MSV-Spieler lassen den Duisburger Rathausbalkon beben

OB Sören Link (vorne rechts) im Aufstiegs-Shirt mit den MSV-Spielern im Rathaus Duisburg.
OB Sören Link (vorne rechts) im Aufstiegs-Shirt mit den MSV-Spielern im Rathaus Duisburg.
Foto: Stadt Duisburg
Was wir bereits wissen
Die MSV-Spieler feierten im Aufstiegsrausch auf dem Balkon des Duisburger Rathauses. OB Sören Link empfing die Mannschaft im Aufstiegs-Shirt.

Duisburg.. Erst durch die Hintertür, dann auf den Balkon zum Bad in der Menge: Im roten Doppeldecker-Bus fuhr der MSV nach seiner kurzen City-Tour am Rathaus vor. Dann ergoss sich der jubelnde Zebras-Tross durch den Hintereingang ins Rathaus. Empfangen vom Oberbürgermeister Sören Link, der sich extra das Aufstiegs-T-Shirt übergezogen hatte.

Das gibt’s nur zum Aufstiegsrausch: Zigarrenschwaden im rauchfreien Rathaus und Gerstensaft aus KöPi-Magnum-Flaschen - drei Liter in der eigens abgefüllten Aufstiegs-Edition mit Bügel-Verschluss. Der OB kommt kaum durch mit seiner kurzer Ansprache, zu laut, zu aufgedreht und gut gelaunt sind die Spieler. Kingsley Onuegbu tut, was er sonst auf den Platz tut – Stürmen, nur diesmal die Rathaus-Treppe hoch.

„Wir sind wieder da, wo wir mindestens hingehören“, jubelt Link und schickt die Jungs auf den Rathaus-Balkon: „Das habt ihr euch verdient.“ Fast wie ein Pokal thront ein Fußball mit den eilig aufgekritzelten Autogrammen der Spieler auf einem Podest im Foyer. Seine Versteigerung für einen guten Zweck wird wohl in hübsches Sümmchen bringen.

MSV Der Balkon, er bebt. Über der weiß-blauen Fan-Masse auf dem Burgplatz jubeln Spieler, Trainer und Offizielle dicht gedrängt. Die Jungs haben auf Malle geübt: „von vorne nach hinten, von links nach rechts“ wogt und schunkelt der Tross auf engsten Raum, klirren die Gläser, klicken die Handy-Kameras.

„Eine super Stimmung. Genauso klasse wie damals“, genießt Manager Ivica Grlic und erinnert sich an die Aufstiegspartys 2005 und 2007. Fast schon still genießt MSV-Präsident Ingo Wald im sonst eher gediegen-ehrwürdigen Ratssaal den Trubel um ihn herum. Wie auch Alt-Oberbürgermeister Josef Krings: „Die ganze Stadt ist aufgestiegen“, sagt er.

Onuegbu & Co. wollen kaum weg vom Balkon. „Jungs, lasst uns gehen und unten weiter feiern“, werden sie dann doch zum Burgplatz – zum Bad in der Menge gelotst. „Für den Aufstieg in die 1. Liga bauen wir am Balkon an“, witzelt Stadt-Pressesprecher Peter Hilbrands.