Ministerium kritisiert Vorgehen der Stadt Duisburg bei Dioxin-Eiern
05.04.2012 | 16:53 Uhr 2012-04-05T16:53:00+0200
Duisburg. Nachdem in Duisburg dioxinbelastete Eier aufgefallen sind, kritisiert das Verbraucherschutzministerium das Vorgehen der Stadt. Diese habe bereits seit dem 20. März von der PCB-Belastung gewusst, die Betriebe aber nicht geschlossen. Die Stadt weist darauf hin, dass von den Eiern keine akute Gefährdung ausgehe.
Ausgerechnet Eier! Bei Duisburgs einzigem Biobauern Andy Enninghorst in Röttgersbach und im Meidericher Lehrbauernhof Ingenhammshof der Arbeiterwohlfahrt ist die Osterlaune gründlich verdorben. Das NRW-Verbraucherschutzministerium hat wegen Dioxinbelastungen in Eiern den Verkauf untersagt. In beiden Höfen ist der Frust groß. „Es ist der Horror“, stöhnt Enninghorst. Zugleich wirft das Land der Stadt Duisburg vor, zu spät gehandelt zu haben.
Mittwochabend veröffentliche das Ministerium die Dioxin-Warnung für die beiden kleinen Direktvermarkter aus dem Stadtnorden und verlangte von der Stadt zu handeln. Die Awo-Einrichtung nannte das Ministerium beim Namen, weil ihre Eier nicht gekennzeichnet sind, beim anderen veröffentlichte sich die Stempelnummer: 0-DE-0521991. Da es nur einen Bioland-Hof in Duisburg gibt, war rasch klar, dass es sich um Andy Enninghorsts Betrieb handelt.
Erhöhte Dioxin-Werte wurden schon am 20. März festgestellt
Festgestellt wurden die erhöhten Dioxin-Werte, das bestätigt die Stadt auf WAZ-Anfrage, in der Tat schon am 20. März, nachdem die Untersuchungsergebnisse von Routine-Proben aus dem Februar in beiden Betrieben vorlagen. Biobauer wie Awo wurden damals informiert, weitere Proben von Eiern und Futtermitteln genommen, und der Eierverkauf aus eigener Produktion eingestellt.
Die Dioxin-Grenzwerte werden in Picogramm auf ein Gramm Fett gemessen gemessen. Ein Picogramm(pg) ist ein billionstel Gramm. Bei Dioxin liegt der Grenzwert bei 2,5 Picogramm, im Ingenhammshof betrug er 5,3 pg, beim Biobauern 2,7. Bei dem gemessenen dioxin-ähnlichen PCB liegt der Grenzwert bei 5 pg, im Ingenhammshof wurden laut Stadt 8,9 gemessen, beim Biohof 3,8.
„Die Stadt hätte den Verkauf umgehend sperren müssen“, macht Ministeriumssprecher Stephan Malessa dagegen unmissverständlich klar. Als das Ministerium am Mittwoch bei einer Kontroll-Nachfrage bei der Stadt erfuhr, dass bei dem gemeldeten Dioxin-Fall eben nicht gehandelt worden war, erließ es die öffentliche Anweisung – eine Ohrfeige für die städtischen Aufsichtsbehörden. Ein ziemlich reger Telefonverkehr mit geharnischten Reaktionen kennzeichnete den Mittwoch, heißt es aus dem Rathaus.
Während das Ministerium beim krebserregenden Dioxin kein Pardon kennt und auf die strengen Richtlinien verweist, hatten die städtischen Lebensmittelkontrolleure den Fall offenbar wegen teils eher geringer Überschreitungen (siehe Kasten) nicht so besorgniserregend eingestuft und wollten erst weitere Proben abwarten, die in der kommenden Woche vorliegen sollen. „Man sagte uns, solche Werte seien nichts Ungewöhnliches für die Region und die Art der Haltung“, so Karl-August Schwarthans, Chef der gemeinnützigen Awo-Integrations GmbH, die den Lehrhof am Landschaftspark Nord in Meiderich betreibt.
Futtermittel gilt nicht als belastet
Nun sorgt Duisburg für Dioxin-Schlagzeilen und das Ministerium hat sein eigenes Landesamt eingeschaltet, das jetzt auch der Ursachenforschung auf den Grund gehen soll. Das Futtermittel gilt nicht als belastet, ergaben Untersuchungen. Beide Höfe liegen nahe an Autobahnen, die Umweltbelastungen sind im Revier bekanntlich vergleichsweise hoch: „Die Werte sind aber so hoch, es muss eine andere Quelle geben“, glaubt Ministeriumssprecher Malessa.
