Narren gehen Rosenmontag neue Wege
30.01.2010 | 10:00 Uhr 2010-01-30T10:00:00+0100Der Zug läuft diesmal über die Memel- und Bismarckstraße ab. Auf der Tribüne des HDK kann sich jeder als Very Important Person fühlen. Beim Närrischen Heerlager geht anschließend nochmal die Post ab.
Rund 2500 Teilnehmer werden sich am Rosenmontag um 13.11 Uhr auf den Weg von Neudorf via City zum Innenhafen machen. 25 Musikkapellen werden für den guten Ton sorgen. Von 34 Großwagen herunter und aus 77 Fußgruppen heraus werden Tonnen von Schokoriegeln und anderen Süßigkeiten fliegen.
Zugleiter Thomas Erlacher hat diesmal gleich drei der beliebten Guggen-Formationen in den närrischen Lindwurm integriert. Und einen Motivwagen, der den städtischen Sparzwang auf die Schüppe nimmt, wird es auch geben: Da wird das Sessionsmotto „Kultur in DU - wat sachse nu?” zu „Kultur in DU – wat streichse nu?”
Ansonsten bleibt vieles beim Altbewährten. Ausnahmen: Der Zug muss wegen einer Baustelle auf der Kammerstraße über Memel- und Bismarckstraße starten.
Von dort geht es über Oststraße, Ludgeriplatz und Klöcknerstraße zur Neudorfer Straße. Die restliche Strecke bleibt unverändert. An der Tribüne des Hauptausschuss Duisburger Karneval an der Alten Post gibt es wieder ein beheiztes VIP-Zelt, in dem vor Beginn des Zuges (ab 12 Uhr) Getränke und ein rustikaler Imbiss gereicht werden. 33 Euro kostet der All–Inclusive- Spaß, der diesmal sogar eine Versorgung mit Getränken während des Zuges auf der Tribüne beinhaltet. Kommentiert wird das närrische Geschehen vom Chef persönlich: HDK-Präsident Bodo Malsch wird mehr oder weniger Wissenswertes über die vorbeiziehenden Gruppen von sich geben. Karten können bei HDK-Geschäftsführer Joachim Loosen unter Telefon 0173/ 597 46 35 bestellt werden oder elektronisch unter joachim.loosen@hdk-ev.de. Wer nur den Zug gucken will, zahlt für eine Tribünenkarte 7,50 Euro.
Zweiter närrischer Brennpunkt wird wie gehabt der Dellplatz sein. Dort sorgt Schausteller Mike Bengel rund um die Party-Bühne für Stimmung. Und auch dort gibt es Live-Kommentar für die Zuschauer: Journalist Matthias Tilgner wird in gewohnt witziger Weise das Geschehen wortreich begleiten.
Nach dem Rosenmontagszug muss mit dem Feiern noch lange nicht Schluss sein. Denn ab etwa 15.30 Uhr öffnet das republikweit einzigartige „Närrische Heerlager” seine Pforten. In der Mercatorhalle werden dann noch einmal fast alle Kapellen aus dem Rosenmontagszug auf der Bühne zu sehen und vor allem zu hören sein. Schlappe vier Euro kostet der Eintritt. Karten gibt es bei Zugleiter Thomas Erlacher unter Telefon 01 77/ 48 22 912 oder an der Abendkasse.
Auch Prinz Michel I. und das Kinderprinzenpaar Leon I. und Lisa I. werden mit ihrem Hofstaat beim Heerlager Abschied vom Narrenvolke nehmen – voraussichtlich tränenreich.
Tränen der Wut sollten Autofahrer am Rosenmontag vermeiden und ihre Gefährte deshalb nicht im Aufstellgebiet des Rosenmontagszuges oder entlang der Zugstrecke abstellen. Ab 8 Uhr lässt das Ordnungsamt gnadenlos abschleppen. Die entsprechenden Schilder werden jedes Jahr mehrere Tage vorher aufgestellt, weiß Zugleiter Thomas Erlacher. Und wie immer werden die Anwohner in Neudorf vom HDK auch noch einmal per Flugzettel im Briefkasten informiert. „Doch jedes Jahre müssen wieder zig Autos an den Haken genommen werden”, fehlt Erlacher das Verständnis.
Für den reibungslosen Ablauf des Zuges werden übrigens noch Ordner gesucht. 30 Euro gibt es für die närrische Tätigkeit. Interessenten melden sich beim Zugleiter.

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