Das aktuelle Wetter Duisburg 20°C
ThyssenKrupp

Mitarbeiter von Thyssen Krupp Steel befürchten Kurzarbeit

04.07.2012 | 19:09 Uhr
Der TKS-Betriebsratsvorsitzende Günter Back verhandelt mit der Geschäftsleitung über Konditionen falls die Kurzarbeit kommt.

Duisburg.   Der Betriebsrat von Thyssen Krupp Steel verhandelt zurzeit mit der Geschäftsführung. Zunächst werden Arbeitskonten geleert und Qualifizierungen vorgezogen. Hochofen 9 geht vorläufig nicht in Betrieb. Hoffen auf mehr Aufträge.

Kommt sie, oder kommt sie nicht? Den Metallern von Thyssen Krupp Steel droht die Kurzarbeit. Der Betriebsrat verhandelt mit der Geschäftsleitung zur Zeit vorbeugend über eine Vereinbarung zur Kurzarbeit. „Bei der letzten Kurzarbeit sind wir mit 180 km/h in die Garage gefahren“, begründet TKS-Betriebsratschef Günter Back die Gespräche. Diesmal wolle man besser vorbereitet sein, so Back.

Arbeitszeitkonten leeren, Freizeitausgleich und vorgezogene Qualifizierungen sollen die fehlende Stahlnachfrage erst einmal abfedern. „Wenn die Kurzarbeit kommen sollte, haben wir einen Leitfaden in der Hand, wann was wie passieren soll“, erläutert Back das Vorgehen. Außerdem könnten Betriebsrat und Geschäftsleitung so auch eher die Kollegen informieren und die Situation darlegen.

Demonstration bei TKS

Werksferien bei Autobauern

Bereits jetzt gibt es in Hamborn Produktionsausfälle, die Auslastung liegt laut Betriebsrat zwischen 75 und 80 Prozent bei der derzeitigen Auftragssituation. Da die Metaller im Duisburger Norden viel für die Automobilindustrie fertigen, werden in nächster Zeit die Aufträge noch weiter zurück gehen, weil viele Autobauer in den Sommerferien ihre Werke schließen oder zumindest die Produktion drosseln. Back: „Wir können nicht erkennen, wie es nach den Sommerferien weiter geht.“ Deshalb sei es notwendig über die Kurzarbeit zu sprechen. Schließlich seien auch Instrumente wie Qualifizierung oder Freizeitausgleich irgendwann einmal ausgereizt.

Hochofen 9

Sehr unwahrscheinlich ist es, dass der bereits zugestellte Hochofen 9 in diesem Jahr wieder angeblasen wird, es wird wohl Januar werden. Back: „Wir können die Aufträge ja nicht herbei reden.“ Sollte die Nachfrage nach Stahl wieder erwarten anziehen, kann der Hochofen 9 innerhalb von 14 Tagen wieder in Betrieb gehen. „Das ist der Vorteil hier bei uns. Wir können die Kunden sehr schnell wieder bedienen.“

Svenja Aufderheide



Kommentare
08.07.2012
20:07
Mitarbeiter von Thyssen Krupp Steel befürchten Kurzarbeit
von silverstone | #1

Könnt ja die Leiharbeiter rauswerfen...bzw abbestellen.....

Aus dem Ressort
Die schönsten Wanderungen und Ausflüge im Sommer
Ferien-Tipps
Das Wetter lädt zu Aktivitäten im Freien ein. Wie wäre es mit einer Wanderung im Revier? Oder einem Ausflug ins Sauerland? In unserer interaktiven Karte haben wir für Sie die schönsten Wanderrouten an Rhein und Ruhr zusammengestellt sowie weitere Tipps für Freizeitgestaltung an der frischen Luft.
Kunstideen für Duisburgs Visitenkarte in der City
Innenstadt
Fünf ausgewählte Künstler und Künstlergruppen sollen jetzt bis November ihre Ideen für die Gestaltung des Portsmouthplatzes am Duisburger Hauptbahnhof erarbeiten. Insgesamt hatten sich knapp 100 Künstler um die Aufgabe in dem im Mai ausgelobten Wettbewerb beworben.
Chaos-Transport auf dem Weg nach Duisburg gestoppt
Verkehr
Rumänische Spedition war mit einem 35 Tonnen schweren Bauteil für eine Duisburger Firma auf der A44 unterwegs, pflügte auf drei Kilometern Baustellenbaken und Leitpfosten um, hinterließ ein Trümmerfeld. Die Genehmigung für die Fahrt war offenbar gefälscht, der Lastwagen voller technischer Mängel.
Dickes Knöllchen auf Supermarkt-Parkplatz sorgt für Ärger
Kundenärger
Wegen dauerparkender Anwohner hat Edeka am Sternbuschweg in Duisburg-Neudorf eine Parkscheibenpflicht eingeführt. Wer sich nicht darin hält, muss mit saftigen Strafen rechnen – zum Ärger von Kunden wie Mathilde Wimmer, die nach dem Einkauf ein Knöllchen von 30 Euro bekam.
Drei Schwerverletzte bei Verkehrsunfall in Duisburg
Unfall
Zwei Männer und eine Frau erlitten schwere Verletzungen bei einem Unfall in Friemersheim. Die Duisburgerin wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Umher fliegende Trümmerteile beschädigten weiteres Fahrzeug. Die Polizei vermutet, dass einer der Fahrer über rot gefahren ist.
Duisburg und die A59-Sperrung
Fast drei Monate ist die A59 nun schon gesperrt, noch einmal drei Monate werden sehr wahrscheinlich folgen. Wie hat sich die Sperrung der Nord-Süd-Achse auf Sie persönlich ausgewirkt?

Fast drei Monate ist die A59 nun schon gesperrt, noch einmal drei Monate werden sehr wahrscheinlich folgen. Wie hat sich die Sperrung der Nord-Süd-Achse auf Sie persönlich ausgewirkt?

So haben unsere Leser abgestimmt

Die Sperrung kostet mich täglich bis zu 30 Minuten.
27%
Seit Anfang Mai brauche ich für die Strecke nun bis zu 60 Minuten oder sogar länger.
18%
Das ist das reinste Chaos, ich komm jetzt gar nicht mehr an mein Ziel.
14%
Bevor ich im Stau stehe, da fange ich einfach früher an zu arbeiten.
10%
Ich hab eine Prima-Ausweichstrecke gefunden - verrate die aber nicht.
17%
Ich bin umgestiegen auf's Rad und/oder Nahverkehr.
15%
1681 abgegebene Stimmen
 
Fotos und Videos
Alt-Walsum
Bildgalerie
Rundgang
Arbeiten unter der A59
Bildgalerie
A59-Sanierung
Jugendherberge Wedau
Bildgalerie
WAZ öffnet Pforten