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Nazi-Terror

Nazi-Killer hatten Duisburger Moscheevereine im Blick

08.12.2011 | 09:40 Uhr
Nazi-Killer hatten Duisburger Moscheevereine im Blick
Rechte Kundgebungen und Gegendemonstrationen waren in Duisburg in der jüngeren Vergangenheit keine Seltenheit - mit entsprechender Polizeipräsenz, wie hier zu den NRW-Verfassungsschutztagen an der Ditib-Begegnungsstätte im Stadtteil Marxloh.Foto: Friedhelm Geinowski

Duisburg.   Zur Zwickauer Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ werden weitere Details bekannt: Auf einer Adressenliste der Neonazis waren offenbar mehr als 20 Duisburger Moscheevereine verzeichnet. Duisburgs Muslime sind schockiert.

Mehr als 20 Moscheevereine in Duisburg standen offenbar auf einer Adressenliste der Zwickauer Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“, wie jetzt bekannt wurde. Die Polizei hat die betroffenen Vereine bereits Ende November darauf aufmerksam gemacht.

„Wir sind schockiert und haben Angst um unsere Sicherheit“, erklärt Erol Kaya, Mitglied im Integrationsrat und Vorsitzender der Vereinigung türkischer Muslime in Duisburg. „Es gibt sehr viele Fragen, die uns beschäftigen und die wir unbedingt von den zuständigen Behörden beantwortet wissen wollen“, sagt Kaya.

So wollen die Vertreter einiger betroffener Vereine, wie etwa der Haci Bayram Veli-Moscheegemeinde in Hochfeld , der Muradiye-Moscheegemeinde und des Türkisch-Islamischen Sozial- und Kultur-Pflegschaftsvereins aus Rheinhausen wissen, „ob die Terroristen in Duisburg und Umgebung Helfer haben, die ihnen bei der Zusammenstellung der Adressen geholfen haben und wie die Polizei Migranten besser schützen will“.

Nazis stellen eine reale Gefahr dar

Erol Kaya ist davon überzeugt, dass es bundesweit noch „sehr viele Neonazis gibt“, die eine reale Gefahr darstellen. „Duisburg ist meine zweite Heimat. Ich lebe sehr gerne hier, aber es darf nicht sein, dass ich um mein Leben fürchten muss. Diese Terroristen haben mehrfach bewiesen, dass sie nicht vor Morden zurückschrecken“, beklagt Kaya.

Ratsherr Rainer Grün (Duisburger Alternative Liste) spricht in Bezug auf die Ermittlungsarbeiten des Verfassungsschutzes von einem „Märchen“, das er nicht glauben wolle: „Es ist doch unmöglich, dass diese Terroristen jahrelang unentdeckt gemordet und Banken überfallen haben sollen.“

Eine ganz konkrete Gefahr für die angeführten Moscheevereine, unter denen auch die Merkez-Moschee in Marxloh ist, sei zwar nicht erkennbar, „aber wer ruft schon vorher an, wenn er einen Anschlag plant?“, fragt Erol Kaya.

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82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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