatz und die Neugestaltung der Mercatorstraße beschäftigen. Auch die weitere Gestaltung des Aurelis- und Kriegergeländes wird im Fokus sein. Darüber hinaus liegt mir die Entwicklung und Attraktivitätssteigerung des südlichen Altstadtbereichs mit dem Marientor-Karree am Herzen. Nicht zu vergessen ist, dass eine weitere Verfestigung des Wirtschaftsstandortes Innenhafen mit der Vermarktung des Eurogate-Geländes vorangetrieben werden muss. Viele Wohnprojekte haben wir in diesem Jahr positiv, aber auch prüfend begleitet und für die kommenden Jahre auf den Weg gebracht.

Erstmals sitzen AfD und Pro NRW in der Bezirksvertretung. Hat das die Arbeit verändert?

Meyer: Die Wähler haben mit ihrer Stimmabgabe dafür gesorgt, dass AfD und Pro NRW in die Bezirksvertretung gewählt wurden. Wir müssen uns mit diesen Mandaten in der politischen Arbeit kritisch auseinandersetzen. So ist es nun einmal in einer Demokratie.

Haben Sie auch persönlich irgendwelche guten Vorsätze?

Meyer: Für das neue Jahr wünsche ich mir, dass ich mein Amt weiterhin zur Zufriedenheit aller ausführen kann. Dazu gehört für mich eine vertrauensvolle politische Gremienarbeit und insbesondere konstruktive Bürgergespräche vor Ort und im Rahmen meiner regelmäßig stattfindenden Bürgersprechstunde.