„Neuanfang für Duisburg“ will keinen OB-Kandidaten aus SPD-Parteiapparat
23.02.2012 | 12:03 Uhr 2012-02-23T12:03:00+0100
Duisburg. Neues von der OB-Kandidatensuche: In der Gerüchteküche hat es nun Martin Bornträger erwischt. Er ist Büroleiter im Innenministerium von Ralf Jäger. Das Bündnis will erst nächste Woche über Personen reden. Theo Steegmann von der Abwahlinitiative fordert „Augenhöhe“ bei den Verhandlungen.
Bei der Suche nach einem OB-Kandidaten für Duisburg werden derzeit jede Menge Namen durch den Blätterwald ventiliert (zur Loveparade-Spezialseite „Politischer Neuanfang“). Ob die Genannten überhaupt ernsthaft in Betracht kommen, bleibt offen. Das Bündnis will sich erst nächste Woche auf die Kriterien festlegen und frühestens ab dann über konkrete Personen reden. Getroffen hat die Gerüchteküche jetzt Martin Bornträger .
Der 37-Jährige wird den meisten Duisburgern allerdings wohl eher unbekannt sein. Er ist einer der Hoffnungsträger der Landespartei, er ist enger Weggefährte von Ralf Jäger und sein Büroleiter im Innenministerium. Bevor die Politik zu seinem Hauptberuf wurde, war Bornträger Lehrer für Religion und Geschichte an einem Kölner Gymnasium. In die SPD trat er 1990 ein, zwei Jahre später gehörte er bereits zum Vorstand der Euskirchener SPD und mischte dort lange im Stadtrat und Kreistag mit. In den Landesvorstand der SPD zog er bereits mit 29 Jahren ein.
Ob sich der Absolvent der Kommunalakademie mit einer derart steilen Parteikarriere aber überhaupt dem breiten Findungskreis des Bündnisses als Konsenskandidat vermitteln lässt, dürfte fraglich sein. Zudem dürfte sein Name nicht der letzte gewesen sein, der in den nächsten Tagen die Runde machen wird. Aus der Riege der SPD-Führung haben sich übrigens auch die beiden Vize-Vorsitzenden Gisela Walsken und Bärbel Bas noch nicht von der Liste dementiert.
Neuanfang will notfalls eigenen Kandidaten aufstellen
Die Bürgerinitiative „Neuanfang für Duisburg“ sitzt bei der OB-Kandidatensuche jetzt mit am Tisch. Theo Steegmann hatte sich dazu kürzlich mit SPD-Chef Ralf Jäger, der in den vergangenen Tagen federführend mit den Bündnis-Parteien gesprochen hatte, getroffen.
Im Nachgang forderte Steegmann die versprochene „Augenhöhe“ bei den künftigen Verhandlungen um einen Konsenskandidaten nachdrücklich ein. „Wir wollen als Bürgerinitiative ernst genommen werden. Sollten wir nicht das Gefühl haben, das man uns ernst nimmt, werden wir einen eigenen Kandidaten aufstellen “, sagte Steegmann am Mittwoch am Rande eines Pressegesprächs.
Nicht aus dem Parteiapparat
Ein möglicher Kandidat dürfe zwar ein SPD-Parteibuch haben, er sollte allerdings „nicht aus dem Parteiapparat kommen und nur SPD-Interessen vertreten“. Klar sei aber auch, dass ein Kandidat hinter der Politik der rot-rot-grünen Ratskoalition stehen müsse: „Ein Oberbürgermeister kann schließlich nicht gegen die Ratsmehrheit regieren“. Einen Bewerber werde die Initiative auch an seinen Meinungen zu aktuell strittigen Themen wie dem geplanten Factory Outlet Center in Hamborn messen.
Überhaupt will die Bürgerinitiative sich künftig stärker bei aktuellen Sachthemen einmischen. „Wir machen auch keinen Hehl daraus, dass wir uns vorstellen können bei der Kommunalwahl 2014 als Wählergemeinschaft anzutreten“, so Steegmann.

