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Nacht der Industrie - Spätschicht für Firmen

26.10.2012 | 18:19 Uhr
Nacht der Industrie - Spätschicht für Firmen
Die Lange Nacht der Industrie führte auch zu Krohne Messtechnik in Duisburg-Duissern. Herbert Bösing führte die Besucher durch die Produktionshallen. Foto: Lars Froehlich

Duisburg.   Die Lange Nacht der Industrie, die Besichtigungstour durch Unternehmen, machte am Donnerstag auch bei Krohne Messtechnik in Duissern Halt.

„Von der Straßenansicht sieht man nicht, wie groß unser Gelände ist“, sagt Ingo Wald, Geschäftsführer der Krohne Messtechnik . „Wir haben an diesem Standort 12.000 Quadratmeter Produktionsfläche und 600 Mitarbeiter“. Wald hat keine Zeit, um den langgestreckten Zen-Garten zu genießen, der zwischen den Büros und Produktionshallen zum Durchatmen einlädt. Er ist unterwegs, um die Teilnehmer der zweiten „Langen Nacht der Industrie“ zu begrüßen.

Die Firmen laden an diesem Abend zu Rundgängen und Gesprächen ein. Das Interesse der Bürger ist groß, 2500 Plätze waren im Angebot, 4000 Bewerbungen gab es. Dabei ist das Anmeldeverfahren aufwändig, man muss seine Personalausweisnummer angeben und es gibt eine lange Liste von Sicherheitshinweisen vom festen Schuhwerk bis zum Herzschrittmacher.

Produktionsleiter Herbert Bösing erklärt der Gruppe die Einsatzmöglichkeiten der Durchfluss- und Analysemesstechnik, die in dem 1921 gegründeten Familienbetrieb gefertigt werden. „Das geht von der Abfüllung der kleinsten PET-Flasche, über die Dosierung von Narkosemittel, bis zur Wasserversorgung von Shanghai“, sagt er.

Krohne erzählt über Krohne

Krohne hat 15 Produktionsstätten und 43 Niederlassungen auf der ganzen Welt. „Die Kunden bestellen und wir fertigen dann genau das, was sie brauchen“, sagt Bösing, „dabei müssen wir im weltweiten Geschäft so viele Normen beachten, dass es keinen Sinn machen würde, die Geräte vorzuproduzieren“. Die Besucher staunen über die vielen Kunstwerke, die überall hängen. Die über 2000 Bilder der Kunstsammlung Krohne lassen einen vergessen, dass man mitten in einem Industriebetrieb steht.

Unterdessen zieht eine Glasbläserin an ihrem Arbeitsplatz über einem Brenner Glasröhren in Form. „Da könnte man stundenlang zuschauen“, sagt Bösing, „das ist leider ein aussterbender Beruf, wir sind froh, dass wir Leute haben, die das beherrschen“. Einmal Krohne, immer Krohne, sage der Chef immer. Die durchschnittliche Mitarbeiterverweildauer beträgt 22 Jahre.

Ein Betrieb sorgt für Tradition

Nach der Führung haben die Besucher Zeit für Fragen. Ingo Wald erklärt u.a. , dass die Krohnegruppe im Jahr über 30 Millionen Euro in die Forschung stecke. Dagmar van der Plujim ist zufrieden: „Erst wohnte meine Großmutter hier ganz in der Nähe, dann machte mein erster Freund hier seine Ausbildung und heute haben mein Mann und ich eine kleine Firma, die an Krohne liefert, da wurde es doch höchste Zeit, dass ich mir den Betrieb mal selber angucken konnte.“

Für die Besucher ging es anschließend noch weiter zu den Grillo-Werken.

Sabine Merkelt-Rahm



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