Nach 50 Minuten war die Bombe in Duisburg entschärft
16.02.2010 | 16:03 Uhr 2010-02-16T16:03:00+0100
Duisburg. 50 Minuten dauerte am Dienstag die Entschärfung der die fünf Zentner schweren Fliegerbombe, die englische Piloten im Zweiten Weltkrieg auf Neudorf geworfen hatten. 1500 Menschen im Umkreis von 250 Metern um die Fundstelle hatten ihre Wohnungen verlassen müssen.
50 Minuten brauchten die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes am Dienstag, um die fünf Zentner schwere Fliegerbombe, die englische Piloten im Zweiten Weltkrieg auf Neudorf geworfen hatten, zu entschärfen. Um 12.52 Uhr gab die Stadt Entwarnung, der Umkreis des zweieinhalb Hektar großen Carstanjens Garten, auf dem die Bombe gefunden worden war, war wieder freigegeben.
Am Morgen hatten rund 1500 Menschen im Umkreis von 250 Metern um die Fundstelle ihre Wohnungen und Arbeitsplätze verlassen müssen. Im Radius von 500 Metern durfte niemand auf die Straße. 40 Polizisten sicherten die Außensperren. Auch städtische Einrichtungen und ein Gebäude der Universität mussten schließen.
Gesamtschüler hatten frei
Die Schüler der Gesamtschule Mitte hatte am Veilchendienstag ohnehin einen beweglichen Feiertag. In der Pausenhalle am Schulstandort Falkstraße hatten Stadt, Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Johanniter die Versorgungsstation für jene eingerichtet, die während der Entschärfung die Wohnungen verlassen hatten. Rund 35 Personen, die älteste war 102 Jahre alt, waren gekommen oder gebracht worden, um gespannt auf die Entwarnung zu warten. „25 haben wir hertransportiert”, berichtete DRK-Einsatzleiter Bernhard Bausch, „zwei Pflegebedürftige wurden ins Krankenhaus transportiert”.
Auch nicht mehr so gut zu Fuß ist die 89-Jährige Charlotte Kuthning, die während der Entschärfung ein mulmiges Gefühl plagte. „Ich fühle mich an die Kriegstage zurück erinnert”, erzählte die alte Dame, die hoffte möglichst schnell in ihre Wohnung zurückzukehren. Auch Margarethe Damble hatte sich am Morgen Sorgen gemacht, „doch dann habe ich mich entschieden die Angst zu verdrängen”, lachte die Seniorin. „Vielleicht ist das nicht das letzte Mal, dass wir hierher kommen müssen. Die haben Neudorf im Krieg stark bombardiert”, erinnerte auch die gebürtige Neudorferin Damble sich an den Krieg.
Weitere Bomben?
Und tatsächlich könnte es künftig weitere Bombenfunde auf dem Gelände, auf dem das neue Berufskolleg entstehen soll, geben. „Wir haben im Januar das Gelände nach Bomben durchsucht und 54 Bohrungen durchgeführt”, berichtete Claas Frein, Projektleiter beim städtischen Immobilienmanagement. „Nun müssen wir noch einmal gründlich nach weiteren Bomben suchen.” Sollten weitere Sprengkörper gefunden werden, könnte die Baustelle in Verzug geraten.
Bereits am Morgen hatte dagegen ein Bademeister im Hallenbad an der Memelstraße für Zündstoff gesorgt. Wie so oft hatte der Duisburger Hans Peters mit anderen seine Bahnen ziehen wollen, doch der Bademeister hatte den Zutritt verweigert. „Er war aus einem anderen Bad und wusste nicht, dass wir das Bad morgens für einige Stunden öffnen wollten”, entschuldigte sich Stadt-Pressesprecherin Anja Huntgeburth im Namen der Stadt bei den verhinderten Morgensportlern.

23:36
Aber wann endlich wird A. Sauerland entschärft?!!
18:03
Gut gemacht, Jungs.