Nachtschicht mit Salz und Sole
05.01.2009 | 17:33 Uhr 2009-01-05T17:33:00+0100
Für knapp 100 Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe war gestern früh um 2 Uhr die Nacht zu Ende: Mit 20 Streu- und Räumfahrzeugen, 28 Kleinkehrmaschinen und 26 weiteren Fahrzeugen ging es in den Winterdienst.
Erst die Hauptstraßen (930 Kilometer), dann Neben- und Wohnstraßen (250 bzw. 105 Kilometer) – so sieht die Prioritätenliste aus. Eine Mischung aus Salz und Sole wird gestreut – gestern offenbar mit vollem Erfolg.
„Wir sind total zufrieden mit der umsichtigen Fahrweise der Autofahrer”, so Polizeisprecher Ramon van der Maat am Nachmittag. Zwei Autos seien in Schneewehen steckengeblieben, das war's.
Härter erwischt hatte es die DVG. Deren Bahnen der Linien 901 und 903 hatten Probleme mit „zugefahrenen” Schienen. Der gepresste Schnee in den Rillen musste manuell entfernt werden, erklärte DVG-Sprecher Helmut Schoofs. Folge: Verspätungen bis zu einer Stunde über den ganzen Tag. Auch für heute sei wegen der Kälte mit Abweichungen vom Fahrplan zu rechnen.
Trotz der Minusgrade bleiben Duisburgs Teiche für Eisläufer noch gesperrt. Sieben Zentimeter habe man gestern am Parallelkanal in Wedau gemessen, so Helmut van Wickeren: „Das reicht noch nicht aus.” Zehn bis zwölf Zentimeter sollten es sein, „besser wären 15”. Bis dahin sollten vor allem Eltern ihre Kinder vor dem lebensgefährlichen Spiel auf dem Eis warnen.
Verzögerungen wird es in den nächsten Tagen bei der Leerung von grauen, gelben und Papiertonnen geben, auch die Abholung der ausgedienten Weihnachtsbäume wird sich verzögern. Silke Kersken von den Wirtschaftsbetrieben: „Bei uns hat der Winterdienst natürlich Vorrang.”
Noch ein Hinweis der Wirtschaftsbetriebe: Streuen und Räumen auf den Gehwegen ist Bürgerpflicht, also Sache der Grundstückseigentümer. Die wiederum können die Aufgabe per Mietvertrag weiterreichen. Zwischen 7 und 20 Uhr muss der Gehweg sicher zu passieren sein, gibt das Internetlexikon Wikipedia die Rechtsprechung wieder. Bei starkem Schneefall ist mehrfach zu räumen, bei hartnäckigem Eis mehrfach zu streuen.

18:25
Die Mitarbeiter des Streudienstes leiden momentan am meisten unter den Fehlplanungen der Verantwortlichen,erstaunlich ist,das die Gehwege,die auch von den WBD gerräumt werden müssen,allesamt blank sind...
17:03
AKTUELLES BEISPIEL DUISBURG(hier DVG):
Linie 901 fuhr aufgrund der Witterung am Montag -Nachmiitag nur zwischen Zoo und DU - Rathaus, der Rest der Strecke in Richt. Obermarxloh wurde so gut es ging mit Bussen angedient! Ergebnis= Geschrei , Gemecker etc.
In der Nacht von Montag auf Dienstag wird es versucht den Streckenabschnitt bis Scholtenhofstr. frei zu fahren um den Fahrgästen (auch die aus der Rubrik :Geschrei , Gemecker etc.), eine wenn auch nur geringe Verbesserung der Weiterfahrt mit der Linie 901 und damit verbunden Umstiegsmöglichkeiten in Ruhrort und Laar anzubieten. Fahrzeug von der Scholtenhofstr. kommend entgleist auf der Vincke - Kanal - Brücke. Die Situation für die Fahrgäste am Dienstag Morgen also unverändert ( Busse zwischen Rathaus und Obemarxloh). Und jetzt!? Der Strassenbahnfahrer und die Verantwortlichen holen sich wahrscheinlich für Ihre Bemühungen noch Ohrfeigen bei deren Vorgesetzten ab. Da spricht dann keiner davon ( auch die Zeterer und Meckerer nicht.....................gerade die nicht!!!!), das man es trotz aller widrigen Umstände zumindest versucht hat.
