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Neue LED-Technik für den Landschaftspark Nord

17.10.2012 | 08:00 Uhr
Der grüne „Heiligenschein“ an einem der drei Kamine im Landschaftspark Nord leuchtete probeweise bereits mit der neuen LED-Technik.Foto: Thomas Berns

Duisburg.   Der Landschaftspark Nord in Duisburg ist eines der Wahrzeichen des Ruhrgebiets. Nun haben die nächsten Bauarbeiten begonnen. Die alten Leuchtröhren sollen gegen kostengünstigere LED-Technik ausgetauscht werden. Spätestens zum 20. Jahrestag im September 2014 soll alles fertig sein.

Der Landschaftspark Nord ist die leuchtende Visitenkarte Duisburgs. Die eindrucksvolle Lichtinstallation von Jonathan Park ist seit ihrer Schöpfung im Jahr 1997 zu einem herausragenden Wahrzeichen des Ruhrgebiets geworden und hat sich weltweit eine Riesen-Fangemeinde erarbeitet. Weil die 440 Scheinwerfer, die das frühere Hüttenwerk bei Nacht in ein strahlendes Kunstwerk verwandeln, inzwischen aber deutliche Alterserscheinungen aufweisen, wird bereits seit 2009 die komplette Beleuchtungsanlage ausgetauscht. Soeben hat der nächste Bauabschnitt begonnen. „Moderne LED-Leuchtkörper statt betagter Leuchtröhren“ lautet die Devise.

20.000 Betriebsstunden

Rund 20.000 Betriebsstunden haben besagte Leuchtröhren inzwischen auf dem Buckel. Kein Wunder, dass viele von ihnen den Geist aufgegeben haben. Genau wie einige der mit den Leuchten verbundenen Vorschaltgeräte. Das hat sichtbare Folgen: Die Leuchtringe an der Spitze der drei Kamine – in den Farben Rot, Grün und Blau gehalten – sind bis auf den blauen inzwischen erloschen. Und spätestens in einigen Wochen wird auch beim letzten das Licht ausgehen. „Aber wir wollen, dass die Heiligenscheine an jedem Kamin möglichst schnell wieder erstrahlen“, sagt Ralf Winkels, der Leiter des Landschaftsparks . Spätestens im September 2014 soll dann alles fertig sein. Denn dann feiert das Industriedenkmal den 20. Jahrestag seiner Eröffnung.

Kosten: etwa eine Mio. Euro

Eine Investitionssumme von einer Million Euro wird laut Winkels am Ende vonnöten sein, um alle geplanten Instandsetzungs- und Umbauarbeiten zu finanzieren. Etwa 500.000 Euro waren es allein im ersten Bauabschnitt, wobei hier vor allem in Computersoftware, Steuerungstechnik und Beleuchtungsmittel für andere Teile des Werkes investiert wurde. Die Mittel stammten aus dem Konjunkturpaket II. „Wir müssen aber stets einen Eigenanteil aufbringen“, blickt Parkchef Winkels auch auf seinen Etat.

Landschaftspark Duisburg Nord

Und was ist nun der positive Effekt des Austausches? „Die LED-Technik verbraucht weniger Strom. Pro Jahr kommen wir da künftig auf eine Ersparnis von 30.000 Euro“, sagt Winkels. Noch ergiebiger sei es aber, dass die LED-Technik in punkto Instandhaltung und Wartung deutlich preisgünstiger sei – vor allem, weil sie eine deutlich längere Laufzeit garantiere. „Die hält im Normalfall etwa 70.000 Betriebsstunden“, sagt Holger Döring-Valler. Der Elektriker-Meister war es, der in der Vorwoche mit Hilfe eines Spezialkrans in einem Korb an die Kaminspitze befördert wurde, den bisherigen grünen Lichtring demontierte und ihn gegen ein LED-Probeexemplar austauschte.

Identische Farbtöne

Dies hatte jedoch nur eine Länge von vier Metern. Der Gesamtumfang liegt bei 18 Metern. „Pro Heiligenschein brauchen wir am Ende 72 dieser LED-Elemente“, sagt Friedrich Kosrin von der Bauhütte des Landschaftsparks und deutet auf das gleißende, grüne Licht, das da im Halbkreis angeordnet mitten in der Kraftzentrale erstrahlt.

Dort haben die Macher die nun ausgewählten LED-Elemente zu Demonstrationszwecken einmal ausgelegt. „Sie wurden genau nach unseren Bedürfnissen gefertigt. Es sind Maßanfertigungen“, so Ralf Winkels.

Doch wirkt LED-Licht nicht normalerweise viel kühler und künstlicher als normale Leuchtröhren? „Wir haben uns die Muster mehrerer Hersteller angeschaut und genau auf die Farbtöne geachtet“, erklärt Winkels. „Denn eines ist auch klar: Trotz des Austausches der Leuchtmittel darf der grundlegende Charakter der Lichtinstallation nicht verändert werden.“

Thomas Richter


Kommentare
18.10.2012
09:14
Neue LED-Technik für den Landschaftspark Nord
von Kravattenmuffel | #1

Grundsätzlich nicht schlecht, schöner leuchten und sparen.

Stellt sich mir die Frage: warum macht man so was in der dunklen Jahreszeit?
Gerade dann ist die Installation schon frühzeitig zu erleben und im Sommer ist garantiert auch besser zu arbeiten.
Für mich ein Fehler in der Zeitplanung.

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