Minisensor in der Schlagader misst den Blutdruck
09.01.2009 | 17:02 Uhr 2009-01-09T17:02:00+0100
Das Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen in Neudorf hat jetzt einen implantierbaren Sensor entwickelt, der in der Leistenschlagader 30 mal pro Sekunde den Blutdruck misst.
Dieser superkleine Mikrochip - von einem Arzt zur Überwachung des Blutdruckes in die Leistenschlagader eingesetzt – kann für einen kranken Menschen einmal zu einem lebenslangen Helfer und Begleiter werden.
Das Duisburger Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme in Neudorf hat jetzt einen implantierbaren Blutdrucksensor entwickelt und wird damit in etwa zwei Jahren der Medizintechnik ein neues, grandioses Hilfsmittel an die Hand geben.
Der superkleine Minisensor, winzige 0,3 Millimeter dick, wird direkt in die Leistenschlagader der Patienten implantiert. Dort misst der Winzling dann den Blutdruck des Patienten 30 Mal pro Sekunde (!) und übermittelt diese Daten über einen ebenfalls implatierten Mini-Transponder an ein externes Lesegerät.
„Die Energieübertragung”, so erklärt IMS-Sprecher Michael Bollerott, „erfolgt drahtlos über Hochfrequenz, so daß das Implantat ohne Batterie auskommt und nur durch die Hochfrequenz mit Energie versorgt wird.” Das bedeutet: Der Mini-Chip kann sehr lange, vermutlich ein Menschenleben lang in der Schlagader des Patienten bleiben, ohne dass die Lebensqualität beeinflußt wäre.
Bislang tragen Patienten, deren Blutdruck über längere Zeit überwacht werden muss, eine Manschette am Arm, die sich in regelmäßigen Abständen aufpumpt und so Messwerte ermittelt. Durch dieses wiederholende Aufpumpen, das auch in der Nacht erfolgt, wird der Schlaf der Patienten erheblich gestört. Somit sorgt eine herkömmliche Langzeit-Blutdruckmessung bei vielen Betroffenen für Stress.
Derzeit, so der IMS-Sprecher, befinde sich der Chip „noch im Tierversuch”, und zwar an Schafen und Ziegen. Erst Ende 2010 oder Anfang 2011 könne man ihn dann zum erstenmal am Menschen testen.
Geforscht wurde hier mit Geldern des Bundesforschungsministeriums, Industriepartner des Duisburger ISM ist die Firma Dr. Osypka GmbH.

23:36
wer hätte gedacht, dass so innovative sachen mitten in der stadt der ignoranz ersonnen werden ....
23:33
Das ist ein geniale Erfindung. Ein Mini-Sensor im Köper, der viel genauer und weniger aufwändig präzise Daten dem Arzt darüber anzeigen kann, ob mein krankes herz durchdrehen will oder ob ich noch ein paar Jährchen leben kann. 30 Mal pro SEKUNDE misst der Sensor, und der patient hat keinerlei Einschräkungen dadurch, und der Arzt kann ihm auf dieser Datengrundlage geradezu traumwandlerisch sicher helfen und therapieren....
18:20
Kennt ihr niemanden der mal einen Herzinfakt hatte, wenn doch wüsstet ihr wie wichitg so ein Chip sein kann, lieber eine Person mit einem Chip, der ja nichts sendet, sondern nur ablesbar ist wenn man beim Artzt ist.
17:05
Die medizinische Diagnose ist auf technischen Fortschritt angewiesen. Es gibt bei Diagnosen auch einen erweiterten Anspruch auf Zeitverläufe im menschlichen Körper. Das der Arzt nur eine Momentaufnahme manuell machen kann, ist einigen Patienten wohl nicht klar. Aber wer sich schon einen solchen Alias selbst gibt, zeigt, welch Geistes Kind er ist!
10:51
Jo, so Kommentieren echte duisburger ... -.-
02:27
Das wird ja immer perverser. Danke, da nehme ich lieber die alt bewährte Variante und lasse meinen Arzt pumpen.
Was wohl noch so alle mit diesem Chip gemacht werden kann. Schäuble lässt früßen! Der hat bestimmt schon Interesse angemeldet!