16:55
Liebe WAZler, ihr solltet wissen, dass man schnell aufs Glatteis kommt, wenn man nur mit Pressestellen spricht. Ein Schritt vor die innerstädtische Redaktionstür und ihr hättet nicht diesen Quatsch gechrieben. Ich weiß nicht, wo die WBD Winterdienst macht, aber das kann nur sehr kleinteilig stattgefunnden haben. Tatsache ist, dass selbst die großen vielbefahrenen Duisburfger Achsen (Meidericher Str. Mülheimer, Friedrich-Wilhelm- uvm) bis heute Mittag kaum vernünftig befahrbar sind oder geräumt wären. Im Gegenteil, mittlerweile festgefahrene Eisschichten sorgen hier für hohe Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer. Und wenn es in der guten Stube der Innenstadt schon so vernachlässigt zugeht, möchte ich mir nicht ausmalen, wie es in entlegneren Stadtteilen aussieht. Schätze mal, dass hier das städtische Sparprogramm auch auf die Sicherheit der Verkehrswege durchschlägt. Armes Duisburg! Wer gestern und heute beruflich nach Düsseldorf pendelte, konnte hier den eindrucksvollen Vergleich ziehen. Dort waren nämlich gestern schon alle großen innerstädtischen Verbindungen ordentlich freigemacht worden.
16:44
@9 Doch schon um 09:00 Uhr!? Na immerhin! Ich gehe davon aus , das die Mehrheit der ÖPNV-Kritiker in diesem Beitrag zu den täglichen Berufspendlern gehören , welche in der regel um 09:00 Uhr schon längst an ihrem Arbeitsplatz angekommen sein möchten. Nach Mülheim fuhr die Linie 901 unter anderem deswegen nicht, weil die Duisburger Str. welche nach Mülheim hineinführt unter einen geschlossenen Schneedecke lag und somit auch die Schienen ( dieser Zustand bestand übrigens noch bis zum Mittag des Folgetages), hier wäre also eher die Stadt Mülheim gefordert gewesen. Tatsache ist doch das die Revierstädte, welche in der Regel klimatisch meistens eher milde Wintermonate erleben, sich nicht dauerhaft für eventuelle Extremwetterlagen Ausrüsten kann. Sowohl die Fahrzeug - und Maschinenvorhaltung als auch für diese Fälle notwendige Personalreserven würden die eh schon leeren Stadtsäckel weiter belasten. So ist es nun einmal mit öffentlicher Dienstleistung, Alle möchten sie haben, am liebsten sofort und auch nur dann wann Bedarf ist, aber keiner will und kann es bezahlen. Was Wintermonate anbelangt, so wäre es vielleicht ein Denkanstoss für diese Zeit befristet Minijobs anzubieten um die städt. Unternehmen zu unterstützen. Aber auch hier wird es wahrscheinlich wieder Kritiker geben, welche es entweder als Diskriminierung empfinden oder Pöbeln nach dem Motto: Na toll, dann fährt mir so ein besoffener Hartz4 - Empfänger mit `nem Schneepflug in mein schönes Auto. Ungeachtet dessen stehe ich nach wie vor dafür ein, das öffentliche Dienstleistung, gleich welcher Art nicht kaputt gespart werden darf sondern in einem vernünftigem Maße hinsichtlich der Kosten und der berechtigten Ansprüche der Bürger in Einklang gebracht werden muss. Es ist aber immer am Einfachsten auf diejenigen herumzuhacken welche das letzte Glied in der Kette darstellen. Es ist leicht zu sagen, wenn der /die Busfahrer/In ihren Job nicht gerne macht (Mann verh. 2 Kind. Stkl. 3 incl. reichlich Überstunden /Wechselschicht/So .-und Feiertage im Schnitt 10 Stunden tägl. von zu Hause weg= 1400.- netto!), dann soll er doch zu Hause bleiben!
