Mitarbeiter kennen leidvolle Geschichte

Hiwa Rashid kann sich noch gut erinnern, als er vor 16 Jahren mit seiner schwangeren Frau nach Deutschland flüchtete. 12 000 Dollar hatte er dem Schlepper gezahlt, dass er das Paar aus dem Irak nach Deutschland brachte. „Wir haben Nebenstraßen genommen. Das war ruhiger“, erinnert sich der Lehrer. „Alles, was wir dann in Deutschland gesehen haben, war schön“, beschreibt der 41-Jährige die ersten Eindrücke. Sein Lehramtsstudium bekam er zwar nicht anerkannt, aber als Pädagoge durfte er arbeiten. Er engagierte sich für Flüchtlinge und gehört nun zum Team des DRK.

Die Aufgabe von Kengsley Emeh ist klar. Der Nigerianer, der ebenfalls vor zehn Jahren nach Deutschland floh, will mit den Flüchtlingskindern kicken. „Ich war Fußballer in Nigeria, habe fast 25 Jahre gespielt.“ Doch nach einer Verletzung war die Karriere des nun 55-Jährige zu Ende. Auch er will die positiven Erfahrungen an die Menschen, die jetzt ihre Heimat verlassen und nach Deutschland kommen, weitergeben. Er spricht neben Englisch die afrikanischen Sprachen Ga, Hause und Ibu. Die Flüchtlinge will er ermuntern, schnell Deutsch zu lernen. „Das ist wichtig und öffnet Türen.“