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Wintereinbruch

Nachtdienst gegen Glätte

04.01.2010 | 17:24 Uhr

„Es fängt an zu schneien – und drei Stunden später sind fünf Leute bei uns”: Unfallchirurg Dr. Christian Illian beantwortet die Frage, ob das Wetter die Patientenzahl in der Ambulanz der Unfallklinik in Buchholz in die Höhe treibt, mit einem klaren „Ja”.

Noch mehr Rutsch-Opfer wären es wohl, wenn der Winterdienst der Wirtschaftsbetriebe (WBD) nicht rund um die Uhr im Einsatz wäre.

Ein deutliches Zeichen für die Zunahme schneebedingter Unfälle, die in Buchholz notfallmäßig versorgt werden müssen: „Routine-Eingriffe werden verschoben.” Während im übrigen Jahr Sportunfälle dominieren, seien es jetzt überwiegend ältere Menschen, die mit Unterarm- oder Schenkelhalsbrüchen eingeliefert werden. Nur „vereinzelt” müssen Kinder versorgt werden, die es beim Rodeln vom Schlitten gerissen hat. Einen „deutlichen Anstieg in den letzten Tagen” bestätigt auch das Klinikum. „Alles Stürze wegen der Glätte”, so Sprecherin Kirsten Quint. Häufig gebrochen seien Hand, Sprunggelenk und Schenkelhals.

1500 Tonnen „Feuchtsalz” haben die Wirtschaftsbetriebe seit Samstagnacht auf Duisburgs Straßen verteilt, um größere Rutschpartien zu verhindern. 20 Großstreuwagen sind rund um die Uhr im Einsatz, seit Sonntag, 3.30 Uhr, verstärkt durch 26 Kleinstreuer und 28 Kolonnenwagen. Rund 200 Mitarbeiter aus den Bereichen Straßenreinigung und Grünflächenunterhaltung sind in Sachen Eis und Schnee unterwegs.

Vorrangig geräumt und gestreut werden 930 Straßenkilometer der Dringlichkeitsstufe 1. Dabei handelt es sich um die Hauptstraßen. Jeweils die rechte Spur in jede Fahrtrichtung wird von Eis und Schnee befreit, „bis sie verkehrssicher ist”, so WBD-Sprecherin Silke Kersken. Zur Dringlichkeitsstufe 2 gehören Nebenstraßen, die zum Rettungswegenetz zählen, zur Stufe 3 ausgewählte Wohnstraßen.

„Nicht alle Straßen sind dem Winterdienst angeschlossen”, erklärt Kersken. Einige bleiben also auch in den nächsten Tagen ungeräumt.

Zugänge zu städtischen Grünanlagen wurden gestern schon passierbar gemacht, aber für Gehwege sind grundsätzlich die Anlieger zuständig. Die Wirtschaftsbetriebe bieten darum, auch die Zugänge zu Müllbehältern schnee- und eisfrei zu halten. Vor allem große Müllcontainer seien ansonsten nicht zu leeren.

Wegen des Winterdienstes rechnen die Wirtschaftsbetriebe mit einer „leichten Verschiebung” der Weihnachtsbaumabfuhr. Diese beginnt aber planmäßig in dieser Woche. Vom Schmuck befreite ausgediente Tannenbäume können schon an die Straße gelegt werden, werden aber eventuell erst tags drauf eingesammelt. Für jeden Stadtteil gibt es, wie bereits gemeldet, zwei Baumabfuhr-Termine.

„Leichte Verspätungen” meldete gestern mittag die DVG, die durch den Wintereinbruch aber nicht nennenswert in ihrem Bus- und bahnverkehr gestört wurde

Willi Mohrs

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Kommentare
05.01.2010
09:25
Nachtdienst gegen Glätte
von schulweg | #4

So breitflächig wie die Stadt teilweise Streusalz ausbringt kann einem niemand erzählen, dass alles über die Straßenentwässerung (dann Klärwerke) entsorgt wird, also nichts ins Grundwasser gerät. Alleine die Gischtfontänen der Fahrzeuge spritzt Unmengen auf die Gehwege etc. Somit ist die Frage von #1 völlig berechtigt.

04.01.2010
22:27
Nachtdienst gegen Glätte
von P | #3

Salz darf nur auf der Fahrbahn verwendet werden da es nicht in das Grundwasser gelangt auf Gehwegen die nur gepflastert sind sickert es ins Grundwasser und ist schlecht für die umwelt

04.01.2010
20:00
Blockierter Kommentar.
von miriam.lessmann | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

04.01.2010
18:32
Nachtdienst gegen Glätte
von Streusalz | #1

Wieso darf die Stadt Streusalz ausbringen, dem Privatmann ist es jedoch unter Strafe verboten !?!?

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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