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Nachbarn ärgern sich über Gebag

06.09.2013 | 12:00 Uhr
Nachbarn ärgern sich über Gebag
Die Nachbarn ärgern sich nicht nur über das heruntergekommene Haus, sondern auch, weil die Gebag nicht auf ihre Beschwerden reagiert.Foto: Lars Fröhlich

Duisburg-Neudorf. Leerstehende Wohnungen und fehlende Sanierungen: Nachdem erst kürzlich Manfred Sander im Duisburger Süden die städtische Gemeinnützige Baugesellschaft (Gebag) kritisiert hat, legt nun Barbara Kemmer aus Neudorf nach. Mit ihrem Mann lebt sie seit 25 Jahren in einer Eigentumswohnung an der Gneisenaustraße. Das Gebag-Haus in direkter Nachbarschaft an der Geibelstraße 44 ist den beiden ein Dorn im Auge.

„Seit mindestens zehn Jahren verkommt dieses Haus. Die Fassade sieht verdreckt und ungepflegt aus – genauso wie die Rollladen an den Fenstern“, sagt die Neudorferin. „Es ist eigentlich eine schöne Wohngegend, aber dieser Zustand ist unerträglich – zumal durch dieses Haus auch unser Eigentum an Wert verliert.“ Wer sich vor Ort umschaut, kann ihren Eindruck insgesamt bestätigen.

Vereinzelte Handwerker gesichtet

Was Barbara Kemmer auch ärgert: Immer wieder habe sie in den vergangenen Jahren die Gebag kontaktiert. Erst telefonisch, dann schriftlich. Nie habe es eine Antwort gegeben, dafür nach einem Brief im Februar 2007 einige notdürftige, farbliche Aufhübschungen an der Fassade – mehr aber nicht. Auch ein weiterer Brief sei nicht beantwortet worden.

Bis vor kurzem sei dann offenbar in einzelnen Wohnungen gearbeitet worden. Wieder denkt die Neudorferin, dass dies nun der Startschuss für umfangreiche Sanierungsarbeiten auch an der Fassade sein könnten. Doch davon ist bisher nichts zu sehen.

Fokus liegt auf Studentenwohnungen

Adriana Bongard-Fuchs, Pressesprecherin der Gebag, bestätigt, dass das kritisierte Haus 2003/2004 im Gegensatz zu den Häusern an der Geibelstraße 38-42 bei umfangreichen Modernisierungen mit Gesamtkosten von 1,65 Millionen Euro nicht zum Zuge gekommen ist. Unterschiedliche Umbaukonzepte hätten dabei damals auch eine Rolle gespielt. 2011 habe man sich, so Bongard-Fuchs, für Studentenwohnungen im Haus an Geibelstraße 44 entschieden. Die 15 Wohnungen seien mit einem Gesamtbudget von 85.000 Euro saniert worden – unter anderem mit Einbau einer neuen Heizungsanlage und Erneuerung der Bäder.

Die Gebag führe derzeit noch Gespräche mit dem Studentenwerk, sei aber zuversichtlich, die momentan leer stehenden Wohnungen zu vermieten. Das Semester beginne ja erst im Oktober.

Ob in diesem Zusammenhang dann auch die arg ramponierte Hausfassade saniert wird, kann die Gebag-Pressesprecherin derzeit allerdings nicht sagen. Das hänge auch davon ab, ob das Konzept Studentenwohnen tatsächlich greife.

Barbara Kemmer und ihr Mann müssen diesbezüglich also weiter warten.

Daniel Wiberny



Kommentare
08.09.2013
12:35
Nachbarn ärgern sich über Gebag
von Schimmi11 | #5

Die Gebag hat sich an vielen abenteuerlichen Spekulationen beteiligt und Millionen
verbrannt. Für Investitionen und Sanierungen ist und war kein Geld da.
Auf der Niederstrasse in Stadtmitte hatte ich Gelegenheit die Bausubstanz
zu besichtigen. In dieser tollen Gegend am Innenhafen fällt der Putz im Treppenhaus samt Farbe von der Wand. Den Verantwortlichen sollte dort eine Wohnung zugewiesen werden.

06.09.2013
16:57
Ohne Moos nichts los!
von taichi | #4

Ein anderer Teil der Wahrheit dürfte sein, daß die Gebag angesichts Ihrer schwebenden
Verfahren aktuell kein Geld von den Banken bekommen wird.

Die Gebag wird sehr sicher wissen, daß einige Immobilien in Ihrem Bestand eigentlich nur noch zum Abriß taugen.

Das man nicht handelt ist bekanntermaßen den Verfehlungen der vergangenen Jahre geschuldet, mit den entsprechenden unangenehmen Konsequenzen für alle Seiten.

Traurig ist dabei nur, das selbst guter Bestand somit vor die Hunde geht, und letztendlich es dann irgendwann doppelt so teuer wird.

06.09.2013
13:39
Angebot & Nachfrage
von graphos | #3

"Ob in diesem Zusammenhang dann auch die arg ramponierte Hausfassade saniert wird, kann die Gebag-Pressesprecherin derzeit allerdings nicht sagen. Das hänge auch davon ab, ob das Konzept Studentenwohnen tatsächlich greife."

Liebe Gebag, auch dir sollte mittlerweile (!) aufgegangen sein, dass Duisburg eine Pendleruni ist. Und die Stundenten, die doch hierhin ziehen, müssen sich nicht auf eine solch ramponierte Bude einlassen.

BTW: Und was ist, wenn die Wohnungen nicht an Studenten vermietet werden? Bleiben Wohnungen und Haus dann leer und verkommen weiter?

06.09.2013
13:39
Angebot und Nachfrage
von graphos | #2

"Ob in diesem Zusammenhang dann auch die arg ramponierte Hausfassade saniert wird, kann die Gebag-Pressesprecherin derzeit allerdings nicht sagen. Das hänge auch davon ab, ob das Konzept Studentenwohnen tatsächlich greife."

Liebe Gebag, auch dir sollte mittlerweile (!) aufgegangen sein, dass Duisburg eine Pendleruni ist. Und die Stundenten, die doch hierhin ziehen, müssen sich nicht auf eine solch ramponierte Bude einlassen.

BTW: Und was ist, wenn die Wohnungen nicht an Studenten vermietet werden? Bleiben Wohnungen und Haus dann leer und verkommen weiter?

06.09.2013
13:12
Die GEBAG ist halt pleite,
von Stan45 | #1

dank des segenreichen Wirkens von OB Sauerland und seiner Spießgesellen (ja, die anderen sind auch nicht besser, ich weiß es!). Tip: Achten Sie besonders auf die Nebenkostenabrechnung, man munkelt, daß es da ein paar Unstimmigkeiten gibt. Bei der Abrechnung muß der Vermieter z. B. auch etwaige Leerstände berücksichtigen.

1 Antwort
Nachbarn ärgern sich über Gebag
von tom009 | #1-1

stan45

ja ja
der böse böse sauerland.

komisch
leerstände hat es auch unter der spd gegeben.
und da habe ich nicht gehört bzw gelesen das sie da auf abrechnungsfehler hingewiesen hätten.

den herr cramer wurde ja von der spd zum geschäftsführer der gebag gemacht.

aber wie gesagt
für sie ist sauerland für alles schuldig was hier in duisburg passiert.

nehmen sie ihre scheuklappen mal ab.
ich sage nur u-bahn und deren folgekosten.

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