Nach Brand in Duisburg - Warum Asbest so gefährlich ist

Nur mit Schutzkleidung sammeln die Mitarbeiter einer Spezialfirma die Asbestreste nach dem Brand in Duisburg-Rheinhausen auf.
Nur mit Schutzkleidung sammeln die Mitarbeiter einer Spezialfirma die Asbestreste nach dem Brand in Duisburg-Rheinhausen auf.
Foto: Stephan Eickershoff/Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Gefahr besteht beim Einatmen der feinen Fasern. Deshalb sollten die Aschereste der Dachplatten von der Lagerhalle nicht bewegt werden.

Duisburg.. „Eine Gefährdung durch Aufnahme über die Luft ist nach wie vor ausgeschlossen“, bekräftigte die Stadt noch einmal am Sonntagmittag. Bei dem Asbest handele es sich um feinfaseriges Asbest, das in kleinen Stücken (etwa Handteller bis Zwei-Eurostück groß) verwirbelt wurde.

„Solange diese Stücke nicht berührt oder sonst wie bewegt werden, besteht keine Gefahr. Die Stoffe gasen nicht aus. Deshalb ist der normale Aufenthalt sowohl in Räumen als auch im Freien nicht gefährlich“, heißt es in der Erklärung des Krisenstabs.

Anwohnern und Passanten in dem Bereich hatte die Stadt empfohlen, „sicherheitshalber“ nach dem Aufenthalt im Freien die Schuhe vor Betreten der Wohnung sorgfältig zu reinigen — zumindest bis die Reinigungsmaßnahmen durch die Spezialfirma beendet sind.

Asbest ist krebserregend

Zudem sollten Anwohner im Bereich um den Brandort möglicherweise kontaminierte Flächen wie Gärten, Spiel- und Sportplätze sowie Schrebergarten möglichst nicht betreten und vor allem nicht selbst reinigen.

Die Mitarbeiter der Spezialfirma hatten bereits gestern zahlreiche der Asbest-Stücke aufgesammelt, zum Beispiel auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums Asterlagen. Asbest ist unempfindlich gegen Hitze und nicht brennbar, bis der Werkstoff 1993 verboten wurde, ist er 60 Jahre lang massenhaft in Dach- oder Fassadenplatten verbaut worden. Asbest ist krebserregend, er kann sich in feine Fasern zerteilen, die leicht eingeatmet werden können. Diese Fasern können langfristig in der Lunge verbleiben und das Gewebe reizen. Bis sich dadurch eine Erkrankung zeigt, können laut Bundesumweltamt bis zu etwa 30 Jahre vergehen. (ib)