Die Stadt weist darauf hin, dass von den Eiern keine akute Gesundheitsgefährdung ausgeht. Dazu müssten größere Mengen Eier über längeren Zeitraum gegessen werden. Dennoch wird vom Verzehr der Eier abgeraten.

22:33
Wieso liegt der Hof im Röttgerbach also am Golfpaltz Biefang an der Autobahn ???????
17:48
Mit und ohne Sauerland läuft in Duisburg vieles schlecht.Mit H.Sauerland hätte die
Verwaltungsspitze ausgewechselt werden müßen.Nur den OB wegzumobben war der
falsche Weg.
11:50
Ja, endlich wieder einen Schuldigen! Kennen wir doch irgendwo her? Jetzt fehlt nur noch der Schuldige für Minden/Lübecke! Nein nicht das grüne Ministerium, ich denke hier heißt der Kandidat "Sauerland"!
08:51
Die Sinteranlage und die Kokereien werden als Quelle identifiziert werden, nur dass niemand davon etwas mitbekommen wird, da für die Vertuschung der Ergebnisse wieder ein paar Millionen den Besitzer wechseln werden !
00:04
jaja
und zu krings und zielingszeiten war da alles koscher oder wie?????
ich lach mich weg.
da müssen aber jahrzehntelang einige behörden völlig blind gewesen sein.
oder sind die dortigen autobahnen gerade erst gebaut worden?????
mein lieber scholli.
stelle ich mich an einer kreuzung der b8 an eine ampel und hole dort mal tieeffffffffff luft.
so habe ich bestimmt mehr schadstoffe eingeatmet wie jetzt in den eiern gefunden wurden.
komisch das der autoverkehr da nicht verboten wird.
man kann auch aus einer mücke eine elefantenherde machen.
22:00
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20:46
Bereits anlässlich des letzten Dioxin-Ei-Skandals schrieb der Spiegelfechter (www.spiegelfechter.com):
Langjährige Messreihen des Landwirtschaftsministeriums lassen... den... Schluss zu. Eier aus Käfighaltung enthalten signifikant weniger Dioxin als Eier aus Boden- oder gar Freilandhaltung. Die Messungen für Freilandeier in der Periode von 2000 bis 2003 weisen sogar einen durchschnittlichen Dioxingehalt von 92,54 pg WHO-TEQ pro Gramm Fett aus – mithin mehr als das Zwanzigfache des heutigen Grenzwerts.
Wenn sich auf einem größeren Stück Weideland auch nur eine kleinere dioxinkontaminierte Stelle befindet, die beispielsweise durch einen Brand vor 50 Jahren kontaminiert wurde, wird das Fleisch der dort grasenden Rinder unter Umständen jeden Grenzwert übersteigen. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, sollte einen weiten Bogen um Hofläden und Bauernhöfe mit Selbstvermarktung machen. "
20:21
Das die „Dioxineier“ den Alt OB AS gerade zu Ostern bei einigen Sauerlandhassern wiederauferstehen lassen, ist an ungewollter Witzigkeit kaum zu übertreffen. Für die gänzlich Uninformierten ein kleiner Hinweis:
„In Duisburg besteht seit März 2011 (also noch zu OB AS Zeiten) aufgrund von Kooperationsverträgen eine satte Mehrheit von Rot, Grün, Rot, die sich somit für ein etwaiges Verwaltungschaos, falls es überhaupt im aktuellen Fall existiert, verantwortlich zeichnet“.
Man sollte bei diesem aufgeblasenem „Umweltskandal“ vielleicht doch noch gleich den verantwortlichen Bürgermeisters von Bienenbüttel (sofern er zur CDU gehört, nicht wahr AxelKrause?) zum Rücktritt bewegen, weil seine zuständigen Ämter die Baugenehmigung für den ökologisch unbedenklichen „BIOHOF“ erteilt haben, der das EHEC-Virus produziert hat, welcher den Tod von 53 Menschen zur Folge hatte.
19:03
Die Duesburger waren vollauf mit Sauerland beschäftigt und in Düsseldorf hat man zugeschaut.
18:15
Wird hier in Duisburg eigentlich niemand bei den Behörden zur Verantwortung gezogen?
Wer war da zuständig?
Was nutzt es denn, wenn das Ministerium etwas kritisiert, das aber keine Folgen hat.
duisburg ist zwar den sauerland endlich los, aber was ist mit der rest cdu im stadtrat......
in dieser partei sind sesselpuper, doch für nichts zuständig.
ich warte ja nur das sie von der cdu, dank dem föderalismuß den bund oder gar europa für zuständig erklären. wie es so üblich ist in der deutschen politik, keiner ist zuständig, immer schön über jahre hin und herschieben das problemchen nur nix selber entscheiden. ihre cdu