Ministerin diskutiert beim Symposium

„Ist es nicht kontraproduktiv, eine Prämie für E-Autos zu zahlen und gleichzeitig den Diesel zu subventionieren“, fragte Prof. Ferdinand Dudenhöffer die Bundesumweltministerin. Zum Abschluss des 3. Ruhr-Symposiums diskutierte der Leiter des CAR-Instituts der UDE mit Barbara Hendricks (SPD). Es sei wohl „vernünftig“, den Diesel-Vorteil abzubauen, meinte die: „Das könnte ein Thema für künftige Koalitionsverhandlungen sein.“

Nicht nur der Diesel-Skandal, auch die hohen Stickoxid-Werte bringen den Diesel weiter in Verruf. Die Einführung einer blauen Plakette – sie könnte die Selbstzünder aus den Innenstädten verbannen – sei an Meinungsverschiedenheiten bei den Länder-Ministern gescheitert, berichtete Hendricks.

Gleichwohl hält die Ministerin solche Fahrverbote zum Schutz der Menschen für notwendig. Noch fehle den Kommunen aber die Rechtsgrundlage, diese zu erlassen. „Wir werden dazu einen Vorschlag machen, der viele überraschen wird“, kündigte sie in Duisburg an.

Beim Thema Batterie-Forschung stellt die Ministerin „einen beschleunigten Lernprozess“ fest. Es sei sinnhaft, die Forschungskompetenz zu bündeln, entgegnete sie auf einen Vorschlag von Dudenhöffer. Aber bitte mit Mitteln aus dem Etat von Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU): „Die hat viel Geld.“

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE