Mogelpackung Autohof
27.10.2009 | 11:41 Uhr 2009-10-27T11:41:00+0100Gegen den geplanten Autohof am Kreuz Kaiserberg protestieren die Anwohner. Warum - das erklärt Sprecher Reinhard Machowinski.
Ein Duisburger Bauvorhaben sorgt für Ärger - vor allem in Mülheim: Am Autobahnkreuz Kaiserberg soll ein Autohof entstehen, nach Angaben der Architekten „ganz auf die Bedürfnisse des Berufskraftverkehrs ausgerichtet”. Doch die Nachbarn jenseits der Stadtgrenze in Speldorf befürchten Schlimmes.
35-Meter-Pylon
Denn die Pläne der Stadt Duisburg sehen mehr vor als nur einen Rastplatz für pausenbedürftige Brummi-Kapitäne. 60 Lkw-Stellplätze, 118 Pkw-Parkplätze, zwei Fastfood-Restaurants, Tankstelle und Sanitäreinrichtungen sollen auf insgesamt 3,5 Hektar Fläche zwischen Autobahn und Schifffahrtskanal und unter einem 35-Meter-Pylon Platz finden, aber auch ein Zwei-Sterne-Hotel mit 54 Zimmern sowie ein „Entertainment-Center” mit Glücks- und Geschicklichkeitsspielen per entsprechenden Automaten. Und das alles rund um die Uhr betrieben und an 365 Tagen im Jahr.
Mülheimer wie Duisburger Bürger haben sich deswegen zu einer Initiative zusammengeschlossen. Sie kritisieren die "Mogelpackung Autohof". Warum - das erklärt Sprecher Reinhard Machowinski im Video-Interview.
Entschieden ist noch nichts
Die Stadtplaner auf Duisburger Seite sind derzeit noch dabei, alle umweltschutzrelevanten Fragen (wie Lärm, Bodenschutz etc.) zu prüfen. Ideal ist ihrer Meinung nach die "verkehrliche Erschließung" des Gebietes - der angedachte Standort ist von Straßen umschlossen (mehr...).
Entschieden ist am Kaiserberg jedenfalls noch nichts: Zurzeit befinde man sich im Stadium der so genannten frühzeitigen Bügerbeteiligung, so Anja Huntgeburth, Sprecherin der Stadt Duisburg. "Anregungen der Bürger werden aufgegriffen und bearbeitet, fließen in den Meinungsbildungsprozess ein." Mit dem Abschluss dieses Beteiligungsverfahrens sei frühestens Ende 2009 zu rechnen.
00:48
Die Kriminalität gibst so oder so. Wer von der Ladefläche verkaufen will, kann das auch woanders tun und nicht nur in Duisburg. Also wieso mehr Kriminalität.? Anwohner??? Wo???
Ausser ein paar Laubenbesitzer gibts dort keine Anwohner. Die Leute die sich da aufregen, sind die gleichen die sich seit Jahrzehnten über den Motorradtreff aufregen. Gottseidank Erfolglos.
Und ob die Damen aus dem horizontalen Gewerbe
sich auf dem Zoo-Parkplatz ihren Tripper holen oder auf dem Autohof. Wen interessierts? Letztere wäre dann sogar aus dem angrenzenden Wohngebiet nebst Uni-Gelände verschwunden.
Mal nebenbei gesagt : gäbs die Mädels nicht, wären Vergewaltigungen wohl an der Tagesordnung. Wusten schon die Römer ;-)
20:56
Man soll das bloss bauen!! Wo ist den der nächste Parkplatz auf der A40 für LKW Fahrer?Ewig weit weg!Lieber ein Parkplatz für die Brummis als übermüdetet Fahrer quer durchs Ruhrgebiet fahren zu lassen,ich weiß garnicht warum die feinen pinkel in Speldorf sich aufregen,die LKW Fahrer übernachten doch nicht in Ihre fein gepflasterte Einfahrt
02:58
Die Verwaltungsvorschriften für die Straßenverkehrsordnung zeigen auf, dass an schwach frequentierten Straßen (= bis zu 50.000 Kfz täglich) mindestens 50 LKW Stellplätze und 100 Lkw-Stellplätze an stärker frequentierten Autobahnen vorhanden sein müssen. Am Autobahnkreuz Kaiserberg fahren täglich über 200.000 Kfz. Aber Anzahl der LKW-Stellplätze am geplanten Autohof: 60. Die erforderlichen 100-150 gibt die Fläche nicht her!