13:43
Auch wenn diese SPD/Jäger-Marionette nur ein Versuchsballon sein sollte,ist es schon bemerkenswert,mit welch einer Abgebrühtheit von den SPD-Regenten dem staunenden Bürger da ein strammer Parteisoldaten aus den Tiefen des roten Innenminsteriums untergeschoben wird.
Qualifikation: Mitarbeiter und Weggefährte vom SPD-Chef ,seit 1990 SPD- Parteibuch und "Absolvent der Kommunalakademie".
Ja.liebe A.S. - Abwähler,wenn sich die vielen Duisburger Bürger dafür ins Zeug geworfen haben,um sich über Parteien -Tricks dann so einen OB einzuhandeln....
Dann, mit Hurra vorwärts,zurück in die Zukunft.Und die Republik lacht dann erst recht.
18:04
Ich habe auch noch einen Namen gehört:
Peter Gasse, Arbeitsdirektor - auf dem Ticket vom DGB und sicherlich SPD-Mitglied
07:06
Ein möglicher Kandidat dürfe zwar ein SPD-Parteibuch haben, er sollte allerdings „nicht aus dem Parteiapparat kommen und nur SPD-Interessen vertreten“.
Ich lach mich tot ... hält man den "normalen" Zeitungsleser eigentlich wirklich in Zeiten des Internets für so blöd? Die div. Kandidaten/ Innen stehen doch schon während der gesamten Abwahlprozedur von Herrn Sauerland in den Startlöchern. Man ziert sich noch etwas, aber .....
03:24
Mehrheitspartei“ unter Strippen ziehender Mithilfe eines gut verankerten „großen Landespolitikers“ in Folge des natürlich bedauerlichen und unseligen LP-Ereignisses zurückliegende Wahlscharten wieder auswetzt. Diese Erkenntnis ist durch die Bürgerinitiativen, deren Protagonisten und viele Unterstützer aber wohl nicht ausreichend erkannt worden.
Zur Person des jetzt genannten Kandidaten (Jahrgang 1974; derzeitiger Rang Studiendirektor) sollten Sie sich zusätzlich folgenden Link ansehen:
http://www.nrwspd.de/personen/3/62077/Martin-Borntraeger.html
In den Parteien sind solche Kandidaten „Führungsreserve“, die langfristig im Auge behalten und bei Vakanzen schnell eingesetzt werden können.
03:18
Ihr Vorschlag der Ausschreibung, ggfs. mit unabhängiger Bewerberauswahl, -bewertung und -präsentation ist gut, wird auch für Dezernentenstellen üblicherweise praktiziert, ist aber schon jetzt praktisch für die OB-Wahl kaum noch realisierbar wegen der damit verbundenen Fristen. Nach einer Ausschreibung per Zeitungs- oder Internetanzeige muß man eine Bewerbungsfrist setzen. Man nimmt meist vier bis fünf Wochen; kürzere Fristen könnten schon wieder juristische Einwendungen bringen. Zugleich läuft vom festgesetzten Wahltag rückwärts eine Zulassungs- und Veröffentlichungsfrist (Amtsblatt) in etwa gleicher Länge. Vom überhaupt gegebenen „Zeitfenster“ bis 17. Juni können Sie also locker 2 bis 3 Monate abziehen und sich dann ausrechnen, was bleibt.
In anderen Städten haben Parteien selbst zuweilen schon per Anzeige Kandidaten gesucht. Auch das geht, wird aber meist von denen praktiziert, die derzeit „Opposition“ sind. In Duisburg war m. E. aber von vornherein angedacht, dass die „große Mehr
02:19
Ich finde das toll, wie Herr Innenminister Jäger sich jetzt für unsere Stadt einsetzt, nachdem wir Bürger und Bürgerinnen ihm durch unsere Abwahlinitiative die Möglichkeit dafür geschaffen haben. - Nur von Steinmeier und Gabriel habe ich bisher nichts gehört. Oder weiß da einer mehr?
