Neue Ideen für Duisburgs Stadtmarketing

Auch mit Pralinen warb die Duisburg-Marketing-Gesellschaft für die Stadt. Das soll künftig eine andere Stadttochter machen, das Frische-Kontor.
Auch mit Pralinen warb die Duisburg-Marketing-Gesellschaft für die Stadt. Das soll künftig eine andere Stadttochter machen, das Frische-Kontor.
Foto: fotoagentur-ruhr
Was wir bereits wissen
Duisburg will sein Stadtmarketing neu ordnen und die bisherige Stadttochter DMG dafür auflösen. In der Politik gibt es da weitgehend Zustimmung.

Duisburg.. Die vorgeschlagene Auflösung der Duisburg-Marketing-Gesellschaft DMG trifft weitgehend auf die Zustimmung in der Politik, wie erste Reaktionen aus den Fraktionen zeigen. Wie berichtet, hat die Stadt ein Konzeptpapier vorgelegt, nach dem der komplette Tourismusbereich und die Vermarktung städtischer Hallen auf das Frische-Kontor übergehen sollen. Außerdem sollen die Bereiche Kommunikation/Stadtmarketing und Festivalbüro zurück zur Stadtverwaltung.

Kurz und knapp ist die grundsätzlich Zustimmung bei der SPD: „Wir stimmen der Neuorganisation zu. Damit werden die zentralen Aufgaben zukünftig aus einer Hand erledigt und Abläufe können optimiert werden. Neben Einsparungen soll die Vermarktung und Außendarstellung von Duisburg verbessert werden“, so SPD-Fraktionschef Herbert Mettler.

Zufriedene Lösung

Für die Bündnisgrünen stellt Fraktionsgeschäftsführer Gerd Schwemm klar: „Was die DMG geleistet hat, hat nicht unseren Vorstellungen entsprochen. Die Konstruktion konnte in der Form nicht mehr fortgeführt werden.“

Zufrieden mit der geplanten Auflösung der DMG und Neuorganisation der Aufgaben zeigt sich Martina Ammann-Hilberath, Fraktionsvorsitzende der Linken: „Das Konzept ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt zur Neu- und Reorganisation des Konzerns Duisburg. Bereits in der rot-rot-grünen Kooperation konnten wir eine Übereinkunft darüber herstellen, dass es sinnvoll ist, die beiden Gesellschaften Frische-Kontor und DMG zusammenzulegen.“ Auch das Festivalbüro sei mit seiner Rückkehr in den Kulturbetrieb dort „gut aufgehoben“. Nachholbedarf sehen die Linken bei der Vermarktung der städtischen Veranstaltungshallen. Neben Mercatorhalle, Rheinhausenhalle und Glückaufhalle sollten auch die kleineren Hallen „aus einer Hand“ organisiert werden.

Skepsis

Skeptisch zeigt sich noch CDU-Fraktionschef Rainer Enzweiler, auch wenn die Union im vergangenen Jahr der vorsorglichen Kündigung des DMG-Chefs und Parteifreundes Uwe Gerste zugestimmt hatte. Als „wenig überzeugend“ bezeichnet es Enzweiler, den bisherigen Marktbestreiber Frische-Kontor zur alleinigen Multi-Funktionsgesellschaft auch für Touristik, Hallen und Landschaftspark zu machen. Die FDP will sich zunächst in das Organisationskonzept einlesen.

Und auch Peter Joppa, Chef des Frisch-Kontors, hält sich zurück, solange keine Beschlüsse fallen: „Wir würden uns freuen, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Das wäre eine tolle Chance für unser Unternehmen.“