Das aktuelle Wetter Duisburg 6°C
Engineer's Night

Nacht der Ingenieure in der Universität Duisburg-Essen

28.10.2012 | 17:13 Uhr
Funktionen
Nacht der Ingenieure in der Universität Duisburg-Essen
An der Universität in Duisburg lockte die 7. Engineer's Night zahlreiche Interessierte, die sich Aktionen wie hier in der Hochspannungshalle anzuschauen.Foto: Stephan Eickershoffl

Duisburg.   Die 7. Engineer's Night der Universität Duisburg-Essen, bei der Studenten verschiedene Projekte präsentierten, lockte viele Interessierte. Sie bewies, dass Ingenieurswissenschaften ein hochspannendes Geschäft sein können - und zwar nicht nur für junge Männer.

Viele Leute haben ein falsches Bild von Ingenieuren“, sagt Niklas Schulz, Student der Elektrotechnik und Mitglied der Fachschaft Elektrotechnik an der UDE : „Die Leute denken bei Ingenieuren an Typen, die irgendwo im Büro sitzen und Formeln durch ihren Taschenrechner jagen.“

Von wegen! „Die Ingenieurswissenschaft ist nichts Abgehobenes. Jeder begegnet ihr im Alltag“, stellt der Student klar. Das zeigte der Förderverein Ingenieurstechnik am Freitagabend eindrucksvoll. Forschung kann auch Nervenkitzel sein. Nämlich dann, wenn Blitzeinschläge und ihre Folgen simuliert werden oder wenn Brände entfacht werden, um Feuermelder zu testen.

Hoch entwickelte Systeme

Dank moderner Werkstofftechnik gibt es hoch entwickelte Systeme für den Einsatz im menschlichen Körper, etwa um bei Gleichgewichtsstörungen zu helfen. Der Drucksensor wiederum, ein nur Millimeter großer Chip, kann in der Leistengegend implantiert werden und misst dort 30 Mal pro Sekunde den Blutdruck und schickt die Ergebnisse drahtlos weiter.

„Dem Patienten bleiben so die großen Geräte zur Langzeitmessung erspart. Die Ärzte erhalten ein detailliertes Ergebnis für einen großen Zeitraum“, nennt Dennis Schüttler, Masterstudent der Micro- und Optoelektronik, die Vorteile. Bis zur Marktreife muss allerdings noch ein bisschen entwickelt werden.

Von Null auf 100 in vier Sekunden

Aber nicht alles in der Nacht der Ingenieure dreht sich um die Medizin. In der Halle BE steht ein ganz besonderes „Schätzchen“. Stolz präsentiert das Formula-Student-Team den fast fertigen A-40 Electra, einen elektronisch betriebenen Rennboliden, mit dem das Team im kommenden Jahr an der internationalen Uni-Rennserie teilnehmen will. Bereits in diesem Jahr war man in Italien, um sich mit anderen Teams auszutauschen.

25 Studenten arbeiten derzeit an dem Rennboliden. Sie studieren Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen oder Elektrotechnik. „Hier kann man das Gelernte praktisch umsetzte. Immer wieder stößt man auf neue Probleme, die man lösen muss“, erzählt Dustin Liedtke, Wirtschaftsingenieursstunden, der wie die gesamte Mannschaft darauf hofft, dass der blau-weiße Blitz, der von null auf 100 in vier Sekunden beschleunigt, 2013 auf Jungfernfahrt gehen kann.

Der bunte Abend in und um die Uni-Gebäude an der Bismarckstraße zieht ein gemischtes Publikum an. Hildegard Hauschild probiert im Innenhof einen Segway, ein elektrisch angetriebenes Einpersonen-Transportmittel mit nur zwei auf derselben Achse liegenden Rädern, aus. „Jetzt bin ich oft mit dem Fahrrad unterwegs. Wenn das nicht mehr klappt, wäre das hier eine tolle Alternative“, überlegt die 70-Jährige.

Martin Schroers

Kommentare
Aus dem Ressort
Gans – oder auch gar nicht zum Fest
Weihnachtsessen
Wer Weihnachten noch Gans, Ente oder Hirsch kredenzen möchte, aber nicht vorbestellt hat, der hat schlechte Karten. Was aber noch geht, sind Rind oder...
Warum die neue Markierung auf der sanierten A59 verschwindet
Autobahn 59
Autofahrer klagen, dass auf der neu asphaltierten A59 in Duisburg die Markierungen nicht zu erkennen sind. Für StraßenNRW ein bekanntes Problem.
Duisburg plant zweiten Weihnachtsmarkt im Landschaftspark
Kunsthandwerk
Nach dem Vorbild romantischer Premium-Weihnachtsmärkte in Schlössern und Burgen soll es im Landschaftspark einen stimmungsvollen Lichtermarkt geben.
Duisburg wartet weiter auf Genehmigung für Möbelhaus Höffner
Handel
In Neuss eröffnet Höffner sein neues Möbelhaus. In Duisburg wartet man noch auf das Okay der Bezirksregierung und den Baustart von Investor Krieger.
Kontoauszug kostete Duisburger Bankkundin stolze 100 Euro
Abzocke
Deutsche Bank berechnete 72-jähriger Duisburgerin den Betrag als „Preis für Fotokopien“. Auf Nachfrage der Redaktion wurde ihr der Betrag erlassen.
Fotos und Videos
Adventsessen
Bildgalerie
Fotostrecke
Duisburg aus der Luft gesehen
Bildgalerie
Luftbilder