Harald Jochums / DU-Rheinhausen
01:07
uns Duisburgern nicht mehr zu bieten hat und wir ihr nicht mehr Wert sind, als einen No-Name-Kandidaten aus der dritten bis vierten Reihe, sollten wir der SPD bei der OB-Neuwahl auch zeigen, wohin sie gehört: In die dritte bis vierte Reihe, keineswegs in die erste. Traurig, aber wahr. Wir haben nach gelungener Abwahl, die wir Bürger allein auf die Beine gestellt haben, eine ECHTE Alternative zu Sauerland verdient.
Gibt uns die SPD nicht ihr Bestes - sprich: eine/n geignete/n Kandidaten/in -, geben wir ihr auch nicht unsere Bestes- sprich: Unsere Stimme bei der OB-Wahl.
00:28
"Lehrer für Religion und Geschichte an einem Kölner Gymnasium". Och nee, nicht schon wieder.
"Absolvent der Kommunalakademie". O.k., nett. Die 1. und 2. Verwaltungsprüfung für den mittleren und gehobenen Dienst habe ich auch absolviert. Eine komplette Stadtverwaltung zu führen zuzüglich die politische Verantwortung für eine Großstadt und zig Tochtergesellschaften zu tragen, dürfte diesen Möchte-Gern-Kandidaten mächtig überfordern. Danke, Herr Jäger, aber nein danke. Religion, Geschichte und ein bißchen Verwaltungswissen, das reicht bei Weitem nicht. Da muss ein Wahlbewerber mit mehr, mit sehr viel mehr Know-How und mit sehr viel mehr Nähe zu Duisburg und den Duisburgern von Seiten der SPD her, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Mit einem angelernten Jung-Spunt gewinnt die SPD bei der OB-Neuwahl keinen Blumenpott.
Die Parteien sind Duisburg - nach - von den Bürgern, nicht von den Parteien - hart erkämpftem Abwahlverfahren - einiges mehr schuldig als OB-Kandidaten aus der dritte
... aus der dritten Reihe.
Mein Appell an die Parteien: Gebt uns als Kandidaten das Beste, was ihr habt, oder ihr könnt in Duisburg einpacken. Mit No-Name-Parteikandidaten, ohne Erfahrung, ohne Carisma, ohne Bezug zu Duisburg geben wir uns nicht zufrieden.
22:34
nochwas
soso die bi will ernstgenommen werden.?????
nun herr stegemann wehn wollen sie denn aufstellen?????
UND WELCHER PARTEI GEHÖRT DIESER AN?????.
ich wette der spd.
wenn sie ernstgenommen werden wollen dann sorgen sie dafür das auch die jenigen die die lp unbedingt in duisburg haben wollten mp kraft; herr pleitken zur rechenschaft gezogen werden.
erst wenn das geschieht kann ich sie und die bi für voll nehmen.
ach und nochwas.
wo kann ich einsehen wer ihre kampagne finanziell unterstützt hat.
ich will die belege sehen.
ich nehme ihnen nicht ab das dies aus eigener tesche bezahlt wurde.
also legen sie die daten offen.
22:27
ich lach mich schlapp.
das ganze war doch von vornherein klar.
es ging der spd seit der letzten verlorenen kommunalwahl nur darum wie sauerland abgesägt werden könne um ja wieder an die "macht" zu kommen.
und das leider gottes das lp unglück der spd natürlich in die hände spielte sollte allen klar gewesen sein.
es ging und geht nur um den ob posten.
und ich gehe jede wette ein sobald in duisburg ein spd oberbürgermeister installiert ist wird das von rot grün geschaffene abwahlgesetz klammheimlich wieder einkassiert.
und sollte die spd wieder "macht ausüben in duisburg" geht es wieder abwärts hier.
denn was hat denn könig krings und seine genossen hier für duisburg in 30 jahren geschafft??????
fällt mit absolut nichts positives ein.
und gott sei dank ist dieses unsägliche multi-casa ding für immer vom tisch.
denn das hätte den tod der innenstadt bedeutet.