Viele Mitbürger unseres Landes bleiben zu Hause...............und stehen sich nicht schlechter dabei!
Mensch Leute, es zeigt sich doch immer mehr die Unzufriedenheit jedes Einzelnen auch hier in diesem Forum! Aber wo macht es Sinn hier Dampf abzulassen und sich dann wieder selbstgefällig zurückzulehnen!? Diejenigen unter uns die nicht nur Nörgeln und Klugscheissen ( sorry für den Ausdruck) , aber den aufrichtigen Willen haben etwas wirklich zu Verbessern, sollten ihre Kräfte und Intelligenz bündeln.
14:12
Ich bin sicher, dass diese Unzulänglichkeiten nicht von einzelnen Mitarbeiter verursacht werden. Sie sind ein Logistikproblem. Dem Bürger wurde vor Wochen in der Presse vorgegaukelt die WB seien auf den Winter vorbereitet. Dann sollten sie es bei Bedarf auch sein.
13:29
@ 16-18: einmal drücken reicht, man muß nur etwas Geduld haben !
12:21
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12:14
Ja, ja, eine absolute Frechheit, dass die Wirtschaftsbetriebe und die DVG nicht bis Mittag das gesamte Straßen- und Schienennetz voll einsatzfähig hatten. Wo gibt´s denn sowas? In Berlin jedenfalls nicht, wenn man #2 hier Glauben schenkt. Berlin? Ist das nicht die Hauptstadt, die immer wieder neue Millionenschulden anhäuft, obwohl sie seit Jahren schon pleite ist?
Hmm, die haben wohl keinen Regierungspräsidenten, der ihnen den Haushalt nicht genehmigt. So kann man natürlich fleißig investieren, z. B. in teure Räumfahrzeuge für den Winterdienst, die man in einer Stadt wie Duisburg alle zehn Jahre mal wirklich braucht.
Vielleicht sollte die DVG für die Zukunft einfach Räumfahrzeuge anschaffen, damit die Betriebshöfe von Eis und Schnee befreit werden können und die Busse pünktlich ausfahren können. Doch die Anschaffung kostet Geld. Und woher soll das kommen? Doch bitte nicht von MEINEN Steuern oder MEINEM Nahverkehrsticket. Nein, da kann man sich schön was anderes einfallen lassen.
Man wird doch wohl als Bürger noch verlangen können, dass auf MEINER Straße vor MEINER Türe alles sofort geräumt wird und, dass MEINE Buslinie ohne Verspätungen fährt. Zahlen möchte ICH dafür natürlich nicht, wo kämen wir denn da hin?
Und dann erdreistet sich eine hiesige Tageszeitung auch noch, die im Einsatz befindlichen Mitarbeiter von DVG und WB lobend zu erwähnen. Na sowas, dabei wissen wir doch alle, dass das nur faule Taugenichtse sind, die sich den ganzen Tag vor der Arbeit drücken anstatt für die Bürger da zu sein.
Aber, zum Glück kaufe ICH diese Tagezeitung ja nicht, sondern lese lieber alles kostenlos im Internet nach. Dann kann ICH MICH auch viel besser darüber aufregen, dass sich Stadt und Medien in Duisburg gegen die Bürger verschworen haben, jawoll!
(Wer es nicht gemerkt hat: Das war Ironie!)
11:36
Der Winterdienst der Stadt ist eine Unverschämtheit.
Zwei Tage nach dem Schneefall herrscht überall noch Chaos. Wir können dankbar sein, dass Duisburg selten von Schnee heimgesucht wird, da über die Jahre nicht die geringste Veränderung eingetreten ist. Von den Anliegern verlangt die Stadt besenreine Bürgersteige. Die Bürgersteige waren gestern morgen frei.