Nationalismus: Schick oder Schock

„Schick oder Schock: Wie salonfähig ist der Nationalismus in Deutschland?“, fragen Uni Duisburg-Essen (UDE) und Gewerkschaft Verdi in einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe gegen Rechts.

Pegida-Demos, bedrohte Kommunalpolitiker, brennende Asylunterkünfte: Deutschland rückt scheinbar immer mehr nach rechts. Auf den Medien lastet große Verantwortung: Das Totschweigen verbietet sich, aber wie verhindert man den Missbrauch als Werbeplattform? In vielen Redaktionen stellen sich diese Fragen ganz akut. Bei der Suche nach sachgerechten medialen Antworten soll diese Veranstaltungsreihe helfen. Wissenschaftler, Politiker und Journalisten diskutieren über Hintergründe und Lösungswege. Die Moderation übernimmt jeweils Steffen Grimberg (Grimme-Institut).

Am Montag, 27. April, referiert Prof. Dr. Dirk Halm vom Zentrum für Türkeistudien (19 Uhr, ZfTI, Altendorfer Straße 3, 45127 Essen) über „Lebenswelten deutscher Muslime“, eine Diskussion mit Mahmut Özdemir (27) aus Duisburg schließt sich an.

Am 17. Juni spricht Rolf van Raden vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung über „Das Boot ist voll: Was die Sprache in den Medien verrät“. Danach diskutieren WAZ-Kulturressortleiter Jens Dirksen, der Chefredakteur von Radio Oberhausen/Radio Mülheim, Olaf Sandhöfer-Daniel, sowie Ralf Makrutzki, WDR-Studio Essen (19 Uhr, DGB-Haus Essen, Teichstr. 4).

Am 5. November erläutert Dr. Martin Florack (UDE) die rechtspopulistischen Bewegungen in den Stadtparlamenten, es folgt eine Diskussion mit OB Sören Link (19 Uhr, NRW School of Governance, DU, Lotharstraße 62).

Der Eintritt ist frei, vorherige Anmeldung unter fb08.essen@verdi.de oder 02 01/247 5254.