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Nach FOC-Aus das Potenzial der Duisburger City nutzen

20.02.2016 | 10:00 Uhr
Nach FOC-Aus das Potenzial der Duisburger City nutzen
Die Stadt soll das Güterbahnhof-Gelände von Kurt Krieger (Möbel Höffner) zurückkaufen und den Plan von Norman Foster für die „Duisburger Freiheit“ umsetzen, fordert der Einzelhandelsverband Niederrhein.Foto: Hans Blossey

Duisburg.   Der Einzelhandelsverband warnt vor einer Diskussion über den Güterbahnhof als Alternativstandort. Er fordert, sich auf die Foster-Planung zu besinnen.

Vom Stop der Planungen für ein Factory-Outlet-Center (FOC) im Norden kann ein positiver Impuls für den Handel, die Duisburger Innenstadt ausgehen, glaubt der Einzelhandelsverband Niederrhein. Dessen Vorstandsvorsitzender Alfred Walzer fordert die Stadt auf, nun mit dem Rückkauf der „Duisburger Freiheit“ den nächsten Schritt zu gehen, und mit dem Rückkauf des Güterbahnhof-Geländes den Bau eines Möbelhauses mit Innenstadt-relevanten Sortimenten zu verhindern.

„Wenn der Rat endlich einen Haken hinter das FOC macht, sind neue Rahmenbedingungen für den Handel geschaffen“, sagte Walzer beim Jahresgespräch des Verbandes am Freitag. „Schon die Planungen haben Probleme heraufbeschworen, deren Ausmaße völlig unterschätzt wurden. Es war ein Bremsklotz für Investitionen.“ Investoren benötigen nun verlässliche Rahmendaten, mahnt der Verband. Das gelte auch für die Duisburger Freiheit. „Kauft das Grundstück zurück für Entwicklung mit Büro- und Dienstleistungsbereichen im Sinne von Foster“, fordert Geschäftsführer Wilhelm Bommann und erinnert an das Konzept des britischen Stararchitekten. Die Einzelhändler sehen sich da auf einer Linie mit dem Planer Walter Brune, der zuletzt die Stadt auf ihre Entwicklungspotenziale hingewiesen hatte.

Mehr Verkaufsfläche pro Bürger als im Bundesdurchschnitt

Die „Lagegunst“ in der Nähe zu Düsseldorf und Flughafen nennt Alfred Walzer einmalig: Durch die Verbindung von architektonischer Qualität und Nachhaltigkeit könne dort ein „Quartier mit oberzentralem Anspruch“ entstehen. Allemal besser als ein Fachmarkt-Komplex oder gar ein Alternativstandort für das im Norden gescheiterte FOC. „Wir wollen kein Multi-Casa hoch zwei“, erinnert Bommann an die vor zehn Jahren beerdigte Center-Planung.

Der Verband verweist auf die positive Entwicklung, die Duisburgs City in der Folge genommen hatte. Der Anstieg beim Index für Einzelhandelszentralität von unter 100 auf nunmehr 102,8 belege,dass die verfügbare Kaufkraft in der Stadt verbleibe, sogar ein leichter Zufluss von außen zu verzeichnen ist. „Dennoch liegt der Index in Duisburger aber immer noch deutlich unter dem von Großstädten vergleichbarer Größe. Der Durchschnittswert liegt bei 110, Düsseldorf hat 120“, erklärt Dr. Ulrich Kleier, stellv. Vorstandsvorsitzender des Verbandes.

Obwohl auch die Kaufkraft im Vergleich geringer ist, gibt es in Duisburg mit 1,45 Quadratmetern mehr Verkaufsfläche pro Bürger als im Bundesdurchschnitt (1,46 m2) Für eine qualitative Entwicklung im Bestand plädiert deshalb Wilhelm Bommann. Handlungsbedarf sieht er etwa im Bahnhofsumfeld und dem südlichen Bereich der City wie an der Düsseldorfer Straße, wo anstelle der ehemalig Bibliothek und der Volksbank bald neue Handelsflächen entstehen sollen. Am Marientor gelte es, die Pläne für Handel, Wohnen und Parken „nun auch umzusetzen“. Interesse sieht er selbst für die Leerstände an der Münzstraße. „Aber da erreichen Sie noch nicht einmal die Eigentümer vieler Immobilien.“

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Kommentare
20.02.2016
12:34
Nach FOC-Aus das Potenzial der Duisburger City nutzen
von hercules150 | #3

Vieleicht lässt sich jetz auch wieder das eine oder andere Ladenlokal leichter vermieten,
wenn das FOC in Hamborn vom Tisch ist. Denn was die meisten...
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1 Antwort
Nach FOC-Aus das Potenzial der Duisburger City nutzen
von kikimurks | #3-1

Komischer weise sind in anderen Städten in den FOCs und deren Umfeld zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.Nur in Duisburg soll das anders sein? Tatsache ist doch, dass die Innenstadt schon weit vor allen FOC oder MultiCasa Plänen massiv auf dem absteigenden Ast war. Auch eine Einstellung des FOC Projektes wird die Innenstadt nicht voran bringen. Sie wirft aber Hamborn und Marxloh weiter zurück.

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2016-02-20 10:00
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