Mittelalterliches Treiben statt parkender Autos auf dem Burgplatz vor dem Rathaus

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Gaukler, Barden und Puppenspieler: Mancher Passant blickte etwas verwundert drein, als er an diesem Wochenende auf den Rathausvorplatz schaute. Denn wo normalerweise parkende Autos stehen, waren am Samstag und Sonntag im Rahmen des siebten historischen Bauernmarktes mittelalterlich Zelte aufgebaut.

Ob Kulinarisches aus vergangenen Zeiten, Bogenschießen oder Wahrsagerei oder historische Live-Musik mit Sackpfeifen, Trommeln und Zithern – das Angebotsspektrum des Markts, der 2008 zum 600-jährigen Jubiläum der Duisburger Wochenmärkte erstmalig stattfand, bot nicht nur für Fans der Szene gute Unterhaltung.

Trotzdem sorgten natürlich die zahlreichen Händler und Besucher in altertümlicher Kleidung wie Schnürhemden, abgewetzten Gamaschen und dicken Stiefeln noch zusätzlich für den passenden Flair.

Rolf Abendrot ist einer von ihnen. Er trägt Kilt, eine typisch schottische Balmoral-Mütze und einen langen grauen Bart. Vor ihm prangen allerlei Waffen in einer Holzhalterung. „Das sind Replika von berühmten Schwertern“, erklärt der Rentner, der in den Highlands geboren wurde und seit 1963 in Deutschland lebt. Zu allen kennt er die genaue Geschichte. Die gibt er an die Besucher weiter, darum ist er hier. „Mittelaltermärkte mache ich seit etwa vier Jahren mit. Ich will die Historie meines Landes an interessierte weitertragen,“ so der Mülheimer. Abendrot, der von Freunden nach Duisburg eingeladen worden ist, ist erfreut über die Popularität der Veranstaltung; „Den Markt hier finde ich toll, auch weil er so zentral gelegen ist. Da schauen viele Kulturbegeisterte vorbei!“