Die Fläche liegt darüberhinaus im sog. Außenbereich und wird vom Regionalverband Ruhr als Verbandsgrünfläche kategorisiert. Und das heißt vorrangig Erhalt von Natur und Landschaft vor Vernichtung. Die regionale Entwicklungsplanung der Bezirksregierung kennzeichnet dieses Gebiet für den Klimaaustausch und Biotopverbund.
Der 6-spurige Ausbau von Autobahnen führt nicht zu weniger Verkehr und auch nicht zu weniger Staus, sondern bei einer unreflektierten weiter so Mentalität längerfristig zum 8-spurigen Ausbau. Gefragt sind darum intelligente Lösungen, die auch nachhaltig die volkswirtschaftlichen Defizite verhindern helfen.
Mit Auswirkungen auch auf eine Lösung für die Rastplatzprobleme.
„Die Wiederverwendung bereits genutzter Flächen und die Verdichtung im Innenbereich müssen Vorrang vor Flächenneuverbrauch bzw. vor Entwicklung im Außenbereich haben. Deshalb wollen wir gemeinsam mit den Kommunen Instrumente zur Gestaltung der Innenentwicklung erarbeiten. Brachflächenkataster, Managementpläne, ein zoniertes Satzungsrecht der Kommunen und finanzielle Anreizinstrumente wollen wir weiterentwickeln.“ steht im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP für die 17.Legislaturperiode.
In die gleiche Richtung äußerte sich am Dienstag der Verkehrsexperte der IHK (in der waz). Also: vielleicht mal die Mühe machen und schauen wo es industriell genutzte Brachflächen in Autobahnnähe gibt. Mit überschaubarem Aufwand können dort hunderte von LKWs rasten.
@17 der Schwachsinn ...angeblicher steigender Kriminalität: spezifische Überfälle in Autobahnnähe und besonders im Zusammenhang von Raststätten sind längst Alltag. Aber auch international organisierter Diebstahl von Ladungen und LKWs. Und ebenso Verkauf aus dem LKW heraus von Teilen der Ladung, oder auch steuer- und zollfreie Mitbringsel aus dem Ausland...
20:59
Das übliche St. Florians Prinzip. Überall wonaders, nur nicht bei uns. Dann noch so ein Schwachsinn von Verlagerung des Rotlichtmilieus und angeblich steigende Kriminalität. Wer sicheren Verkehr auf den Straßen will, muß den Lkw-Fahrern auch Rast- und Schlafmöglichkeiten anbieten. Es ist eine direkte Anbindung an die Autobahn gegeben. Die Lage ist ideal.
12:03
Habe mir mal den betreffenden Bereich bei google earth angeschaut - bis auf ein paar im Wald versteckte Anwesen kann ich keine Anwohner entdecken! Da machen sich wohl nur ein paar wohlhabende Mühlheimer sorgen um Ihre Nachbarschaft...
07:50
Welcher Eigenheimbesitzer möchte schon eine Tanke, einen Kindergarten eine Schule einen Puff usw. usf. in seiner Nachbarschaft. Aber alle wollen tanken, ihre Kinder nicht ewig weit fahren.....
Baut doch bei den anderen und nicht vor meiner Tür, nur das ist Sinn und Zweck solcher BI´s
16:42
egal was da hin kommt, dort stört er weniger als am Kaiserberg, in Neudorf oder in Speldorf
16:19
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15:22
@Dietmar Kalaschnikow:
Ihre Rechnung bzgl. Anzahl Stellplätze geht nicht auf. Ein LKW braucht mindestens dreimal so viel Platz wie ein PKW, da können sie die Zahlen nicht einfach umdrehen.
Wenn man jetzt mal 3 PKW = 1 LKW rechnen würde vom benötigten Platz, wäre quasi Platz für 60 * 3 + 120 PKWs, also theoretisch 300 PKWs. Wenn man jetzt 120 LKW-Plätze nehmen würde, würde das bei gegebener Fläche auch dann nicht passen, wenn überhaupt keine PKW-Parkplätze geschaffen werden.
Und größer wird die Fläche wohl von alleine kaum.
13:49
Anwohner? welche Anwohner? Die Laubenbesitzer?