Närrischer Hochadel im Steinhof

Foto: Fabian Strauch

Der närrische Hochadel traf sich am Wochenende wieder einmal im Huckinger Steinhof. Bereits zum 45. Mal hatte der Prinzenclub die karnevalistischen Oberhäupter der Region eingeladen. Seit einigen Jahren gilt für das „Niederrheinische Prinzentreffen“ sogar der Zusatz „International“, da auch närrische Abgesandte aus Belgien und den Niederlanden mit an Bord sind. Trotz der geballten „jecken“ Prominenz war von erhöhten Sicherheitsvorkehrungen rund um den Veranstaltungsort nichts zu spüren, so dass Prinzenclub-Präsident Helmut Hohmann, der das traditionelle Prinzentreffen gemeinsam mit Peter Kirchholtes moderierte, ganz entspannt zahlreiche schmucke Prinzen, anmutige Prinzessinnen, Präsidenten, Minister und sogar Jungfrauen begrüßen konnte.

Die ranghöchsten Oberhäupter waren aus Antwerpen angereist. Von dort waren sogar echte „Kaiserinnen“ dabei. Guter Brauch beim Treff ist, dass die Abordnungen nicht nur dem Programm beiwohnen, sondern auch auf der Bühne vorgestellt werden. Gastgeschenke in Form von Tanzdarbietungen und Gesangseinlagen gehörten auch diesmal dazu. Eingebettet ist das Treffen der jecken Herrscher jeweils in ein hochkarätiges Karnevalsprogramm. Als karnevalistische Begleitband sorgte das aus vielen TV-Karnevalssitzungen bekannte Orchester Helmut Blödgen für die passenden „jecken Tön“.

„Kölsch“ gefärbt

Dank der guten Beziehungen des Prinzenclubs zum Kölner Karneval wurde den Gästen ein stark „kölsch“ gefärbtes Programm geboten, das keinen Vergleich zu scheuen brauchte. Den „Eisbrecher“ machten mit den „Funky Mary’s“ fünf putzmuntere Mädel, die mit ihren fetzigen Songs direkt für Hoch-Stimmung sorgten.

Zum Programm gehörten auch die Auftritte des Kinderprinzenpaars Janik und Paula und des Duisburger Stadtprinzen Thomas I. mit seinem Gefolge. Danach hieß es „Bühne frei“ für die „Höppemötzcher“, einer tollen Kölner Show-Tanztruppe, die eine atemberaubende, temporeiche und artistische Tanz-Performance bot. „Party pur“ bot DJ-Ötzi-Double Uwe Engels, der nicht nur dem Alpen-Rocker verblüffend ähnlich sah, sondern genau wie sein großes Vorbild mit Mega-Party-Hits wie „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ für Begeisterung gerade bei den weiblichen Besuchern sorgte.

Zum großen Finale wurde es noch einmal so richtig laut und deftig-kölsch, als das traditionsreiche Reiterkorps „Jan von Werth“, zwar ohne Pferde, aber mit seiner mächtigen 35-köpfigen Korpskapelle und einer großen Anzahl stattlicher Tanz-Gardisten unüberhörbar Einzug hielt. Die Kölner füllten die Bühne total aus, so dass Dirigent Sascha Halbe seine Kapelle vom Saal-Tisch aus leiten musste. „Jan von Werth“ bot mit seinem Auftritt einen grandiosen Schlusspunkt, bei dem nicht nur das „kölsche Hätz“ aufging.