Neue Jobs gleichen Stellenverluste nicht aus

Duisburg verliert mehr Arbeitsplätze als neu geschaffen werden. Was sich 2013 bereits abzeichnete, war auch 2014 auf dem Duisburger Arbeitsmarkt ein Problem, sagt Ulrich Käser, Geschäftsführer der Duisburger Arbeitsagentur. Bedingt durch Betriebsschließungen, Umstrukturierungen oder Betriebsverlagerungen verbunden mit Namen wie TSTG, ISE, Norske Skog, Elastoform oder Alltours, verlor Duisburg im letzten Jahr viele wertvolle Arbeitsplätze.

Neuansiedlungen, wie etwa im Logistik-Bereich Schnellecke und Synchreon, seien positive Signale, reichten nach Ansicht der Arbeitsagentur aber nicht aus, um zumindest eine ausgewogene Bilanz hinzubekommen. Deshalb ist die Schaffung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen 2015 nach Ansicht von Ulrich Käser einer der wichtigen Themen der Stadt: „Die Zahl der Arbeitsplatzverluste hat auch 2014 wieder die der Neuansiedlungen deutlich überstiegen.“ Dass Duisburg dennoch einen kontinuierlichen Anstieg sozialversicherungspflichtig beschäftigter Personen verzeichnen könne, spreche für die Wettbewerbsfähigkeit und das Engagement der Duisburger Unternehmen. Es müsse aber noch weit mehr geschehen, fordert der Agenturchef.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erreichte im März 2014 mit 163.081 Stellen den höchsten Wert seit Jahren, wobei sich der Anstieg in kleinen Schritten aber kontinuierlich vollziehe, heißt es aus der Arbeitsagentur. Warum trotzdem gleichzeitig in 2014 die Arbeitslosigkeit angestiegen ist, können die Arbeitsmarktexperten „gegenwärtig“ noch nicht erklären.